Halbes Heimspiel

Mittwoch, 05.07.2017 | 13:28 Uhr
Elina Svitolina trifft auf die Routine von Francesca Schiavone
© getty

In Paris hat Elina Svitolina zu den Favoritinnen gezählt. Mit dem Rasen in Wimbledon muss sich die vierfache Turnier-Siegerin 2017 erst noch anfreunden.

Der Rasen und Elina Svitolina, das ist eine Geschichte mit Potenzial. Sowohl nach oben, als auch nach unten. Vor der Erstrunden-Partie gegen Ashleigh Barty war keineswegs ausgemacht, dass die an Position vier gesetzte Rom-Siegerin als Favoritin ins Match gehen würde. Der knappe 7:5, 7:6 (8)-Sieg Svitolinas bestätigt diese Einschätzung - zeigt aber auch, dass sich die Ukrainerin in der laufenden Kampagne von einer sehr guten zu einer absoluten Weltklasse-Spielerin entwickelt hat. Die nun auch in Runde zwei gegen Francesca Schiavone (drittes Matcg nach 12:30 Uhr auf Court 12) gute Chancen haben sollte.

Zumal Elina Svitolina ein klein wenig Heimvorteil genießen darf: Sie ist seit knapp einem Jahr mit dem englischen Cricket-Spieler Reece Topley liiert, verbringt auch abseits der Turniere Zeit im Vereinigten Königreich. "Ich fühle mich in England einfach wohler, weil zuvor bin ich nach Wimbledon gekommen, und das war´s dann", erklärte Svitolina gegenüber der Daily Mail. "Jetzt verbringe ich hier viel mehr Zeit und es fühlt sich mehr wie Heimat an."

Unbekannte Disziplin

Taipeh City, Dubai, Istanbul und eben Rom, das sind jene vier Veranstaltungen, die Elina Svitolina 2017 schon als Siegerin verlassen hat. Platz fünf in der Weltrangliste ist das folgerichtige Resultat. Das aber sogar noch besser hätte ausfallen können, fast müssen. Die Viertelfinal-Niederlage in Paris gegen Simona Halep, als Svitolina das Match mit einer 5:1-Führung im zweiten Satz nicht zumachen konnte, war wohl die größte Enttäuschung dieser Saison.

Ihrer Popularität in der Ukraine hat dieser Faux-Pas keinen Abbruch getan, so viele glorreiche Sportler hat die immer noch junge Republik nicht zu bieten. Der Cricket-Sport als solcher erfreut sich indes keiner großen Fangemeinde, auch Elina Svitolina hatte mit leichten Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. "Ich versuche, darüber etwas zu lernen, weil bevor ich Reece kennen gelernt habe, wusste ich darüber gar nichts."

Zwei Leben

Wichtig sei es jedoch, dass im Moment sowohl Topley als auch sie ihre eigenen Ziele verfolgten. "Ich respektiere seinen Sport", so Svitolina. Für mich ist es wichtig, dass er zu 100 Prozent sein Ding macht, und das ich erst dahinter komme. Weil wir sind immer noch jung und wollen Karriere machen. Wenn wir älter sind, können wir das Leben genießen." Am Mittwoch könnte Elina Svitolina in dieser Hinsicht bei Francesca Schiavone nachfragen.

Hier die Ergebnisse der Damen in Wimbledon

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