So serviert man trick- und facettenreich auf Sand

Das perfekte Aufschlagspiel auf Sand

Von Marco Kühn/tennis-insider.de
Freitag, 21.04.2017 | 09:55 Uhr
© GEPA
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Euer Aufschlagspiel steht an und ihr dürft euch kein Break leisten? Dann versucht doch mal folgende Aufschlagvarianten, um euer Service locker zu null durchzubringen.

3:4 im ersten Satz. Das nächste eigene Aufschlagspiel gewinnt schlagartig an Wichtigkeit. Die Sonne steht ungünstig. Zum Glück ist es windstill. Aufgrund der schief stehenden Sonne versetzt sich die Position beim ersten Aufschlag zwei Schritte nach rechts. Dadurch verändert sich der Winkel für den ersten Aufschlag. Der Gegner reagiert auf die eigene Veränderung der Position beim Aufschlag nicht und bleibt ungefähr zehn Zentimeter von der Außenlinie stehen. Der neu gewonnene Winkel wird sofort erkannt und die Taktik für den ersten Aufschlag angepasst. Statt einem harten Aufschlag durch die Mitte soll nun der von der Feuchtigkeit noch etwas tiefe Sand für einen kurzen Slice-Aufschlag nach außen genutzt werden. Um dem Gegner dieses Vorhaben nicht zu verraten, wird der Ball beim Aufschlag nicht zu auffällig weit nach rechts geworfen - sondern mittig. Mit viel Slice und wenig Tempo schlägt der Ball knapp vor der Außenlinie im T-Feld des Gegners auf. Dieser kommt aufgrund von schlechtem Timing nur noch soeben an den Ball. Vom Rahmen springt der Ball auf die T-Linie der eigenen Seite des Gegners.

15:00

Um den eigenen Aufschlag flexibel zu halten, soll nun hart auf den Gegner serviert werden. Durch einen etwas zu flachen Ballwurf und zu wenig Dynamik aus den Beinen bleibt der Ball aber knapp an der Netzkante hängen. Es muss jetzt über den zweiten Aufschlag gehen. Der Gegner soll überrascht werden. Dies gelingt durch einen Kickaufschlag in die Mitte, so dass sich der Ball unangenehm auf den Gegner dreht. Dieser hatte sich für den zweiten Aufschlag bereits einen Schritt weiter nach vorn orientiert. Durch den enormen Kick muss der Gegner den Ball auf einer unangenehmen Höhe returnieren. Der Return kommt halbhoch in das eigene T-Feld zurück. Der Gegner bewegt sich nach seinem Return flink zur Mitte zurück. Der Punkt kann mit einer Vorhand-Topspin gegen den Lauf des Gegners sicher abgeschlossen werden. Zu viel Risiko ist bei dieser Vorhand nicht nötig. Wichtiger ist der Blick für den Gegner und dessen Position auf dem Platz.

30:00

Die Sonne steht immer noch ungünstig, da sich innerhalb der letzten zwei Punkte leider keine Wolke für diese geschoben hat. Die eigene Position wird wieder zwei Schritte nach rechts verschoben. Der Gegner bemerkt dies und korrigiert seine Returnposition nun, indem er sich etwas weiter nach außen positioniert. Dies wird erkannt und die Taktik für den Aufschlag festgelegt. Der Ball soll etwas nach rechts geworfen werden, um erneut einen Aufschlag mit Slice nach außen anzukündigen. Stattdessen geht die Fahrt aber durch die Mitte - rasant mit 85% des möglichen Tempos. Der Gegner bewegt sich beim Ballwurf noch weiter nach außen und kann nur noch das Ass durch die Mitte bestaunen.

40:00

Die Variation beim ersten Aufschlag soll beibehalten werden. Der Gegner soll nicht wissen, was passieren könnte. Die Position beim Aufschlag wird weit in die Mitte des Platzes verlegt. Der Ballwurf geht wieder etwas weiter nach rechts, der Gegner erwartet einen Aufschlag durch die Mitte und bewegt sich mit einem kleinen Split-Step Richtung Platzmitte. Doch stattdessen wird durch die Mitte mit viel Slice serviert. Der Gegner muss den Aufschlag erneut unbequem vor dem Körper returnieren und erhält keinen wirklichen Zugriff auf den Ball. Das Ergebnis ist erneut ein halbhoher Return in die Platzmitte. Dieser kann für einen überraschenden Stoppball genutzt werden, den der Gegner erst im letzten Moment sieht. Nach dem Stoppball rückt man dem Ball nach und folgt diesem ans Netz. Der Gegner kann den Stopp nur noch soeben über das Netz löffeln - der Punkt und das perfekte Aufschlagspiel sind verbucht.

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