Tennis

Zverev in Madrid gegen den Federer-Schreck

Mittwoch, 09.05.2018 | 08:00 Uhr
Evgeny Donskoy hat sich in Madrid weiter gekämpft
© getty

Der erste Gegner im Einzelwettbewerb des ATP-Masters-1000-Turniers in Madrid von Alexander Zverev steht fest: Es wird am Mittwoch (live auf SKY und in unserem Live-Ticker) der Russe Evgeny Donskoy sein.

Dreht man die Tennisuhr um zwölf Monate zurück, dann war Evgeny Donskoy in einer außergewöhnlichen, einzigartigen Situation: Keinem anderen Spieler war es vor Jahresfrist nämlich gelungen, Roger Federer in der 2017er-Kampagne eine Niederlage beizubringen. Gut, der Schweizer hatte nur vier Turniere gespielt, drei davon allerdings gewonnen. Lediglich in Dubai, gleich zum Auftakt, musste er einem Gegner am Netz gratulieren: Donskoy eben.

Der hatte sich im Wüstenstaat im Tiebreak des dritten Satzes durchgesetzt. Ebenso wie am Dienstag beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid, wo Donskoy 2:41 Stunden benötigte, um sich gegen Aufsteiger Stefanos Tsitsipas durchzusetzen. Der Lohn? Ein Treffen mit Alexander Zverev, der Nummer zwei des Turniers.

Donskoy verliert im Davis Cup gegen Melzer

Siege gegen große Spieler sind bei Donskoy indes eher die Ausnahme - ansonsten würde der 27-Jährige nicht auf Position 90 der ATP-Weltrangliste stehen. Mitte 60, das war in den Charts das Optimum für Donskoy, der 2018 in Melbourne in Runde eins der Australian Open immerhin Florian Mayer geschlagen hat. Beim Davis Cup gegen Österreich in Moskau allerdings entscheidend gegen Jürgen Melzer verlor.

In Dubai lief es für den Russen auch heuer wieder ordentlich, am Ende wurde ein Viertelfinale abgerechnet. Ebenso wie zuvor in Delray Beach. Gegen Alexander Zverev wird Donskoy als krasser Außenseiter starten. Auch weil die deutsche Nummer ein das bisher einzige Duell in Wimbledon 2017 sicher für sich entschieden hat.

Zverev in München problemlos

Zverev wiederum hat die letzten drei Tage des Turniers in München sehr konzentriert und souverän absolviert - und gefühlt in seinen Matches gegen Jan-Lennard Struff, Hyeon Chung und Philipp Kohlschreiber insgesamt ungefähr gleich lange auf dem Court gestanden wie Donskoy gegen Tsitsipas.

Als Nummer zwei genießt Zverev in Madrid nicht nur ein Freilos zum Auftakt - sondern auch die denkbar gemütlichste Position, was ein Treffen mit Rafael Nadal anbelangt: In der unteren Tableau-Hälfte muss Alexander Zverev als Favorit gelten, kann aber frühestens im Endspiel auf den spanischen Titelverteidiger treffen. Zunächst wartet aber erst einmal der Federer-Schreck.

Hier das Einzel-Tableau in Madrid

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