Sonntag, 19.03.2017
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Roger Federer und Co. haben prominente Vorbilder

Federers Boyband - nicht konkurrenzlos

Der kleine Abstecher in die Musikwelt wird von erfolgreichen Sportlern immer wieder gerne in Angriff genommen. Die Ergebnisse fallen dabei höchst unterschiedlich aus.

Ein Trio mit musikalischer Zukunft?
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Ein Trio mit musikalischer Zukunft?

Machen wir uns nichts vor: Sollte die große Adele ab und zu zum Tennisschläger greifen, wäre die Verwechslungsgefahr mit einer erfolgreichen Spielerin auf der WTA-Tour auch eher gering. In erster Linie sind also der Mut, das Selbstvertrauen, die völlige Ignoranz gegenüber dem absoluten Gehör zu loben, wenn sich Profi-Sportler dem Musikfach widmen. Auf großen Zuspruch der Kritiker stoßen dabei nur die wenigsten, ein ehemaliger Baseball-Profi der New York Yankees, Bernie Williams, soll seine Sache indes beinahe überragend machen.

Gut. Aber selbst bei den musikalisch ambitionierten Damen und Herren aus dem Tennis-Genre lässt sich festhalten: Üben hilft (technische Nachbearbeitung womöglich auch). Begonnen hat das Trio Infernale mit Roger Federer, Grigor Dimitrov und Tommy Haas nämlich so...

Ein paar Wochen und ein aufwendiges Arrangement später spürt der verkappte Musikagent schon eindeutig Hitpotentzial...

Das Auge hört natürlich mit bei den galanten Herren rund um den Turnierdirektor von Indian Wells. Und ihre angenehme Erscheinung mag auch Caroline Wozniacki dabei geholfen haben, sich in die Hitparaden zu singen. Arnold Schönberg hätte sicherlich seine Freude an der wunderbaren Caro gehabt, auch wenn sie gerade mal die Hälfte seiner zwölf Töne zur Aufführung gebracht hat.

Wohl dem indes, der auch am Instrument brilliert. Und auch in dieser Hinsicht hat Vater Bryan alles richtig gemacht. Bob und Mike behandeln Klavier und Gitarre mithin noch virtuoser als das Tennisracket.

Apropos Gitarre. Der legendäre Mats Wilander erweist sich ebenfalls als rhythmischer Feinmotoriker, allerdings in der frühen Phase seiner Karriere. Nur so ist zu erklären, dass Mats seine schwedische Volksweise in der damals gängigen Arbeitskluft vorträgt. Wohl, um bei den nicht tennisaffinen Fans die richtigen Assoziationen hervorzurufen.

In etwa dieselbe Epoche, marginal andere Stilrichtung und dazu noch optimale professionelle Unterstützung durch Roger Daultrey - John McEnroe und Pat Cash.

Zurück in die Gegenwart, fast die Zukunft. Alexandr Dolgopolov empfiehlt sich nachdrücklich als Solo-Act für jede Spielerparty, auch wenn das undankbare Publikum in Umag die Brillanz der Aufführung nicht mit dem gebührenden Enthusiasmus adelt.

Der Kreis schließt sich mit dem "Maestro", dem man auf jeden Fall attestieren muss, dass er in fast jeder Singgruppe zu Höchstleistungen aufläuft.

Roger Federer im Profil

Jens Huiber

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Jens Huiber(Redaktion)

Jens Huiber, Jahrgang 1970, schreibt seit 2014 für tennisnet.com. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der LMU München hat er zwei Jahre beruflich in den USA verbracht und bereichert seit 2011 die Web-Sportlandschaft mit seinem Projekt sportradio360.de. Als DFB-C-Lizenzinhaber hat er auch ein Auge auf den Fußball, die Präferenzen liegen indes eindeutig im Tennisbereich - mit Ausreißern zum US Sport und dem alpinen Skiweltcup.

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