Tennis

Neues von den Davis-Cup-Reformen: Doch Heim- und Auswärtsspiele, aber...

ITF - David Haggerty
© (c) Getty Images

Offenbar soll es nun doch weiterhin Heim- und Auswärtsspiele im Davis Cup geben, allerdings vor dem großen Finale. Auch für den Fed Cup gibt es mittlerweile Reformpläne.

In einem Gespräch mit dem britischen Telegraph gab ITF-Präsident David Haggerty bekannt, dass es nicht nur das vielfach kritisierte Jahres-End-Finale geben solle (an einem neutralen Ort). Die Heim- und Auswärtsbegegnungen würden, zumindest in der Frühphase der jährlichen Austragung, Teil des Davis Cups bleiben.

"Wir werden wohl 24 Heim- und Auswärtsspiele im Februar haben, in der Woche nach den Australian Open", so Haggerty. "Es werden sich also 12 Gewinner ergeben. Sie spielen dann das November-Turnier, zusammen mit den vier Halbfinalisten des Vorjahres sowie zwei eingeladenen Teams." Es sei wichtig für die nationalen Verbände, Begegnungen im eigenen Land zu haben, sagte der US-Amerikaner weiter.

Ein Nachteil für die großen Verbände würde daraus jedoch resultieren: Sollten stets dieselben Teams die Halbfinals erreichen, müssten sie in der Februar-Runde nicht ran und hätten somit keine Davis-Cup-Matches im eigenen Land.

Weiterhin sei möglich, dass das finale Event doch in Europa stattfände, so Haggerty weiter. Vor einigen Monaten hieß es, dieses solle im asiatischen Bereich oder Mittleren Osten ausgetragen werden. "Es wäre einfacher für die Spieler, wenn sie in Europa blieben", so Haggerty in Bezug auf die ATP World Tour Finals in London. Sollten diese jedoch nach 2020 von der britischen Metropole Abschied nehmen, könne sich dies ändern.

Fed Cup soll ähnlich reformiert werden

Auch der Fed Cup soll neu aufgelegt werden. Viele Verbände hatte die ITF kritisiert, dass bei allen Reformplänen zunächst kein Wort über den Mannschaftswettbewerb der Damen verloren wurde. Im kommenden Jahr sollen beide Weltgruppen in eine 16er-Gruppe eingefasst werden. Der Gewinner wird dann im Rahmen eines "Final Four"-Events bei einem der Halbfinalisten ausgespielt werden. 2020 könnte der Fed Cup schließlich genauso ablaufen wie der Davis Cup im kommenden Jahr.

Voraussetzung für die Davis-Cup-Reform allerdings nach wie vor die Zwei-Drittel-Zustimmung von bei der Jahresversammlung der ITF. Für die Fed-Cup-Reform genüge laut Haggerty eine einfache Mehrheit auf Vorstandsebene.

Doch kein World Team Cup?

Auch der angedachte World Team Cup seitens der ATP zu Saisonbeginn in Australien steht offenbar weiterhin in den Sternen. Gegenüber BBC Sport sagte ATP-Chef Chris Kermode: "Es macht keinerlei Sinn, zwei Team-Event zu haben. Ich denke, das wäre verrückt. Hoffen wir, dass es nicht passiert." Man habe sehr gute Gespräche zwischen der ATP und der ITF geführt.

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