Mittwoch, 17.05.2017
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Die Umzugspläne der Italian Open sind vorerst vom Tisch

Die Zukunft liegt im Foro Italico

Ein Umzug der Italian Open nach Mailand scheint im Moment nicht mehr zur Debatte zu stehen, wie der Präsident des Italienischen Tennisverbandes in Rom dieser Tage bekannt gab.

Auch der Center Court soll ausgebaut werden
© getty
Auch der Center Court soll ausgebaut werden

Den Umstand, dass ab 2017 zum Ende des Tennisjahres ein größeres Turnier der ATP-Tour in Mailand stattfinden wird, das #NextGen-Finale, darf man auch als Votum für den Verbleib der Italian Open auf der traditionellen Anlage des Foro Italico in Rom werten. Natürlich: Die Anforderungen für ein Event mit acht Einzelspielern sind nicht zu vergleichen mit jenen, die dieser Tage in der italienischen Hauptstadt zu befriedigen sind: Zwei 56er-Raster bei Damen und Herren, dazu noch die beiden Doppel-Wettbewerbe.

Das Interesse der Tennisfans ist jedenfalls riesig, vom ersten Tag an, wie etwa die vollen Tribünen beim Match von Jan-Lennard Struff gegen Bernard Tomic eindrucksvoll illustrierten. Eine Kapazitätserweiterung scheiterte bis jetzt allerdings an behördlichen Auflagen, so auch eine Überdachung des Center Courts. "Nach vielen Jahre, in denen nur geredet und noch weniger getan wurde, bin ich endlich optimistisch", sagte nun Angelo Binaghi, der Präsident des Italienischen Tennisverbandes. "Es kommt mir so vor, als hätten die Behörden verstanden , dass das Turnier profitieren würde."

Mehr Zuschauerplätze

Binaghi hatte sich vor der aktuellen Ausgabe des kombinierten Damen- und Herren-Turniers übrigens gegen eine Wildcard für Maria Sharapova ausgesprochen - zumal mit Francesca Schiavone eine verdiente Spielerin seines Verbandes dadurch kein automatischer Platz im Hauptfeld zugestanden werden konnte. Andererseits ist die Russin natürlich eine Garantin dafür, dass die Ränge des Center Courts vollbesetzt sind. Jenes Platzes, dem Binaghi im Zuge der möglichen Renovierung gerne noch ein paar zusätzliche zu den jetzt bestehenden 10.000 Plätzen verpassen möchte.

Darüber hinaus macht sich der Funktionär Hoffnungen, dass die Italian Open ab 2019 zu einem Masters-1500-Turnier aufsteigen: "Die ATP denkt über eine höhere Kategorie nach. Es wäre eine tolle Sache für die Zuschauer, die die Stars dann anstatt sieben zwölf bis 15 Tage bewundern könnten."

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Jens Huiber

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Jens Huiber

Jens Huiber(Redaktion)

Jens Huiber, Jahrgang 1970, schreibt seit 2014 für tennisnet.com. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der LMU München hat er zwei Jahre beruflich in den USA verbracht und bereichert seit 2011 die Web-Sportlandschaft mit seinem Projekt sportradio360.de. Als DFB-C-Lizenzinhaber hat er auch ein Auge auf den Fußball, die Präferenzen liegen indes eindeutig im Tennisbereich - mit Ausreißern zum US Sport und dem alpinen Skiweltcup.

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