Volksnaher Rafael Nadal, Mitgefühl für Bethanie Mattek-Sands

Londoner Rasenspiele, Tag 4

Donnerstag, 06.07.2017 | 22:46 Uhr
Wimbledon
© getty
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Dies und Jenes von Tag 4 in Wimbledon.

Von Christian Albrecht Barschel aus Wimbledon

Volksnaher Nadal: Augen auf im Supermarkt, denn es könnte dir ein Tennisspieler begegnen. Rafael Nadal gibt sich sehr volksnah in Wimbledon. Ein Bild auf Twitter machte die Runde und zeigt Nadal beim Einkauf im Tesco Express im Wimbledon Village. Der Spanier wollte den Self-Checkout machen, brauchte dabei aber Hilfe. "Er hat ein Sechserpack Cola Light gekauft. Er brauchte keine Tüte", schrieb Nick Roberts, der Nadal beim Bezahlvorgang half. Und auch in den Straßen von Wimbledon sieht man den zweimaligen Turniersieger, unter anderem bei der Fußballartistik mit Jugendlichen.

Nadal will kein Traumfinale: Viele Fans wünschen sich in Wimbledon das Finale der zwei besten Spieler der Saison und der wohl besten Spieler der Tennisgeschichte. Dreimal gab es in Wimbledon das Endspiel zwischen Rafael Nadal und Roger Federer. Auf ein viertes könnte der Spanier verzichten. Auf die Frage, ob er in einem möglichen Finale gerne gegen Federer spielen würde, sagte Nadal: "Wenn ich tatsächlich das Finale erreichen sollte, könnte ich gut auf Duell mit Federer verzichten. Ich spiele nicht gerne gegen die Besten in einem Endspiel und ich glaube, ich habe dieses Jahr auch schon oft genug gegen Federer gespielt."

Mitgefühl für Mattek-Sands: Ein lauter Schrei erfolgte auf Court 17, als Bethanie Mattek-Sands im Match gegen Sorana Cirstea ans Netz stürmte. Die US-Amerikanerin verdrehte sich übel das Knie und schrie vor Schmerzen um Hilfe. Erinnerungen wurden wach an die schwere Verletzung von Mary Pierce in Linz, die schließlich zum Karriereende führte. Mattek-Sands hätte in Wimbledon im Doppel an der Seite von Lucie Safarova den "Bucie"-Slam erreichen können, der Sieg bei vier Grand-Slam-Turnieren in Folge. Die US-Amerikanerin ist bei ihren Kolleginnen extrem beliebt. Demensprechend viele mutmachende Tweets erhielt sie nach ihrer schlimmen Verletzung.

Titelfluch: Seit 2015 ist die Rasensaison eine Woche länger, einige Turniere sind hinzugekommen. Für die Sieger in Stuttgart, Nottingham und Mallorca war der Titel im Hinblick auf Wimbledon eher Fluch als Segen. Keiner schaffte es in den drei Jahren über die zweite Runde hinaus. Und in diesem Jahr war auch für die Titelträger bei den traditionellen Rasenturnieren im Londoner Queen's Club, Birmingham und Eastbourne früh Feierabend. Feliciano Lopez gab in der ersten Runde auf. Petra Kvitova verlor körperlich geschwächt in der zweiten Runde. Und heute strich auch Karolina Pliskova die Segel.

Dimitrovs Traum-Matchball: Wenig Mühe hatte heute Grigor Dimitrov, um in die dritte Runde einzuziehen. Gegen Marcos Baghdatis gab es einen klaren Dreisatzsieg, inklusive spektakulärem Matchball und herzlicher Umarmung.

David schlägt Goliath: 33 Zentimeter Unterschied trennen Dudi Sela und John Isner bei der Körpergröße. Vom Spielerischen sind die beiden ebenbürtig. Heute war der Kleine der ganz Große. Sela siegte in fünf Sätzen. Isner hielt dabei eine spezielle Serie am Leben. Es war das zehnte Match in Wimbledon in Folge, in dem er mindestens einen Tiebreak spielte. Zudem verlor Isner auch sein viertes Fünfsatzmatch in Folge nach seinem denkwürdigen 70:68-Sieg gegen Nicolas Mahut. Isners Bilanz in Fünfsatzmatches insgesamt: 7:16.

Strafen: Bernard Tomic und Daniil Medvedev müssen blechen. Tomic wurde für seine fragwürdigen Aussagen in der Pressekonferenz nach seinem Erstrundenaus mit 15.000 US-Dollar bestraft. Das ist die zweithöchste Einzelstrafe für ein Vergehen in Wimbledon. Fabio Fognini kam im Jahr 2014 sogar auf 20.000 US-Dollar. Medvedev, der Münzen in Richtung Schiedsrichterstuhl geworfen hatte, wurde für diese Aktion mit 7500 US-Dollar sanktioniert plus 7000 US-Dollar für weitere Vergehen.

Tennisgeschichte: Am 6. Juli ist so einiges Geschichtsträchtiges passiert in Wimbledon. Roger Federer gewann 2003 seinen ersten von bislang sieben Titeln in Wimbledon. Für den Schweizer gab es an jenem Tag aber auch zwei bittere Finalniederlagen. 2008 siegte Rafael Nadal im für viele besten Tennismatch der Geschichte. 2014 holte sich Novak Djokovic in fünf Sätzen den Titel. Für Steffi Graf hat der 6. Juli ebenfalls eine große Bedeutung. Die "Gräfin" siegte 1991 und 1996. Marion Bartoli hatte ihren großen Tag, als sie 2013 im Finale gegen Sabine Lisicki Wimbledonsiegerin wurde.

Spielplan Freitag: Centre Court (Beginn: 13 Uhr Ortszeit): Victoria Azarenka - Heather Watson, anschließend: Rafael Nadal - Karen Khachanov, anschließend: Andy Murray - Fabio Fognini, Court 1 (Beginn: 13 Uhr Ortszeit): Marin Cilic - Steve Johnson, asnchließend: Johanna Konta - Maria Sakkari, anschließend: Venus Williams - Naomi Osaka.

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