Tennis

John Isner debütiert beim ATP-500er-Rasenevent in Halle/Westfalen

SID
John Isner fühl sich auf Rasen wohl
© getty

John Isner ist bereits der vierte Top-10-Profi im hochkarätigen Teilnehmerfeld. Turnierdirektor Ralf Weber: "Einer der Spieler der Saison, ein Mitfavorit auf den Titelgewinn." Auf Titeljagd sind auch Rekordsieger Roger Federer, Alexander Zverev und Dominic Thiem.

Seinen Platz in der Tennisgeschichte hat er sicher, der Mann, der wegen seiner Körpergröße von 2,08 Meter nur "Big John" genannt wird. John Isner, der 32-jährige US-Amerikaner, war 2010 der Sieger im längsten professionellen Match aller Zeiten. Drei Tage nahm diese Partie auf dem Gras von Wimbledon gegen den Franzosen Nicolas Mahut in Anspruch - sie dauerte insgesamt elf Stunden und fünf Minuten.

Den letzten Satz gewann Aufschlag-Spezialist Isner damals mit sage und schreibe 70:68 Spielen, dieser Durchgang allein dauerte 491 Minuten. Nun werden erstmals auch die deutschen Tennis-Fans bei den 26. GERRY WEBER OPEN vom 16. bis 24. Juni 2018 in HalleWestfalen den sympathischen US-Boy aus Greensboro im Bundesstaat North Carolina aus allernächster Nähe beobachten können.

John Isner - "Einer der Spieler der Stunde"

Mit Debütant John Isner, dem aktuellen Masters-Sieger von Miami, wird das ohnehin hochkarätige Teilnehmerfeld von Deutschlands bedeutendstem ATP-Tennisevent im GERRY WEBER STADION weiter aufgewertet und um einen vierten Top 10-Profi ergänzt. Das Quartett aus Top Ten-Stars wird angeführt von Halles Rekord-Champion Roger Federer (ATP-Weltrangliste 2). Neben Alexander Zverev (ATP 3) und Österreichs Ass Dominic Thiem (ATP 7) greift dann auch Isner (ATP 9), die US-amerikanische Nummer eins, in das Rennen um den Siegerpokal in der ostwestfälischen Lindenstadt ein.

"Ich freue mich sehr auf meinen Start in Halle. Ich habe schon so viel Gutes über das Turnier gehört", sagt Isner. Auch Turnierdirektor Ralf Weber ist glücklich über den prominenten Neuzugang auf der Spielerliste: "John ist einer der Spieler der Stunde, einer der Spieler dieser Saison. Er wird sicher auch zu den Mitfavoriten im Titelrennen zählen."

Nach mehr als zehn Jahren auf der ATP World Tour erlebt John Isner derzeit die erfolgreichste Phase seiner Karriere - überragend dokumentiert durch seinen ersten Karriere-Erfolg bei einem Masters-Wettbewerb. Mit dem Endspiel-Triumph von Miami gegen Alexander Zverev zog Isner wieder in die Top Ten ein und egalisierte inzwischen sein Allzeithoch auf der ATP-Weltrangliste mit Platz neun. Im letzten Finale, das auf der Insel Key Biscayne gespielt wurde, kam Isner nach verlorenem Auftaktsatz gegen Deutschlands Nummer eins spektakulär zurück.

Halle bietet stärkstes Feld der Turniergeschichte

Nun gibt es ein Wiedersehen der beiden Finalisten bei den 26. GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen. In Miami hatte Isner vor dem Endspiel-Triumph gegen Zverev auch schon mit zwei weiteren Siegen gegen die Top Ten-Spieler Juan Martin del Potro aus Argentinien und gegen den Kroaten Marin Cilic seine starke Form unter Beweis gestellt. "Wir präsentieren das stärkste Feld der gesamten Turniergeschichte. Die Zuschauer dürfen sich auf einen großartigen Kampf um den Siegerpokal freuen", sagt Turnierdirektor Ralf Weber.

Im Profigeschäft hat sich John Isner besonders als zielgenauer Aufschläger einen Namen gemacht. Bei seinem Rekordsieg in Wimbledon schlug der Aufschlag-Gigant vor acht Jahren gegen Mahut 113 Asse, mehr als jemals ein Spieler in einem Match zuvor und danach. Kürzlich knackte er als vierter Spieler der ATP-Historie die 10.000er-Marke für Aufschlag-Volltreffer. Einen weiteren Rekord hält Isner, zusammen mit Tennis-Pensionär Tommy Haas: Er gewann ein ATP-Turnier, ohne auch nur einen einzigen Breakpunkt zugelassen zu haben. Das war im vorigen Jahr, beim Wettbewerb im amerikanischen Newport (Rhode Island).

In seiner Karriere gewann John Isner bisher dreizehn ATP-Titel, seinen ersten Pokaltriumph feierte er zum Saisonstart 2010 im neuseeländischen Auckland. Beim Turnier in Newport, auf Gras, holte er sich schon drei Mal den Pokal, 2011, 2012 und 2017.

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