Tennis

James Blake fordert Schutz für Jungmutter Serena Williams

Von tennisnet
Dienstag, 20.03.2018 | 09:58 Uhr
Serena Williams ist gutgelaunt in Miami angekommen
© getty

Serena Williams trifft als ungesetzte Spielerin in Runde eins von Miami auf die Siegerin von Indian Wells, Naomi Osaka. Das darf nicht sein, sagt auch der neue Turnierdirektor in Florida, James Blake.

Wer sich schon jahrelang mit dem professionellen Tennissport auseinandersetzt, wird sich an Zeiten erinnern, da die Organisatoren der Grand-Slam-Turniere ihre Setzlisten nach Gutdünken vorgenommen haben: Bei den US Open immer zum Vorteil der US-Amerikaner (Leidtragender etwa 1996: Thomas Muster, dem durch eine nicht der Weltrangliste entsprechende Setzung, ein Erfolg in New York fast unmöglich gemacht wurde), in Wimbledon sowieso (apropos Thomas Muster: der reiste dereinst als Weltranglisten-Erster an die Church Road - und wurde von den Veranstaltern weit jenseits der Top Ten gereiht).

Mittlerweile erfolgt die Zuteilung in den Tableaus gemäß den aktuellen Chart-Platzierungen, selbst der vor ein paar Jahren in Wimbledon eingeführte Algorithmus, der die Erfolge auf Rasen höher bewertet, wird von den Spielern klaglos akzeptiert. Dass allerdings Serena Williams nach ihrer 13-monatigen Babypause aufgrund der WTA-Regeln nicht gesetzt werden darf (schließlich rangiert die 23-fache Major-Siegerin im Moment auf einem Weltranglisten-Platz nahe 500), das stößt vielen Beteiligten sauer auf.

Noch ein Baby für Serena?

Simona Halep hatte sich in Indian Wells bereits in diese Richtung geäußert, nun legte James Blake nach. Und das in seiner Funktion als Turnierdirektor in Miami. "Ich glaube, dass die WTA beginnen wird, über die Art und Weise der Setzungen zu sprechen. Und ich hoffe, dass dies geschieht", erklärte Blake gegenüber der Agentur AFP. Wenn eine Spielerin die Tour wegen einer Schwangerschaft verlasse, dann müsse sie geschützt werden. "Serena hat diesen Titel so oft gewonnen, sie braucht Protektion."

Die augenblickliche Regelung biete das ganz sicher nicht. "Es ist sogar eine Art der Bestrafung. Und das ist hart," so Blake weiter, der in seinem Premierenjahr als Chef die letzte Ausgabe des traditionellen Turniers auf Key Biscayne verantwortet. "Ich hoffe, dass die WTA die Gespräche wieder aufnimmt, bevor es zu spät ist. Außer Serena entscheidet sich dafür, noch ein Baby zu bekommen."

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