Tennis

Titelverteidiger Alexander Zverev zieht erneut ins Finale von Washington ein

Von tennisnet/SID
Alexander Zverev, Washington
© getty

Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev ist beim ATP-Turnier in Washington D.C. erneut ins Finale eingezogen.

Der Titelverteidiger setzte sich in der Vorschlussrunde mit 6:2, 6:4 gegen den 19 Jahre alten Griechen Stefanos Tsitsipas durch. Damit ist Zverev der erste Profi der Saison, der 40 Matchsiege auf seiner Habenseite hat.

"Wenn man hier das erste Mal gewinnt, fühlt es sich großartig an. Aber wenn man zurückkommt, hat man ein bisschen Druck auf den Schultern, seinen Titel zu verteidigen", sagte Zverev: "Ich habe ein weiteres hartes Match vor mir. Aber wenn ich es schaffe, wird es ein wunderbares Gefühl sein."

Im Endspiel des mit rund 2,15 Millionen US-Dollar dotierten Turniers trifft der 1,96-m-Hüne am Sonntag auf den Australier Alex De Minaur, der sich mit 5:7, 7:6 (8:6), 6:4 gegen Andrej Rublev (Russland) durchsetzte.

Sascha Zverev zum 14. Mal in einem ATP-Finale

Der Hamburger Zverev steht zum 14. Mal in einem Endspiel auf der ATP-Tour, achtmal verließ er den Platz bislang als Sieger. In diesem Jahr gewann die Nummer drei der Welt in München und Madrid, in Miami und Rom scheiterte er jeweils an seinem Endspielgegner.

Der 21-Jährige war gegen seinen zwei Jahre jüngeren Widersacher von Beginn an dominant. Tsitsipas war schnell der Verzweiflung nahe, beim Stand von 4:1 im ersten Satz für Zverev schlug sich die Nummer 32 der Weltrangliste beim Seitenwechsel aus Frust selbst mehrfach ins Gesicht.

Das entscheidende Break im zweiten Satz gelang Zverev zum 5:4, nachdem dieses Spiel zuvor neunmal über Einstand gegangen war. Er musste über die gesamte Spielzeit keinen einzigen Breakball zulassen.

Erstmals seit 23 Jahren wieder vier Halbfinalisten unter 22 Jahren

Im Halbfinale von Washington standen erstmals seit 23 Jahren wieder vier Spieler bei einem ATP-Turnier im Halbfinale, die jünger als 22 Jahre sind. Der 20-jährige Rublev spielt am Samstagabend Ortszeit im anderen Halbfinale auf den 19-jährigen De Minaur.

Zuletzt standen 1995 beim ATP-Turnier im argentinischen Buenos Aires vier Spieler im Halbfinale, die zu diesem Zeitpunkt maximal 21 Jahre alt waren. Der spätere Turniersieger und damals 19 Jahre junge Carlos Moya (Spanien) traf im Halbfinale auf den Tschechen Jiri Novak (20), sein Finalgegner Felix Mantilla (21, ebenfalls Spanien) traf auf seinen Landsmann Alex Corretja (21).

Die erfolgreiche Titelverteidigung in Washington gelang bislang dem argentinischen US-Open-Sieger von 2009, Juan Martin Del Potro (2008/2009), dem einstigen Weltranglistenersten Andre Agassi (1990/1991 und 1998/1999) und dem ehemaligen French-Open-Sieger Michael Chang (1996/1997).

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