Die Perspektiven für das Tennisjahr 2017

Reichlich Hauptdarsteller aus dem deutschsprachigen Raum

Montag, 02.01.2017 | 18:30 Uhr
Angelique Kerber geht äußerst entspannt ins Jahr 2017
© getty

Die Geschichten, die im Tennisjahr 2017 zu schreiben sind, werden hoffentlich auch einen starken Einschlag Richtung Deutschland, Österreich und der Schweiz haben.

Der Tenniszirkus hat wieder geöffnet - und auf mehreren Kontinenten sind die ersten Vorstellungen schon gelaufen. Nach einer mehr oder minder langen Pause - für manche dauerte sie gerade mal zwei Wochen - gilt es bei den Auftaktwochen die Form zu finden, sich wieder zurechtzufinden in der Hochleistungsgesellschaft oder auch mit neuem Betreuer-Personal eine Arbeitsgrundlage im Ernstfall zu finden. Wenn nicht alles täuscht, liegt ein spannendes Jahr vor uns - ein Jahr mit vielen Unwägbarkeiten und hohem Überraschungspotenzial. Allein die Frage, wie "Maestro" Roger Federer den Wiedereinstieg nach der längsten (Zwangs-)Auszeit seiner Karriere meistert, dürfte Medien und Millionen Fans in den Bann ziehen. Zu Saisonbeginn spielt Federer erst einmal beim Hopman Cup in Perth, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der gemischten Doppelteams.

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Aus der deutschsprachigen Perspektive liegen weitere brisante Fragen auf dem Tisch: Wie wird es Angelique Kerber gelingen, ihren Platz auf dem Gipfel und an der Sonne zu verteidigen? Oder schnappen ehrgeizige Herausforderinnen - nicht zwangsläufig Serena Willliams - den Top Spot auf mittlere Frist wieder weg? Wichtig für die Kielerin werden die Australian Open, denn mit einem starken Ergebnis dort dürfte ihr Platz eins bis zum Saisonhöhepunkt kaum zu nehmen sein. In die erste Jahreshälfte fällt natürlich auch das Comeback von Maria Sharapova - ein Ereignis, das nicht nur im engreren sportlichen Sinne für höchste Beachtung sorgen wird. Man darf gespannt sein, wie die Szene auf die Rückkehr der wegen Dopingvergehen gesperrten Russin reagieren wird - ob das nun Mitspielerinnen, Turnierveranstalter oder Medien betrifft. Fakt ist: Sharapova hat törichte Fehler gemacht, sie eingestanden und dafür gebüßt. Sie hat ein Anrecht auf eine faire Rückkehr, was nicht heißt, dass sie die auch bekommt.

An Spannungsmomenten dürfte kein Mangel bestehen, auch nicht bei vielen Hauptdarstellern aus dem deutschsprachigen Raum. Da richtet sich der Blick unweigerlich auf Teenager Alexander Zverev, der seinen exquisiten Platz in der erweiterten Weltspitze verteidigen will - und sogar noch ein wenig weiter nach oben schielt. Aber auch die Sorgenkinder Andrea Petkovic und Sabine Lisicki haben eine wegweisende Saison vor sich - schaffen sie es zurück in die Spitzenregionen oder haben sie ihre allerbesten Karrieretage schon hinter sich? Und dann wäre da ja auch noch einer der Shootingstars der Saison 2016, der Österreicher Dominic Thiem? Er steht vor der Herkulesaufgabe, eine Paradesaison wie 2016 zu bestätigen und an diese Erfolge anzuknüpfen. Zuletzt noch diese Fragen für die Schweizer Tennisfans - neben der Causa Federer? Wo schlägt Wundertüte Stan Wawrinka wieder zu? Und wie schafft die verletzungsgeplagte Belinda Bencic den Anschluß an die enteilte Konkurrenz?

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