Tennis

Unorthodox und gefährlich

Donnerstag, 17.08.2017 | 09:44 Uhr
Adrian Mannarino hat überraschend Sam Querrey besiegt
© getty

Dominic Thiem trifft im Achtelfinale des ATP-Masters-1000-Turniers von Cincinnati nicht wie erwartet auf Sam Querrey, sondern einen Mann, gegen den der Österreicher eine perfekte Bilanz hat: Adrian Mannarino aus Frankreich.

Dominic Thiem hat sein Auftaktmatch gegen Fabio Fognini am Dienstag in Cincinnati souverän bestritten, dem Italiener beim 6:3 und 6:2 am Dienstag keine Chance gelassen. Den darauffolgenden Ruhetag hätte die österreichische Nummer eins nicht zwangsweise gebraucht, zumal auch die Zerstreuung im Doppel nach der Niederlage mit Partner Karen Khachanov gleich in Runde eins wegfiel. Der Russe darf sich ebenso wie Thiem auf den Einzel-Wettbewerb konzentrieren, die Chancen auf den Viertelfinaleinzug Khachanovs sind vor dessen Partie gegen Yuichi Sugita als durchaus positiv zu bewerten.

Thiem wiederum durfte mit einem Wiedersehen mit Sam Querrey rechnen, muss sich nun aber mit Adrian Mannarino auseinandersetzen. Grundsätzlich kein Anlass zur Besorgnis für den Lichtenwörther, schließlich führt er in der internen Bilanz mit 4:0. Zuletzt haben sich die beiden in Acapulco gesehen, Thiem blieb in zwei Sätzen erfolgreich.

Leeres Tableau

Vorsicht ist natürlich dennoch angebracht, zumal der unorthodoxe Linkshänder in der vergangenen Woche in Montreal ebenfalls einen Lokalmatador aus dem Wettbewerb genommen hat, Milos Raonic nämlich. Um dann gegen Aufsteiger Denis Shapovalov doch in drei Sätzen zu verlieren. In Wimbledon wiederum hielt sich Mannarino an Landsmann Gael Monfils schadlos, Dominic Thiem wird zweifellos gewarnt sein.

Der Österreicher hat aus dem Vorjahr ein Viertelfinale zu verteidigen, er geht qua Weltrangliste als Favorit in die Partie. Gegen Fognini hat der Aufschlag wieder besser funktioniert, die Spieleröffnung hat dem Niederösterreicher etwa in Washington beim Aus gegen Kevin Anderson größere Probleme bereitet. Nach der Niederlage gegen Diego Schwartzman in Montreal zeigte sich Thiem etwas ratlos, Coach Günter Bresnik mahnte aus der Ferne, die Ruhe zu bewahren: Grundsätzlich spiele Dominic sehr gutes Tennis. Und die Chancen zum Sieg gegen den Argentinier waren ja vorhanden.

Thiem ist als Nummer drei der nach Rafael Nadal am höchsten gesetzte Spieler, der Spanier würde bei papierformgemäßem Verlauf im Halbfinale warten. Die untere Tableau-Hälfte ermangelt in Absenz von Roger Federer und nach der Niederlage von Alexander Zverev eines großen Favoriten, Grigor Dimitrov könnte in die plötzlich entstandene Lücke stoßen.

Die Partie von Dominic Thiem ist als drittes Match auf dem Grandstand angesetzt, Spielbeginn ist nicht vor 20:00 MESZ.

Hier das Einzel-Tableau in Cincinnati

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