Novak Djokovic über den Weg zurück zu sich selbst

Auf der Suche nach dem verflogenen Zauber

Dienstag, 16.05.2017 | 08:06 Uhr
Novak Djokovic sucht weiterhin nach seinem "Mojo"
© getty
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Zwischen den ATP-Masters-1000-Turnieren in Madrid und Rom gewehrt Novak Djokovic spannende Einblicke in sein Seelenleben. Er befinde sich derzeit in einer "Übergangsphase", sagte der Weltranglisten-Zweite gegenüber spanischen Medien.

Wie schnell sich die Zeiten doch ändern. Vor exakt 52 Wochen führte Novak Djokovic die Weltrangliste mit über 9000 Punkten Vorsprung an, nachdem er in Madrid abermals nicht zu schlagen war. Ein Jahr später bezeichnet der ehemalige Branchenprimus die Halbfinalteilnahme an gleicher Stelle als Schritt in die richtige Richtung.

"Wir werden sehen, ob ich die Woche als Sprungbrett für das nächste halbe Jahr nutzen kann. Vielleicht dauert es aber auch länger, bis ich wieder da bin, wo ich hin will", sagte der Serbe in einem ausführlichem Interview mit ABC, Marca und El Mundo.

Geduld während der Übergangsphase

Djokovic hatte seit 2014 nicht mehr gegen seinen Dauerrivalen Rafael Nadal verloren. Der Einzug in die Vorschlussrunde in Madrid wertete der 29-Jährige dennoch als Erfolg: "Mein Spiel ist zwar immer noch nicht da, aber ich bin glücklich, hier mein bestes Saisonresultat erzielt zu haben." Ein neues Kapitel seiner Karriere habe nun begonnen. "Ich befinde mich in einer Übergangsphase", erklärte der "Djoker".

Nach der Vervollständigung des Karriere-Grand-Slams in Roland Garros sei er in ein Motivationsloch gefallen. Der Zauber war verschwunden und ist immer noch nicht wieder vollständig zurückgekehrt. Djokovic mahnt zur Geduld: "Warum soll ich mich stressen? Ich könnte den Schläger zur Seite legen, habe eine Familie und bald ein zweites Kind."

Inspiration für den Neuanfang

Die Sehnsucht nach großen Siegen treibe ihn aber immer noch an. "Es geht jetzt darum, in sich hineinzuhorchen. Neue Inspiration und Motivation für einen Neuanfang freizulegen. Die Resultate werden folgen", ist sich Djokovic sicher. Auch die Trennung von seinem langjährigen Betreuerteam um Coach Marian Vajda habe nichts an seinem Ehrgeiz geändert.

Die vergleichsweise ernüchternden Ergebnisse der letzten sechs, sieben Monate lösen bei ihm ein "interessantes Gefühl" aus. "So ist das Leben, es läuft in Zyklen ab. Diese Situationen kenne ich bereits aus der Vergangenheit, wenn auch mit kleineren Ausschlägen. Ich lerne und wachse immer noch, und hoffe, dass sich meine Arbeit bald auf dem Platz auszahlt", bemerkte der zwölffache Grand-Slam-Champion, für den in Rom eine Serie auf dem Spiel steht.

In den vergangenen vier Jahren konnte Djokovic immer mindestens ein Sandplatz-Masters für sich entscheiden.

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