Thiem trifft Cash beim Kids’ Day in Abu Dhabi

Von Florian Heer
Freitag, 29.12.2017 | 08:01 Uhr
Dominic Thiem (r.) und Pat Cash (l.) in Abu Dhabi
© tennisnet

Es gehört zur Tradition beim Mubadala World Tennis Championship (MWTC), dass neben den Matches auch das Publikum mit einer Vielzahl von Side-Events unterhalten wird. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen oberhalb der 20 Grad-Marke am Donnerstagnachmittag, trifft der Turnierbotschafter und ehemalige Wimbledon Champion Pat Cash auf Dominic Thiem. Die aktuelle Nummer 5 der Welt stellt sich dabei auch den Fragen der kleinsten Besucher.

"Es ist nicht das erste Mal, dass ich in Abu Dhabi bin," stellt Thiem gleich zu Beginn klar. "Ich war bereits hier und habe die Ferrari World besucht. Die Achterbahn ist der Wahnsinn, unglaublich schnell. Falls ich noch einmal die Chance bekommen sollte, werde ich die Tage erneut vorbeischauen."

Auf die Rennstrecke, dem Yas Marina Circuit, hat es der Österreicher allerdings bisher noch nicht geschafft. "Es ist aber auf meiner Liste," so Thiem, der Weihnachten zu Hause verbracht hat. "Während der Off-Season hatte ich lediglich 11 freie Tage, wo ich keinen Tennisschläger angerührt habe. Daher ist es immer schön daheim zu sein. Am 25. Dezember bin ich dann mit ein paar Geschenken von der Familie im Gepäck nach Abu Dhabi gekommen."

Off-Season: Zeit für Experimente

Die Einstimmung auf die neue Saison fand Thiem auf den Kanarischen Inseln. "Die Tennisvorbereitung hatte ich bereits im Vorfeld absolviert. Es waren intensive drei Wochen, wo neue Dinge ausprobiert werden können."

Als Linkshänder, wie Pat Cash als mögliche Neuerung zum Spaß einwirft, wird Thiem allerdings nicht auf den Platz zurückkehren. "Dafür ist mein linker Arm nicht gut genug," lacht Thiem.

"Es wird dabei an verschiedenen Sachen gearbeitet. Weniger vielleicht an der Technik. Es wird auch an der Ausrüstung getestet. Neue Schuhe, neue Saiten, Veränderungen am Schläger. Die Off-Season ist die perfekte Zeit, um an solchen Dingen zu arbeiten. Außerdem waren natürlich viele gute Spieler mit mir im Trainingslager. Unter anderem auch Andrey Rublev, der auch hier in Abu Dhabi ist."

Debüt bei den MWTC

Als der Chelsea-Fan nach seinen Ambitionen bei diesem Turnier gefragt wird, wo er zum ersten Mal teilnehmen wird, gibt er sich bescheiden. "Es gehört sich nicht zu Beginn eines Turniers schon direkt an den Sieg zu denken. Das wäre ein wenig übermütig. Aber natürlich hoffe ich als Sieger weiter zu reisen."

250,000 US-$ wird der Wüstenchampion am Ende auf seinem Konto verbuchen können. Besonders interessiert ist der 24-jährige an den Matches von Spielern gleichen Alters.

"Ich schaue besonders gerne die jungen Spieler auf der Tour. Viele gehören meiner Generation an und es ist interessant zu verfolgen, wie sie spielen. Da kann man schon beobachten, wen ich in den nächsten Jahren auf der Tour gegenüberstehen werde," lässt Thiem in seine "Hausaufgaben" blicken.

Auf die Frage, wer seine Lieblingstennisspielerin ist, konnte es unter breiten Kichern der rund 50 anwesenden Kindern natürlich nur eine Antwort geben: "Kiki Mladenovic!" Seit einigen Wochen ist bereits bekannt, dass die Französin und der Österreicher ein Paar sind.

Herausforderung Djokovic

Novak Djokovic, der auch zum Teilnehmerfeld in Abu Dhabi zählt, bezeichnet Thiem als seinen bisher härtesten Gegner. "Gerade in seiner Glanzzeit, war es unglaublich schwierig gegen ihn zu spielen. Natürlich kann es unangenehm sein Roger Federer oder Rafael Nadal auf dem Platz gegenüberzustehen. Da kann der Spaß schon schnell mal aufhören. Die können dich ziemlich schlecht aussehen lassen."

Obwohl er Sushi als sein Lieblingsessen bezeichnet, hat Thiem den letzten Abend vor Turnierbeginn in Nurs-Et verbracht, eine der Top-Adressen in Abu Dhabi, wenn es um gute Steaks geht.

Über seine Hobbies gibt Thiem im weiteren Verlauf natürlich auch gerne Auskunft: "Ich liebe es Fußball zu spielen. Vielleicht sogar mehr als Tennis. Mit meiner eigenen Mannschaft sind wir gegen eine slowenische Auswahl von Tennisspielern während der Off-Season angetreten. Ich greife dabei als zentraler Mittelfeldspieler ein und lenke das Geschehen," erzählt er mit einem Grinsen und ergänzt: "Aber meine Eltern sind beide Tennislehrer. Bereits in sehr jungen Jahre war ich auf dem Tennisplatz und dann gab es einen Punkt, wo ich angefangen habe zu spielen." Eine in jeder Hinsicht wohl gute Entscheidung.

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