Tennis

Andy Murray fordert Dopingtest-Reform: „Das System muss transparenter werden”

Von tennisnet
Andy Murray fordert besseres Dopingsystem
© getty

Andy Murray gehört zu den besten Tennisspielern der derzeitigen Tour und fordert nun mehr Transparenz in Sachen Dopingkontrollen. Dabei erwartet er von den Tennisverbänden mehr Engagement.

Erst vor kurzem äußerte sich Rafael Nadal zum Thema Doping und der Spanier meinte, dass es beinahe unmöglich sei im Tennis zu dopen. Die Kontrollen seien strikt und die ATP würde einen guten Job machen, so Nadal weiter.

Nun äußerte sich auch der Schotte Andy Murray zum Dopingthema und forderte eine Offenlegung der jeweiligen Tests seiner Kollegen und Kolleginnen. Dabei sei vor allem die ungewisse Anzahl der Tests ein wichtiges Thema: "Ich kenne keine Details, offizielle Daten und Fakten wie oft die jeweiligen Profis getestet werden. Vielleicht könnte das Tennis an sich einen besseren Job machen, denn das Dopingtestsystem im Tennis sollte transparenter werden und zeigen wie oft jeder einzelne getestet wird", erklärte Murray bei ESPN.

Im Tennis gilt im Dopingsystem die 7+-Regel, die bei Murray auf Unverständnis stößt. Das Spektrum sei einfach zu groß, so der dreimalige Grand-Slam-Champion: "So wie ich das beurteilen kann ist das manchmal unklar. Ein Spieler muss mindestens siebenmal getestet werden und das ist genug, ein anderer wird aber 20 Mal getestet - das ist offensichtlich ein großer Unterschied."

Murray fordert mehr Tests

Neben mehr Klarheit fordert Murray zudem noch mehr Dopingtests und striktere Regularien. Es ist bekannt, dass die Spieler und Spielerinnen auf der ATP- und WTA-Tour jeden Tag für Dopingtests verfügbar sein müssen.

Laut Murray müsste jedoch noch öfter getestet werden: "Als ich auf die Tour kam wurde ich sehr oft getestet, was jedoch nicht bedeutet, dass es zu oft war. Im Vergleich zu anderen Sportarten werden wir selten auf Doping untersucht. Im Tennis steckt genug Geld, um einen noch besseren Job zu machen und das System zu verbessern."

Der Schotte gilt allgemein als ein großer Kritiker gegenüber Dopingsünder und rief erst neulich für härtere Strafen für ein Dopingvergehen auf.

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