"Little Four": Ferrer, Tsonga, Berdych und Monfils

Den ewigen Verfolgern läuft die Zeit davon

Donnerstag, 22.12.2016 | 17:20 Uhr
David Ferrer konnte bisher kein Grand-Slam-Turnier gewinnen
© getty
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Nur fünf der letzten 47 Grand-Slam-Titel gingen nicht an die "Big Four". Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray prägen eine goldene Ärä. Gehen ihre ärgsten Widersacher auch zukünftig leer aus?

David Ferrer, Jo-Wilfried Tsonga, Tomas Berdych und Gael Monfils gehören zu den besten Spielern ihrer Generation. Ein "Major" konnte bisher jedoch niemand aus der Ü30-Riege gewinnen. Mit einem anderen Geburtsdatum hätte sich das Quartett vermutlich in die Siegerlisten der größten Turniere eintragen können. So versperrten immer wieder die "Big Four" den Weg.

Viel Zeit bleibt also nicht mehr. Stan Wawrinka und Marin Cilic haben es in den letzten Jahren vorgemacht. Können die "Little Four" folgen und ebenfalls zu Grand-Slam-Champions werden oder haben sie ihren Zenit längst überschritten? ESPN machte den Check. Hier lest ihr eine Zusammenfassung der Analyse.

Editorial - Tennisnet und SPOX: We are One!

David Ferrer (34)

Derzeit: ATP 21, Career High: ATP 3, Titel: 26, Bestes Grand-Slam-Resultat: Finale French Open 2013.

Er galt jahrelang als unzerstörbarer Dauerläufer und Inbegriff von Konstanz. In sieben seiner 16 Profijahre beendete Ferrer die Saison in den Top 10, bis 2015 sogar fünf Mal in Folge. Doch die Batterien des Energienbündels scheinen zur Neige zu gehen. 2016 fiel der Spanier aus den Top 20, eine Rückkehr in die Bel Etage dürfte schwierig werden.

Mit seiner vergleichsweise geringen Körpergröße von 1,75 Meter verfügte "Ferru" nie über die Power seiner Rivalen. Auf Sand hatte er vor allem Rafael Nadal vor sich, an dem Ferrer auch 2013 scheiterte, als er in Roland Garros sein einziges Grand-Slam-Endspiel erreichte. Eine weitere Chance auf einen "Major"-Titel wird der "Terrier" aus Valencia wohl nicht mehr bekommen.

Jo-Wilfried Tsonga (31)

Derzeit: ATP 12, Career High: ATP 5, Titel: 12, Bestes Grand-Slam-Resultat: Finale Australian Open 2008.

Den großen Durchbruch erlebte Tsonga im Jahr 2008, als er überraschend ins Finale der Australian Open einziehen konnte. Viele Experten waren von seinem gewaltigen Aufschlag, dem aggressivem Spiel und Charisma so begeistert, dass sie dem Franzosen viele weitere Titel-Chancen auf großer Bühne zutrauten.

Von zahlreichen Verletzungen zurückgeworfen, konnte Tsonga die hohen Erwartungen jedoch nie gänzlich erfüllen. Bei seinem Heim-Grand-Slam in Roland Garros wird er 32 Jahre alt sein, viel Zeit für einen letzten Paukenschlag bleibt also nicht mehr.

Tomas Berdych (31)

Derzeit: ATP 10, Career High: ATP 4, Titel: 13, Bestes Grand-Slam-Resultat: Finale Wimbledon 2010

Der Tscheche gehört zu den konstantesten Spielern überhaupt. 2016 schloss Berdych zum siebten Mal in Folge eine Saison unter den Top 10 ab. Mit seinem kraftvollen Powertennis ist er den meisten Konkurrenten überlegen, doch an den Top-Spielern scheitert der 1,96-Meter-Hüne regelmäßig.

Die Grundschläge sind nicht das Problem, Berdychs Achillesferse ist das schwache Nervenkostüm. 17 seiner 30 Endspiele gingen verloren. In Wimbledon 2010 besiegte er Federer und Djokovic. Die Final-Niederlage gegen Nadal fiel dafür deftig aus. Trotz seines starken Aufschlags konnte Berdych keinen Satz und nur zwölf Spiele gewinnen. Einmal mehr war er dem Druck nicht gewachsen.

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Gael Monfils (30)

Derzeit: ATP 7, Career High: ATP 6, Titel: 6, Bestes Grand-Slam-Resultat: Halbfinale French Open 2008 und US Open 2016.

Monfils ist der einzige Spieler der "Little Four", der sich in diesem Jahr im Ranking verbessern konnte. Ein goldener Karriere-Herbst ist daher nicht unwahrscheinlich. Seine extrem defensive Position auf dem Platz spricht jedoch dagegen.

Spektakuläre Punktgewinne und atemberaubende Athletik sorgen bei den Zuschauern für Begeisterung, der Mangel an Disziplin und Konstanz hat dem Showman vermutlich größere Erfolge verwehrt. Bekommt Monfils seine Verletzungsprobleme in den Griff, kann er noch zwei, drei Jahre auf hohem Niveau spielen. Um ein "Major" zu gewinnen, müsste er sein Spiel modifizieren.

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