Tennis

ATP: Yannick Hanfmann Auftaktgegner von Alexander Zverev in München

Von Florian Heer
Hanfmann gewann seine erste Runde.
© Florian Heer

Yannick Hanfmann lautet der Auftaktgegner von Alexander Zverev beim diesjährigen ATP-Turnier in München. Der 26-jährige Karlsruher ist als einer von drei deutschen Spielern zum Beginn des Hauptfeldes in München in Aktion und besiegte Marcos Baghdatis aus Zypern mit 6:2 und 6:4 in souveräner Art und Weise.

"Ich bin sehr zufrieden. Am Ende wurde es vielleicht noch ein bisschen eng, aber im Großen und Ganzen war das ein guter Auftritt von mir heute," so Hanfmann, der in seinem Erstrundenmatch keinen einzigen Breakball abwehren musste.

Im vergangenen Jahr gelang Hanfmann an gleicher Stelle der Durchbruch auf der ATP-World-Tour, indem er als Qualifikant bis ins Viertelfinale des mit €561,345 dotierten Sandplatzturniers vorstieß. Dieser Achtungserfolg trug wohl auch mit dazu bei, dass der Weltranglisten 118. mit einer Wild-Card in diesem Jahr an den Start gehen konnte.

Yannick Hanfmann: "Ziel sind die Top-100"

"Ich bin vielleicht schon ein bisschen weiter als letztes Jahr, wo das Turnier der Startschuss für einen guten Sommer darstellte. Ich hoffe natürlich, dass mir heuer ähnliches gelingen kann, auch wenn die bisherige Saison vielleicht noch nicht so erfolgreich verlief."

Hanfmann, der an der TennisBase in Oberhaching trainiert, erreichte in 2017 auch sein erstes Finale auf der ATP-World-Tour, welches er gegen Fabio Fognini bei den Swiss Open in Gstaad jedoch verlor. Zum Jahresende krallte er sich noch seinen ersten Erfolg auf der ATP-Challenger-Tour mit einem Triumph vor der eigenen Haustür in Ismaning.

"Das Ziel ist es jetzt in die Top-100 zu kommen. Ich versuche einfach an meinen Sachen zu arbeiten, insbesondere an meinem Aufschlag, um letztendlich besser zu werden. Allerdings wird es nicht leicht werden, da im Sommer auch einige Punkte flöten gehen könnten. Ich habe in dieser Saison viele Turniere gespielt, die ich noch im vergangenen Jahr nicht gespielt habe und dabei nicht die erhofften Resultate erzielt mit vielen Erstrundenniederlagen, die auch an mir genagt haben. Mit jedem Match, das ich jetzt gewinne, hoffe ich wieder besser zu werden und meinen Rhythmus wiederzugewinnen."

Hanfmann war zuletzt in Mittelamerika auf der ATP-Challenger-Tour unterwegs, wo er zusammen mit Kevin Krawietz zwei Doppelerfolge feiern konnte. Für einen gemeinsamen Start der beiden in München hat es aufgrund des Rankings allerdings nicht gereicht.

"Das ist ein bisschen schade, aber ich freue mich auf mein Doppel mit Bachi (Matthias Bachinger, Anm.) morgen. Wir verstehen uns auch sehr gut."

Mit Erfahrung gegen Alexander Zverev

Am Mittwoch geht es dann im Einzel weiter und das gegen keinen geringeren als mit Alexander Zverev den Top-gesetzten Spieler dieses Jahr am MTTC Iphitos.

"Gegen so einen habe ich noch nie gespielt," freut sich Hanfmann auf sein erstes Aufeinandertreffen mit einem Top-10-Crack.

"Das wird bestimmt eine besondere Begegnung und ein tolles Match. Als Vorbereitung werden wir ein paar Matches von ihm ansehen und versuchen sein Spiel zu analysieren. Ich werde auf jeden Fall mein bestes Tennis spielen müssen, um ihn in Bedrängnis bringen zu können. Allerdings gibt es ein paar Sachen, die man sieht. Sascha steht relativ weit hinter der Grundlinie und vielleicht werde ich den ein oder anderen Stopp einstreuen," ließ Hanfmann auf seiner Pressenkonferenz durchblicken.

Noch auf dem Center-Court, direkt nach seinem Erfolg gegen Baghdatis, verriet er mit einem Augenzwinkern eine weitere Taktik für Mittwoch: "Der Alexander Zverev ist ja ein paar Jahre jünger als ich, da werde ich einfach meine ganze Erfahrung ausspielen!"

Auch Matthias Bachinger in Runde zwei

Als zweiter Deutscher ist auch Matthias Bachinger eine Runde weiter. Er hatte sich einen harten Kampf mit dem Kasachen Mikhail Kuskushkin geliefert. Nach 2:42 Stunden und drei Sätzen stand der Münchner Lokalmatador dann als Sieger fest (7:6, 3:6, 6:3).

Auch er hat in der nächsten Runde einen namhaften Gegner, trifft auf den Südkoreaner Hyeong Chung, Sieger des NextGen Finals in Mailand und Halbfinalist bei den Australian Open.

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