Die Großen Vier, das Publikum, der Rasen

Kleines Zwischenzeugnis

Sonntag, 09.07.2017 | 09:40 Uhr
Wer so herzlich willkommen geheißen wird ...
© Jürgen Hasenkopf
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Eine Woche herrliches Sommerwetter an der Church Road. Zeit für ein absolut subjektives Zwischenzeugnis, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Note: 1*

Das Wetter! Was ist da los? Eine lächerliche Regenpause, die so gut wie überhaupt keinen Einfluss auf den Spielplan genommen hat. Im Regelfall aber Temperaturen, die beinahe an den australischen Sommer erinnern.

Note: 1-

Die großen Vier: Am Ende der ersten Woche steht natürlich das Ergebnis, wonach die Herren Murray, Djokovic, Nadal und Federer ohne gröbere Probleme in die zweite Runde eingezogen sind. Geschwächelt wurde nur kurz: Der Titelverteidiger hätte gegen Fognini beinahe in den fünften Satz gemusst, Djokovic hatte zu Beginn mit Ernests Gulbis kleine Probleme, Karen Khachanov hat Nadal kurz gequält, und Federer mit Lajovic ein wenig herumgedoktert. Spannend wird es ab Montag, vor allem für den "Maestro", der mit Grigor Dimitrov die schwierigste Aufgabe hat.

Note: 2+

Die österreichischen Herren. Dominic Thiem erstmals in Woche zwei, die Sebastian-Ofner-Geschichte wurde mittlerweile rauf- und runtererzählt, mit Oliver Marach steht immerhin ein Herr in der dritten Runde des Doppel-Wettbewerbs. Tomas Berdych wartet am Montag auf Thiem, da ist eine Notenverbesserung noch drin.

Note: 2

Angelique Kerber. Am Ende des Tages ist es egal, wie die ersten drei Siege zustande gekommen sind. Oder doch nicht? Gerade das Comeback gegen Shelby Rogers hat der Nummer eins des Turniers womöglich das Selbstvertrauen zurückgebracht, das Kerber braucht, um sich wieder an die Form von 2016 heranzutasten. Alles ist möglich. Der Turniersieg wie auch ein Ausscheiden gegen Garbine Muguruza.

Note: 2-

Das britische Publikum. Jedes Jahr auf´s Neue überragend, mit welcher Selbstverständlichkeit und Coolness schon vor der Mittagsglocke alkoholische Getränke konsumiert werden. Murray Mountain, Henman Hill, die lokalen Mittelgebirge sind ein Hort geplanter Happenings. Die Unterstützung für die Lokalheroen ist erwartbar großartig, Punktabzüge gibt es hingegen für die Ungeduld, die am Centre Court gegenüber Fabio Fognini geherrscht hat. Der ist Italiener, heißblütig von Natur aus, for crying out loud!

Note: 4

Karolina Pliskova. Wer den Thron der Weltrangliste in Aussicht hat und das auf einem Belag, der der eigenen Spielanlage wunderbar entgegenkommt, sollte sich nicht so schmucklos aus dem Turnier verabschieden wie die Tschechin gegen Magdalena Rybarikova. Gut möglich, dass Rybarikova auf Rasen immer besonders gut spielt. Am Ende kann Plsikova aber jeden einzelnen Schlag besser spielen als jene Dame, gegen die sie ausgeschieden ist.

Note: 4-

Bernard Tomic: Keine glatte 6? Nun, da gehen die Meinungen auseinander. Dass sich der zahlende Zuschauer in der Partie gegen Mischa Zverev um das Eintrittsgeld geprellt gefühlt hat, keine Frage. Aber wenn schon ständig nach Typen im Welttennis geschrien wird, dann darf man doch zumindest ein paar Bonuspunkte für schonungslose Offenheit (Stichphrase: "Habe mich gelangweilt") vergeben.

Note: 5

Der Rasen. Dass sich Kristina Mladenovic kritisch äußert, mag auch der Frustration über eine frühe Niederlage geschuldet sein. Wenn indes der Titelverteidiger höchstselbst mahnende Worte findet, dann muss etwas im Argen liegen. Der subjektive Eindruck jedenfalls: So viele SpielerInnen wie in diesem Jahr haben selten ins Gras gebissen. Und nicht, weil sie sich zuvor am Becker-Hecht versucht hätten.

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