Mittwoch, 11.01.2017
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Alexander Peya bei ATP-Turnier in Sydney im Halbfinale, Oliver Marach muss passen

"Oli" Marach fällt für Australian Open aus

Während Alexander Peya in Australien weiterhin gewinnt, muss Oliver Marach verletzt aufgeben und steht vor einer Pause, die den Doppelstart beim ersten Grand Slam kostet.

Der Start in die neue Saison ist für Oliver Marach völlig in die Hose gegangen
© GEPA
Der Start in die neue Saison ist für Oliver Marach völlig in die Hose gegangen

Sechs Österreicher stehen derzeit unter den Top 100 der Doppel-Weltrangliste, zudem kämpft mit Jürgen Melzer ein dreifacher Grand-Slam-Sieger (Wimbledon 2010 und -Mixed 2011, US Open 2011) um die Rückkehr in diesen elitären Kreis. Nicht selten verwöhnen die heimischen Asse ihr Land mit schönen Erfolgen und einem guten Abschneiden bei den größten Turnieren. Doch nicht nur, dass für eine Teilnahme bei den Australian Open in Melbourne viele davon in der Weltrangliste diesmal nicht gut genug gerankt sind: Die Anzahl der rot-weiß-roten Spieler in Down Under hat sich jetzt sogar noch weiter reduziert. Denn Oliver Marach wird am ersten Grand-Slam-Turnier in der neuen Spielzeit nicht teilnehmen können, der 36-Jährige musste in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch nach MEZ beim Apia International Sydney (Australien) gleich in der ersten Doppelrunde verletzt aufgeben.

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Der Steirer und sein französischer Standardpartner Fabrice Martin konnten im Spiel gegen die Niederländer Wesley Koolhof und Matwe Middelkoop, nach ihrem Aufschlagverlust zum 1:3, zwar einen zweiten vermeiden und auf 2:4 stellen, daraufhin warf Marach jedoch dennoch das Handtuch. "Ich bin vier Wochen außer Gefecht", erzählte der Grazer gegenüber tennisnet.com die höchst unerfreulichen Neuigkeiten. Was geschehen war? "Ich habe mich im November am Rücken verletzt. Dann im Dezember wieder. Und einen Tag vor Doha bin ich auf den Hintern gefallen." In seiner Wahlheimat Panama sei ihm darauf eine falsche Diagnose gestellt worden, die gar eine Operation vorgesehen hätte. "Ich bin schmerzfrei nach Sydney geflogen, doch bei zwei Testtrainings hatte ich wieder Schmerzen." Er entschied sich für eine MR-Untersuchung, die nunmehr das Problem offenlegte: "Ich habe einen leichten Einriss des Halbsehnenmuskels (Musculus semitendinosus, einer der hinteren Skelettmuskeln des Oberschenkels; Anmerkung) und es ist zu viel Risiko, wenn ich spiele und deshalb vielleicht monatelang ausfallen würde", erklärte er seinen Verzicht auf die Australian Open.

Pavic/Peya lassen zweiten Sieg folgen

Bedeutend besser läuft es bei dem ATP-World-Tour-250-Hartplatzturnier in Sydney indes für Alexander Peya, der mit Mate Pavic, nach der letztwöchigen, hauchdünnen Auftaktniederlage in Doha, bereits im Semifinale steht. Der Wiener und der kroatische Linkshänder eliminierten im Viertelfinale den Spanier Pablo Carreno Busta, immerhin US-Open-Vorjahresfinalist, und den Italiener Fabio Fognini mit 6:3, 6:4. Pavic/Peya erarbeiteten sich erst eine 4:2- und 40:30-Führung, mussten aber noch das Rebreak hinnehmen, nur um nach dem nächsten gewonnenen Returnspiel zum 5:3 zur Satzführung auszuservieren. Im zweiten Abschnitt begnügten sie sich darauf mit dem Break zum 2:1 und konnten es sich leisten, gesamt sieben Breakmöglichkeiten in den nächsten zwei Games als Rückschläger auszulassen, Auch, weil sie bei 3:2 die einzigen zwei weiteren Breakchancen gegen sich abwehrten. Pavic/Peya spielen hiermit am Freitag um einen Platz im Finale. Ihre Gegner werden dabei Koolhof/Middelkoop oder die viertgelisteten Jean-Julien Rojer (Niederlande) und Horia Tecau (Rumänien) sein.

Hier die Ergebnisse aus Sydney: Einzel, Doppel, Einzel-Qualifikation.

Hier der Spielplan.

Oliver Marach im Steckbrief

Alexander Peya im Steckbrief

Manuel Wachta

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Manuel Wachta

Manuel Wachta(Redaktion)

Manuel Wachta, Jahrgang 1985, ist seit 2003 Sportjournalist und schreibt seit der ersten Stunde für tennisnet.com. Aufgewachsen in Wien, absolvierte er nebenbei den Universitätslehrgang Sportjournalismus in Salzburg-Rif (Abschluss als akademischer Sportjournalist) und ist seit Kindertagen begeisterter Hobbytennis- und seit Ende der 90er-Jahre Mannschaftsmeisterschafts-Spieler. Der "weiße Sport" ist seine ganz große Leidenschaft.

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