Australian Open: Probleme der Platzhirsche Djokovic und Murray

Die große Chance für die Schweizer

Sonntag, 22.01.2017 | 15:09 Uhr
Stan Wawrinka
© getty
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Ist das frühe Australian-Open-Ausscheiden von Novak Djokovic und Andy Murray ein Vorgeschmack auf den weiteren Saisonverlauf? Nutznießer in Melbourne könnten Roger Federer und Stan Wawrinka sein.

Es war eine erste Grand-Slam-Woche in Melbourne, die reichlich Spektakel und Sensationen brachte. Und die nun sogar geeignet ist, das Machtgefüge im Herrentennis zu verändern. Denn schon auf den ersten Metern dieser Saison sind genau jene beiden Spieler schwer gestrauchelt, die nach dem Eindruck von Fans, Medien und auch Kollegen die Saison beherrschen sollten. Andy Murray, die Nummer eins, aber schied bei den Australian Open genau so unzeitig wie Novak Djokovic aus, die Nummer zwei. Also jene Frontfiguren, die 2016 fast alle großen Endspiele gegeneinander bestritten hatten, ob nun in New York, in Melbourne oder zuletzt noch einmal bei der WM in London.

Djokovic war nach dem Parforceritt des ersten Halbjahres 2016 und der Spielzeiten davor eingeknickt, als er sich seinen letzten großen Titeltraum im Sand von Paris erfüllt hatte. Zeitgleich gingen ihm Motivation, Kraft und der nötige Punch auf dem Centre Court aus. Murray übernahm die Rolle des Dominators, aber auch er macht aktuell einen erschöpften Eindruck. Seine Saisonpause war offenbar zu kurz, sein Akku ist nicht voll geladen. Bei ihm stellt sich nun die Frage, ob er in ähnliche Schwierigkeiten wie Djokovic gerät.

Für Federer, auch für Wawrinka kommen die Probleme der beiden Platzhirsche wie gerufen. In Melbourne, aber auch in den weiteren Monaten dieser Saison. Beide sind fit, frisch und energiegeladen, der 35-jährige Comebacker Federer genau wie der 31-jährige Wawrinka. Der Weg zum Australian-Open-Titel führt nur über das Schweizer Duo, das nur leider in ein und derselben Hälfte des Tableaus platziert ist. Bei Federer beeindruckt vor allem die physische Präsenz, ausgerechnet nach der schwersten Verletzungsmisere seiner grandiosen Karriere. Bei Wawrinka imponiert die starke Psyche, die zupackende Attitüde immer dann, wenn es um die wichtigsten Punkte geht. Das Schweizer Tennisfest Down Under - es ist ein echter Wohlfühlfaktor.

Die Australian Open im Überblick

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