Mit Kevin Anderson hat Dominic Thiem mehrere Rechnungen offen

Anspielen gegen die Bilanz

Donnerstag, 03.08.2017 | 15:11 Uhr
Kevin Andersons Bilanz gegen Dominic Thiem ist makellos
© GEPA
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Wie erwartet, steht für Dominic Thiem in der dritten Runde des ATP-World-Tour-500-Turniers von Washington eine höchst unangenehme Aufgabe an: Kevin Anderson, gegen den die österreichische Nummer eins noch nie gewonnen hat.

Dass Kevin Anderson Malek Jaziri mit 6:4 und 6:1 abgezogen hat, muss dessen Drittrunden-Gegnerin Washington, Dominic Thiem, nicht nachhaltig verunsichern. Schließlich hat der Österreicher, der in der US-Hauptstadt an Position eins gesetzt ist, zum Auftakt selbst eine äußerst formidable Leistung gezeigt, sich mit dem Schweizer Henri Laaksonen aufgehalten. Thiem war dabei nach einer langen Regenverschiebung wie ein Rennpferd aus der Startbox gekommen, hatte Laaksonen schon nach neun Minuten die Schneid abgekauft. Da stand es 3:0.

Günter Bresnik indes mahnt wie immer zur Vorsicht, vor ein paar Tagen schon, als das Match gegen Anderson noch gar nicht feststand. "Ein sehr intelligenter Spieler", so Bresniks Urteil über den Südafrikaner. "Und der bewegt sich nach seiner Verletzung noch besser als davor." Keine Selbstverständlichkeit für einen Mann, dessen Größe die ATP offiziell mit 2,03 Metern angibt. Anderson hat schon einmal kurz Top-Ten-Luft geschnuppert, dann hat der Körper nicht mitgespielt, jetzt rangiert der 31-Jährige auf Platz 45 der Welt.

Die Ehefrau spricht

Und geht dennoch als zumindest gleichberechtigter Spielpartner in die Partie mit dem siebtklassierten Österreicher - schließlich hat Kevin Anderson gegen Dominic Thiem eine makellose Bilanz: fünf Matches, fünf Siege. Die Ergebnisse sind im Laufe der gemeinsamen Geschichte enger geworden, 2015 in der Halle von Paris-Bércy hätte Thiem eigentlich zuschlagen können. "Dominic hat Matchball gehabt, und den muss er machen", sagt Bresnik, der am Mittwoch noch den erstaunlichen Lauf von Sebastian Ofner in Kitzbühel bestaunt hat.

Die Bilanz von Kevin Anderson ist 2017 mit 17:12 Match-Erfolgen deutlich positiv, zuletzt in Wimbledon war er im Achtelfinale Sam Querrey erst nach fünf harten Sätzen unterlegen. Der 31-Jährige ist ein Typ der ruhigen Sorte, wenn es öffentlich etwas zu sagen gibt, hat dies in den letzten Jahren hin und wieder auch Ehefrau Kelsey übernommen, für alle Interessierten zugänglich auf ihrem Blog.

Wie man mit einer 0:5-Bilanz umgeht, hat Dominic Thiem 2017 allerdings schon gezeigt: Genau so war der Lichtenwörther in sein Viertelfinale bei den French Open gegen Novak Djokovic gegangen, drei Sätze später hatte Thiem angeschrieben. Die Partie gegen Kevin Anderson wird die dritte im Stadium sein, Spielbeginn nicht vor 17:00 Uhr Ortszeit (23:00 Uhr MESZ).

Hier das Einzel-Tableau in Washington

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