Karsten Braasch startet bei der Ü50-WM - und schweigt

Kein Kommentar zu Serena-Rematch

Dienstag, 07.11.2017 | 11:51 Uhr
Karsten Braasch
© GEPA

Karsten Braasch erinnert sich an sein "Battle of the Sexes" - an eine Revanche gegen Serena Williams denkt er jedoch nicht.

Am 23. November startet nach Borg/McEnroe gleich der zweite Tennisfilm des Jahres: Battle of the Sexes erzählt die Geschichte des bekanntesten Geschlechterkampfs im Tennis, im Jahr 1973, zwischen dem 55-jährigen Zocker und Sprücheklopfer Bobby Riggs (der ein Vermögen auf seinen eigenen Wimbledonsieg 1939 gesetzt hatte) und der 30-jährigen Billie Jean King, die gerade in Wimbledon ihren zehnten Major-Titel geholt hatte. King siegte in souveränen drei Sätzen und revanchierte damit Margaret Court, die einige Monate zuvor glatt gegen Riggs verloren hatte.

Ein "Battle of the Sexes" der kleineren, aber in deutschsprachigen Gefilden umso bekannteren Art, fand 1998 statt, auf einem Nebenplatz bei den Australian Open. Karsten Braasch stellte sich der mutigen Ansage der damals 17-jährigen Serena Williams, einen männlichen Profi außerhalb der Top 200 schlagen zu können.

Braasch war zu jener Zeit auf Rang 203 notiert und besiegte zunächst Serena mit 6:1, im Anschluss ihre große Schwester Venus mit 6:2 - ohne jedoch zu ernst zu spielen. "Meine Trainingsvorbereitung beinhaltete eine gemütliche Runde Golf am Morgen gefolgt von einigen Radlern. Ich tauchte auf dem Platz angemessen entspannt auf", erinnerte er sich einst. Williams gab zu, dass Braasch viele Bälle erlaufen hätte, die auf der Damentour Winner gewesen wären.

"Die Katze" ist momentan gut drauf

Braasch ist aktuell als Trainer tätig - und selbst noch aktiv. Bei der Ü50-Weltmeisterschaft in Miami ist er in dieser Woche an Position zwei gesetzt, aktuell stellt er die Nummer drei der Herren-Weltrangliste bei den Ü50ern und weist eine Jahresbilanz von 30 Siegen bei nur 2 Niederlagen auf. "Ich liebe den Wettkampf und mag es, mich herauszufordern. Es ist großartig, vor allem hier in Miami", sagte Braasch im Vorfeld der WM, bei der er nach zwei glatten Siegen im Achtelfinale steht .

Ob es irgendwann mal zu einer Revanche gegen die Williams-Sisters kommt, steht allerdings in den Sternen. Als er im Rahmen der WM gefragt wurde, wie er sich heute gegen Serena schlagen würde, verkniff sich "die Katze" eine Antwort.

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