Tennis

Andy Murray verärgert über den Turnierdirektor aus Washington

Von Ulrike Weinrich
Andy Murray, Washington
© getty

Andy Murray hat seinen Start beim ATP-Event in Washington 2019 in Frage gestellt. Der Turnierdirektor hatte den Schotten in der vergangenen Saison verärgert.

Andy Murray ist ein Typ, der sagt, was er denkt. Beim zweimaligen Wimbledonsieger klingen die Dinge allerdings nicht so dramatisch wie bei anderen. Was daran liegen mag, dass Murray diese sonore Stimmlage besitzt, die sich ungeachtet der äußeren Umstände eigentlich nie ändert.

Doch der Schotte mit Wohnsitz London verfügt über diese gewisse Ironie, die er auch in schriftlicher Form bestens rüberbringt. Bei einer Fragestunde via Instagram ("Q & A") antwortete er auf die Frage, ob er auch 2019 beim Tournament in Washington starten werde: "Wahrscheinlich nicht"...nachdem ihm der Turnierdirektor - sagen wir - den Kopf gewaschen habe.

Was war passiert? Murray missfielen in der vergangenen Saison Kommentare des Turnierchefs Keely O'Brien. Dieser hatte in der Washington Post die Überlegungen des 31-Jährigen, vor seinem Viertelfinale bei den Citi Open gegen Alex de Minaur (Australier) wegen Erschöpfung zurückziehen zu wollen, harsch kritisiert.

Sanfter Druck des Turnierdirektors ärgerte Murray

"Ich hoffe, dass Andy diese Rolle in seinem Sport und als globales Vorbild für den Nachwuchs auf der Tour und Kinder auf der ganzen Welt wirklich berücksichtigt, dass es nicht in Ordnung ist, einfach aufzugeben, wenn die Dinge hart und die Bedingungen nicht gut sind", hatte O'Brien gesagt.

Dazu muss man wissen: Es war erst Murrays dritte Turnierteilnahme nach seinem Comeback im Anschluss an eine mehrmonatige Pause wegen einer Hüft-OP im Januar 2018. Und der US-Open-Sieger von 2012 hatte in den drei Runde zuvor jeweils drei Sätze zum Weiterkommen benötigt.

Im Achtelfinale stand er beim 6:7, 6:3, 7:6 gegen den Rumänen Marius Copil sogar über drei Stunden auf dem Court und vergoss nach dem Match Tränen. Vorher war "Sir Andy" von Krämpfen geschüttelt worden. Die Partie endete um kurz nach drei Uhr in der Nacht. Murray zog dann vor dem Duell mit de Minaur doch noch zurück - ungeachtet des sanften Drucks von O'Brien.

Murray will im neuen Jahr noch einmal angreifen. Die Saison 2018 schloss er mit einer Bilanz von 7:5 Siegen als 260. der Weltrangliste ab.

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