Tennis

ATP: Alexander Zverev in Shanghai trotz schwieriger Startaufgabe entspannt

Von Jens Huiber
Alexander Zverev und Marin Cilic im Dienste des Shanghai Masters
© getty

Alexander Zverev beginnt am Mittwoch seinen Angriff auf den zweiten Titel bei einem ATP-Masters-1000-Turnier in diesem Jahr. Gegner in Runde zwei wird der Georgier Nikoloz Basilashvili sein (07:00 Uhr, in unserem LIVE-TICKER und auf SKY).

Alexander Zverev hat in Shanghai auf eine Nennung für das Doppel-Tableau verzichtet. Die deutsche Nummer eins konzentriert sich ganz auf seine Aufgaben im Einzel, dort wartet am Mittwoch Nikoloz Basilashvili, nach seinem Erfolg beim ATP-World-Tour-500-Turnier in Tokio neuestes Mitglied der Top 30. Der Georgier hat zumindest bei seinem ersten Auftritt beim vorletzten Masters-1000-Turnier des Jahres nicht einmal ansatzweise Müdigkeit zu erkennen gegeben, Denis Shapovalov in zwei Sätzen mit 6:2 und 6:2 grußlos verabschiedet.

Dass Zverev in Shanghai dennoch auch im Duett auftritt, liegt am Status, den sich der 21-Jährige im Welttennis mittlerweile erarbeitet hat: als einer jener Spieler, mit denen Veranstalter ihre Turniere gerne bewerben. Zverev weiß mit seinem Charme zu überzeugen, das müssen auch etablierte Branchengrößen wie Marin Cilic neidlos anerkennen.

Alexander Zverev in Peking als besserer Spieler ausgeschieden

Zverevs Vorbereitung auf das Turnier in Shanghai ist nicht ganz geschmeidig verlaufen, die Niederlage gegen Malek Jaziri vergangene Woche in Peking kam überraschend, zumal dem Spielverlauf nach. Zverev war der bessere Spieler, ließ in manchen Momenten indes die nötige Konzentration vermissen. Jaziri wiederum erwies sich als Meister der Effizienz, nutzte alle drei Breakbälle, die er vorfand.

Büßen musste das mit sofortiger Wirkung Zverevs Spielgerät, ganz sicher hat auch Ivan Lendl in der Match-Analyse ein paar kritische Worte gefunden.

Das Tennisjahr 2018 ist für Alexander Zverev aber durchaus gut verlaufen, auch wenn sich der Erfolg bei den Grand-Slam-Turnieren noch nicht eingestellt hat. Andererseits: Die Qualifikation für das ATP Finale in London ist so gut wie fix, auch dank starker Vorstellungen bei den ATP-Masters-1000-Turnieren: Sieg in Madrid (im Finale gegen Dominic Thiem), dazu zweimal im Endspiel (Niederlagen gegen John Isner in Miami und Rafael Nadal in Rom), diese Bilanz würde vielen Spielern gut zu Gesicht stehen.

Marin Cilic in Shanghai schon ausgeschieden

Mit Basilashvili trifft Zverev auf einen Spieler, der ihm eigentlich liegen sollte: Der Georgier, seit diesem Sommer trainiert vom Deutschen Jan de Witt, ist ein Freund des Tempospiels, die langsamen Slice-Bälle, mit denen Jaziri Zverev gequält hat, sind Basilashvili eher fremd.

Auf höchster Ebene sind sich Zverev und sein Gegner noch nicht begegnet, 2015 allerdings gab es ein Stelldichein in der Qualifikation von Marseille. Zverev setzte sich damals in zwei Sätzen durch.

Sollte dies dem gebürtigen Hamburger auch in Shanghai gelingen, sieht die Auslosung nicht unfreundlich aus: Auf Zverevs Ast wartete als erster gesetzter Spieler Pablo Carreno Busta, der allerdings bereits gegen Benoit Paire ausgeschieden ist. Im Viertelfinale hätte dann womöglich Marin Cilic gedroht. Aber den hat Zverev beim Außentermin nicht nur ziemlich locker in der Tasche gehabt - Cilic verlor auch gleich sein erstes Match gegen Nicolas Jarry in Shanghai.

Hier das Einzel-Tableau in Shanghai

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