Günter Bresnik über seine Art der Vater-Sohn-Beziehung mit Dominic Thiem

"Tapetenwechsel ist Unsinn"

Donnerstag, 09.11.2017 | 09:58 Uhr
Günter Bresnik mit seinem Vorzeigeschüler Dominic Thiem
© getty

Günter Bresnik äußert sich zur Formkrise von Dominic Thiem und erklärt, warum ein Trainerwechsel sinnlos wäre.

Nein, so richtig läuft es nicht im Herbst 2017 bei Dominic Thiem. Nur zwei von sieben Partien gewann der Lichtenwörther nach den US Open; vorm Masters in Paris wurde eine Auszeit wegen einer langwierigen Verletzung angedacht, dann aber verworfen. Trotzdem steht Thiem mit Rang vier so hoch wie nie zuvor im Ranking, für Coach Bresnik "viel mehr, als ich zu Saisonbeginn erwartet hatte", wie er im Gespräch mit kurier.at erklärte. "Auf der anderen Seite bin ich enttäuscht, weil auch Platz drei möglich gewesen wäre. Er hat einige Partien als besserer Spieler verloren. Aber dieser Platz ist ein Meilenstein für Österreichs Tennissport. Dominic hat sich das erarbeitet und verdient", so Bresnik weiter.

Dass Thiem ausgerechnet jetzt aufgestiegen ist, liegt am 52-Wochen-Weltranglistensystem, für viele Halbexperten ein Buch mit sieben Siegeln. Und genau die sollten dann eben ruhig sein, meint Bresnik. "Aber im Sport reden alle mit, weil sie glauben, sie kennen sich aus. Im Sport redet jeder Dodel mit."

Thiems Formkrise selbst habe mehrere Gründe, so der Erfolgscoach. Zu viele Belagswechsel, teils schlechte Trainingsleistungen, teils bittere Niederlagen, zuletzt eine Zehenverletzung, die aber ausgeheilt sei.

Die Coach-Schüler-Beziehung zwischen ihm und Theim sei "wie eine Vater-Sohn-Beziehung", die altersgemäß wachse. "Anfangs geht's darum, einem Kind das Flascherl zu geben, mit 20 berät man ihn, welches Studium er machen soll. So ist das bei uns auch." Ein Tapetenwechsel, wie immer wieder von Kritikern angeregt, sei kein Thema. "Ich kenne Dominic, er kennt mich. Bei einem neuen Trainer ist dies nicht der Fall."

Das ganz Interview lest ihr hier!

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung