Tennis

Kei Nishikori ist wieder da - und bald zurück zu alter Stärke?

Von Maximilian Kisanyik
Kei Nishikori auf dem Weg zurück in der Weltspitze
© getty

Nach langer Abstinenz scheint Kei Nishikori wieder in die Spitze des Welttennis vorzustoßen und präsentierte sich beim ATP-Masters-1000-Turnier in Monte Carlo in toller Verfassung. Was ist für den Japaner in den kommenden Wochen drin?

Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat und Kei Nishikori ebenfalls in den Nadal-Strudel geraten ist, war es ein gelungenes Turnier für den Japaner in Monte Carlo. Mit einem Ergebnis und vor allem einer Erkenntnis, mit der wohl niemand auf der Tour gerechnet hatte.

Nishikosi ist wieder da. Und wie. Schnell, spritzig, gedankenschnell und vor allem auf körperlichem Top-Niveau präsentierte sich der 28-Jährige im Fürstentum und schaltete einen Top-Star nach dem anderen aus. Tomas Berdych, Marin Cilic und Alexander Zverev sind große Namen im Tennis-Circuit und wurden von Nishikori alle in einer Woche besiegt.

"Diese Woche hat mir viel für mein Selbstvertrauen gegeben. Ich habe gut gespielt und bin fast bei meinem höchsten Leistungslevel wieder angelangt", erklärte der Japaner nach der 3:6 und 2:6-Finalniederlage gegen den nun elfmaligen Monte-Carlo-Sieger Nadal.

Die Müdigkeit nach einigen anstrengenden Matches war Nishikori am Finalsonntag anzumerken, das gab der Ex-US-Open-Finalist auch ehrlich zu: "Ich habe die Situation gut angenommen. Mein Körper, vor allem meine Beine waren sehr schwer und müde. Drei Dreisatz-Matches in drei Tagen zu spielen ist hart. Es war physisch nicht einfach."

Nishikori zeigt sich zufrieden

Sympathisch und mit der gewohnten Fokussierung stand Nishikori im Fürstentum auf dem Platz und verzückte die Zuschauer wie zu besten Zeiten. Dabei kam der Ex-Top-10-Spieler erst vor drei Monaten nach einer Handgelenksoperation zurück und steigerte sich nach dem Einstieg bei Challenger-Turnieren wieder in die Top-Klasse der ATP-Tour. Ganz ausgereift ist das Handgelenk allerdings noch nicht. "Ich muss jede Woche mein Handgelenk kontrollieren. Es ist noch nicht bei 100 Prozent; ich muss jeden Tag gut darauf aufpassen", fügte Nishikori an.

Die anstrengende Woche in Monaco ohne Verletzung und Blessuren überstanden zu haben, ist für den verletzungsanfälligen japanischen Superstar ein gutes Zeichen und wegweisend für die Zukunft. "Überglücklich und sehr zufrieden" sei er mit der Momentaufnahme, so Nishikori weiter.

Rückschlag in Barcelona

Dass das hohe Spielniveau keine Ausnahme war, kann der 28-Jährige nun in den kommenden Wochen unter Beweis stellen und sich vielleicht sogar an Nadal für die Final-Klatsche bei einem der kommenden Turniere revanchieren. In Barcelona hatte das einmal mehr nicht funktioeniert. Grund dafür: Nishikori musste in der ersten Runde gegen Guillermo Garcia-Lopez aufgeben. Der langsame Untergrund sei schlecht für sein Handgelenk, erklärte er nach dem Ausscheiden. "Man braucht mehr Spin auf dem Ball, das ist für mich im Moment schwierig", so Nishikori weiter.

Für die anstehenden French Open soll es jedoch wieder reichen und der Untergrund ist bekanntlich etwas schneller, als die restlichen Sandplätze der Welt. Das könnte dem Japaner und seiner fragilen Physis entgegenkommen. Das Masters-Turnier in Madrid und spätestens der große Showdown in Paris werden zeigen, wo es für Nsihikori hingehen wird. Zurück zu alter Stärke? Womöglich.

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