DTB-Vize Hordorff stellt Hamburg-Turnier infrage

DTB will mehr Geld für Rothenbaum-Turnier

Von SID
Mittwoch, 31.05.2017 | 12:13 Uhr
Hamburger Rothenbaum
© GEPA
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Der Deutsche Tennis Bund stellt die Zukunft des traditionsreichsten Tennisturnier in Deutschland am Hamburger Rothenbaum infrage.

Der Deutsche Tennis Bund (DTB) will künftig mehr Geld für sein Vorzeigeturnier am Hamburger Rothenbaum und stellt die Zukunft der traditionsreichen Veranstaltung in der Hansestadt infrage. "Wir sind auch offen für einen Wechsel", sagte DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff der Süddeutschen Zeitung. Er betonte, dass man "die Lizenz nicht mehr so billig hergeben" werde "wie vor zehn Jahren".

Stich reagiert gelassen

Das "richtige Turnier" weiterzuentwickeln, sei für den Verband eine "wichtige wirtschaftliche und strategische Frage", ergänzte Hordorff. Künftig wolle der DTB "stärker involviert sein und sich auf der Anlage besser repräsentieren."

Die Hamburger Veranstalter unter der Leitung des früheren Wimbledonsiegers Michael Stich, die noch bis 2018 über die Lizenz verfügen, reagierten gelassen. "Wir sind in guten Gesprächen mit dem Deutschen Tennis Bund", sagte Stich dem SID am Mittwoch.

Der DTB sei mit der Entwicklung des Turniers sowie mit der Ausrichtung "sehr zufrieden, das hat uns das Präsidium so bestätigt. Der DTB habe "uns auch darüber informiert, dass er mit anderen Bewerbern im Gespräch ist und alternative Austragungsorte denkbar sind".

"Leuchtturm-Event in Deutschland"

Stich bezeichnete das Rothenbaum-Turnier als "das Leuchtturm-Event für den Tennissport in Deutschland. Dass der DTB dies zukünftig stärker für sich nutzen möchte, können wir nachvollziehen. Wir haben dazu Ideen vorgestellt, die beim DTB gut angekommen sind."

Insgesamt sollen sich vier deutsche Bewerber für die Austragung interessieren. "Tennis boomt international. Die Lizenzgebühren für ATP-Turniere sind in den letzten zehn Jahren enorm gestiegen. Es ist verständlich, dass der DTB als Lizenzinhaber davon profitieren möchte. Wir werden jetzt auf die Stadt zugehen und erfragen, wie sie uns dabei helfen kann, das medial reichenweitenstärkste Sportevent Hamburgs auch nach 2018 in der Hansestadt zu halten", sagte Stich.

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