Die ATP macht sich Gedanken bei Ausfällen

Verletzt - und was nun?

Sonntag, 15.10.2017 | 20:55 Uhr
Del Potro erlitt im Viertelfinale von Shanghai einen Prellung am Handgelenk
© getty

Kann ein Spieler nicht zum Halbfinale oder gar Finale antreten, ist es vor allem für die Zuschauer bitter. Aber was tun? Die ATP macht sich zumindest Gedanken.

Da haben sie in Shanghai am Samstag alle gezittert. Nachdem Juan Martin del Potro im Viertelfinale auf sein ohnehin lädiertes Handgelenk gefallen war, stand die große Frage im Raum: Ist er zum Match gegen Roger Federer wieder fit?

Ein Ausfall wäre - außer für del Potro selbst - vor allem für die Zuschauer bitter gewesen, hätten sie so außerhalb der Doppelkonkurrenz nur ein Einzel sehen können. Im konkreten Fall war "Delpo" fit und lieferte Federer ein großes Match, dennoch gab auch die ATP zu, Situationen wie diese überdenken zu wollen.

Der ehemalige Profi und aktuelle Chief Player Officer Ross Hutchins sagte gegenüber dem britischen Sky Sports, man habe Situationen wie diese betrachtet - sei aktuell jedoch noch nicht bereit, etwas an der bestehenden Regelung zu ändern. Zu viele Dinge würden davon abhängen. Man müsse so zum Beispiel die bereits ausgeschiedenen Profis in Turniernähe behalten, und auch die Weltrangliste wäre betroffen. "Es hätte einen großen Einfluss, was die Bonuszahlungen angeht, auch das Ranking selbst", so Hutchins. "Aber es gibt dieses System zwischen Qualifikation und Hauptfeld (wenn ein bereits ausgeschiedener Spieler als Lucky Loser nachrückt, Anm. d Red.). Daher schauen wir uns das an."

"Wir hatten schon diverse Diskussionen darum und es ist eine Sache, die wir weiter beobachten", so Hutchins weiter. "Wir bitten die Turniere auch, sich dessen bewusst zu sein. Wir ermutigen sie, großartige ehemalige Spieler vor Ort zu haben, die das Publikum unterhalten können."

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