Verletzter Nadal "schwimmt" Richtung Comeback

Von Ulrike Weinrich
Samstag, 17.03.2018 | 17:30 Uhr
Rafael Nadal musste bereits in Melbourne verletzt aufgeben
© getty

Rafael Nadal laboriert weiterhin an einer Verletzung am rechten Hüftbeuger, die er sich bei den Australian Open im Januar zugezogen hatte. Der Spanier will zu Beginn der Sandplatzsaison auf die ATP-Tour zurückkehren. Erste Station soll ab 15. April Monte Carlo sein.

Rafael Nadal, der Rekonvaleszent mit der knallorangenen Badekappe, krault im Pool. Gemächlich, auf der Außenbahn. Zwei, drei Züge, dann zur Seite atmen. Und wieder abtauchen im Chlorwasser. Am Ende der Bahn kommt der 31-Jährige aus den Fluten, hebt den rechten Arm, streckt den Daumen nach oben, zwinkert - und strahlt. Geht es nach dem Gesichtsausdruck von "Rafa", dann scheint "alles Roger" in Sachen Reha. Wie zum Beweis versieht er seinen Instagram-Post mit den Worten: "Cada día mejor/Improving everyday". Was soviel heißt wie: Ich mache jeden Tag Fortschritte. Kein Grund zur Sorge also.

Seine Rückkehr auf die Tour ist für das Tournament in Monaco geplant, das er seit 2005 insgesamt zehnmal gewonnen hat. Der Start im Fürstentum soll die Ouvertüre für die Sandplatzsaison sein, Nadals Wohlfühlwochen sozusagen. Großes Ziel ist Paris, die French Open - und der elfte Titel des Linkshänders in Roland Garros.

Nadal-Doc zuversichtlich - Onkel Toni erzählt von Schmerzen seit 2005

Nadals Stamm-Doc Angel Ruiz Cotorro äußerte sich jüngst zuversichtlich. In einem Interview mit der El Pais sagte er, dass der Bewegungs- oder Bandapparat des Weltranglistenzweiten nicht betroffen sei, nur die Muskulatur. Das mache die Situation nicht ganz so schwierig, meinte der Mediziner weiter. Wegen der Blessur hatte Nadal seine Teilnahme am Sunshine-Double in Indian Wells und Miami absagen müssen. 2018 hat der Mallorquiner bislang nur vier komplette Matches bestritten. Im Viertelfinale von Melbourne hatte er im fünften Satz gegen Marin Cilic (Kroatien) aufgeben müssen.

Sein Onkel Toni, bis vor dieser Saison noch mitreisender Coach des 16-maligen Grand-Slam-Champions, sorgte indes mit einigen Aussagen bei Eurosport für Aufsehen. "Seit 2005 hat Rafael regelmäßig mit Schmerzen zu kämpfen und nimmt Schmerzmittel. Er hat mir oft gesagt, dass er lieber weniger gewonnen, aber dafür weniger Schmerzen auszuhalten gehabt hätte." Trainingseinheiten habe "Rafa" aufgrund der Probleme oft nicht planmäßig beenden können, fügte Toni Nadal an.

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