Schwierig, nicht unmöglich

Freitag, 30.06.2017 | 16:35 Uhr
Dominic Thiem hat gegen Vasek Pospisil erst einmal gespielt
© GEPA

Andreas Haider-Maurer hat wohl das schwierigste Los erwischt, Dominic Thiem ein interessantes - und Neuling Sebastian Ofner eines mit Potenzial.

Die Aussicht, gegen Novak Djokovic spielen zu können, ist für Dominic Thiem seit dem Viertelfinal-Erfolg bei den French Open ein klein wenig freundlicher geworden. In exakt derselben Runde ist ein Wiedersehen in Wimbledon möglich. Die Wahrscheinlichkeit dafür indes um einiges geringer als in Roland Garros, zumal Thiem mit Vasek Pospisil einen Mann zugelost bekommen hat, der in diesem Jahr schon Andy Murray besiegt hat - sondern auch weiß, wie man auf schnellen Belägen spielt. Und der, so nebenbei, mit Jack Sock vor drei Jahren den Doppel-Titel in Wimbledon geholt hat.

Thiem führt in der internen Wertung mit 1:0, das einzige Duell gibt allerdings so gut wie keine Anhaltspunkte für die Partie an der Church Road: 2015 standen sich der Lichtenwörther und Pospisil in München gegenüber, es war nass, es war kalt, Thiem setzte sich im Tiebreak des dritten Satzes mit 11:9 durch. Die gute Nachricht für die österreichische Nummer eins: Im Erfolgsfall wartet in runde zwei entweder ein Qualifikant - oder Gilles Simon, gegen den Thiem von sieben Matches fünf gewonnen hat, zwei davon schon in diesem Jahr in Acapulco und Rotterdam.

Schlechte Erinnerungen

Andreas Haider-Maurer geht, das hat der Wahl-Innsbrucker gegenüber dem Standard schon vor der Auslosung erklärt, ohne große Erwartungen in sein erstes Grand-Slam-Turnier seit beinahe Menschengedenken. Tatsächlich stand der 30-Jährige zuletzt 2015 bei einem der vier größten Turniere im Tenniszirkus auf dem Court, in New York, besiegte dort in Runde eins eben jenen Vasek Pospisil, mit dem sich voraussichtlich am Dienstag Dominic Thiem messen muss.

Haider-Maurer selbst trifft auf einen Mann, mit dem er in der einzigen Begegnung keine guten Erinnerungen gesammelt hat: Roberto Bautista Agut. 2014 trug sich diese zu, auf einem der Außenplätze im National Tennis Center. Der Spanier unterbrach damals den Spielfluss von Haider-Maurer durch eine erstaunlich lange Toilettenpause, siegte am Ende in fünf Sätzen. Diesmal liegt die Favoritenrolle ebenfalls ganz klar auf Seiten von Bautista-Agut, der vor ein paar Tagen in Halle/Westfalen der deutschen Nummer eins, Alexander Zverev, zwei Sätze lang ganz groß Paroli geboten hatte.

Gute Serie

Sein Debüt auf Grand-Slam-Ebene gibt schließlich Sebastian Ofner. Und das gegen Tomaz Bellucci, den erfahrenen Brasilianer, der sich in der Regel auf Rasen nicht so besonders gut zurechtfindet. Der Wunsch nach einem Treffen mit Roger Federer wurde, vorerst, nicht erfüllt, Jack Sock würde in Runde zwei warten.

Günter Bresnik, bei dem Sebastian Ofner seit einem dreiviertel Jahr trainiert, zeigt sich von dessen Fortschritten jedenfalls sehr angetan: Ofner habe einen sehr starken Aufschlag, können von der Grundlinie sowohl von der Vorhand- wie auf der Rückhandseite sehr schnell spielen. Eines spricht

jedenfalls für den Österreicher: Belluccis einziger Auftritt auf Rasen in diesem Jahr war ein sehr kurzer: Gegen Kevin Anderson war der Brasilianer in Eastbourne komplett chancenlos. Sebastian Ofner hingegen kommt mit dem Selbstvertrauen von drei Siegen in Roehampton an die Church Road.

Hier die Auslosung für die Herren für Wimbledon

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung