Tennis

Noch eine Saison: Der Spanier Feliciano Lopez plant Karriereende 2019

Von Ulrike Weinrich
Feliciano Lopez
© getty

Feliciano Lopez plant sein Karriereende: Der spanische Linkshänder möchte nach der Saison 2019 - und damit nach rund 21 Jahren auf der Profitour - seine sportliche Laufbahn beenden. Doch "Feli" bleibt dem Tennissport erhalten.

Judy Murray hoffte am Anfang, dass die Nachricht, die da aus Spanien herüberschwappte nach Großbritannien eines ist: "Fakenews". Doch die Mutter von Andy Murray musste bald schon einsehen, dass Feliciano Lopez wirklich vorhat, am Ende der anstehenden Saison seine Karriere zu beenden.

"Ich möchte aufhören, wenn ich noch wettbewerbsfähig bin. Ich plane, 2019 noch zu spielen, und wenn alles so läuft, wie ich denke, wird das mein letztes Jahr als Profi sein", sagte der 37-jährige Lopez in der Radio-Sendung "El Transistor" des Senders Onda Cero.

Lopez gehört schon lange quasi zum Inventar der ATP-Tour. 1998 bestritt er in Barcelona sein erstes Profiturnier - und verlor als damals 17-Jähriger mit 0:6, 2:6 gegen den Tschechen Jiri Novak. Doch es ging peu à peu bergauf mit dem sympathischen Linkshänder, der bislang sechs Einzeltitel holte. Die Hälfte davon übrigens auf Rasen.

Bereits 2019 ist "Feli" Turnierdirektor in Madrid

Da passt es ins Bild, dass der Sohn eines Tennistrainers und einer Krankenschwester aus Toledo in Wimbledon seine besten Grand-Slam-Ergebnisse feierte. Dreimal erreichte Lopez an der Church Road das Viertelfinale (2005, 2008, 2011). Vor drei Jahren gelang dies dem derzeitigen Weltranglisten-64. auch noch bei den US Open in New York. 2015 stieß der passionierte Real-Madrid-Fan bis auf Platz 12 des Rankings vor.

Und Lopez hat bereits die Weichen für die Zeit nach der aktiven Laufbahn gestellt. Schon 2019 fungiert er als Turnierdirektor des Masters in Madrid. Tommy Haas lässt grüßen - er hat die Rolle in Indian Wells inne.

Wegen Lopez: Murray war sauer auf seine Mutter

Auch Andrea Petkovic wird ihren Kumpel "Feli" sicher vermissen, die Beiden verstehen sich seit Jahren blendend. Der ehemalige Davis-Cup-Champion begleitete die Darmstädterin im vergangenen Jahr am Rande des Turniers im mexikanischen Acapulco via Helikopter zu einem Klippenspringen.

Aus ihrer Begeisterung für Lopez machte Judy Murray nie ein Geheimnis. Sie nannte ihn aufgrund seines Aussehens "Deliciano". Ihr Sohn Andy Murray fand die Schwärmerei seiner Mutter für den Kollegen allerdings nie so witzig.

"Es ist Zeit, dass sie aufhört mit diesem Unsinn", sagte er einst und erzählte folgende Story: "Ich trainierte einmal mit Lopez - und meine Mutter schaute uns zu. Ich rief ihm übers Netz zu: 'Hey Feli, mach' doch ein Foto mit meiner Mom, sie findet dich nämlich schön'. Daraufhin wurde sie knallrot und wollte plötzlich kein Foto mehr machen."

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