Tennis

Fünf denkwürdige Herren-Momente in der US-Open-Geschichte

Von tennisnet
Juan Martin del Potro anno 2009
© getty

Ab Montag beginnen die US Open 2018. Wir haben, völlig subjektiv, zur Einstimmung fünf Matches oder Ereignisse herausgesucht, die unsere Vorfreude auf das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres noch einmal in die Höhe treiben.

1981: Björn Borg unterliegt John McEnroe im Finale

Das letzte Grand-Slam-Endspiel, das der große Schwede in seiner viel zu kurzen Karriere bestreiten sollte. Elf Major-Titel sammelte Borg, der Triumph in Flushing Meadows blieb ihm versagt. Viermal stand er im Finale, fand zweimal in Jimmy Connors und zweimal in McEnroe seinen Meister.

1980 etwa, da revanchierte sich McEnroe mit einem Fünf-Satz-Sieg für die historische Niederlage in Wimbledon. Dort aber entthronte der New Yorker Borg ein Jahr später. Und zerstörte bei den US open den Traum seines langjährigen Kontrahenten, auch im Big Apple einen Titel zu holen.

1989: Boris Becker gewinnt gegen Ivan Lendl als bis dato letzter Deutscher

Wer den Centre Court im malerisch ruhigen Wimbledon als sein Wohnzimmer bezeichnet, der kann mit den lärmenden Umständen bei den US Open wenig anfangen. Boris Becker hat aus seinen Präferenzen kein Hehl gemacht, 1989 dennoch zum großen Coup ausgeholt.

Noch dazu gegen Ivan Lendl, den dreifachen Champion, damals die Nummer eins der Welt. Für Becker ein ganz besonderes Jahr - hatte der Deutsche doch zuvor in Wimbledon seinen dritten und letzten Titel geholt. In Flushing Meadows warten die deutschen Herren seitdem auf einen Erfolg. Am nächsten dran war Michael Stich, der 1994 erst im Endspiel an Andre Agassi scheiterte.

1991: Jimmy Connors schafft es bis ins Halbfinale

39 Jahre alt und eigentlich auf Abschiedstour. Jimmy Connors, der die US Open erstmals 1974 gewonnen hatte (und im Finale Ken Rosewall nur zwei Spiele zukommen hatte lassen), spielte sich 17 Jahre nach diesem Erfolg in einen Rausch, der seine Gegner ratlos und zum Teil verbittert zurück ließ.

Aaron Krickstein etwa, den Connors in fünf Sätzen bezwang, hatte lange an der Niederlage zu knabbern. Erst in der Vorschlussrunde war der Tank von Connors dann endgültig leer - Jim Courier zog in das Endspiel ein (wo er Stefan Edberg unterlag).

2009: Juan Martin del Potro schlägt Roger Federer in fünf Sätzen

Fünf Mal in Folge hatte Federer sich den Titel New York geholt, gegen del Potro ging der Schweizer als Favorit ins Match. Im selben Jahr hatten die beiden schon in Roland Garros gegeneinander gespielt, Federer nach 0:2-Satzrückstand noch gewonnen. Und später seinen einzigen Titel bei den French Open geholt.

Im Arthur Ashe Stadium sah es lange danach aus, dass del Potro wieder als Verlierer den Platz verlassen würde. Bis Federer eine Challenge seines Gegners im vierten Satz aus der Ruhe brachte. Del Potro nutzte die kurze Schwächephase Federers aus, war in der Entscheidung unangefochten.

2012: Andy Murray gewinnt sein erstes Grand-Slam-Turnier

Das Jahr 2012 war kein schlechtes bis dahin für Andy Murray: Zwar unterlag der Schotte im Endspiel von Wimbledon Roger Federer, revanchierte sich aber am Schweizer an selber Stelle im olympischen Einzelfinale.

Bei den US Open hatte Murray es schon 2008 bis in das Endspiel geschafft, war dort chancenlos gegen Federer. Gegen Novak Djokovic legte Murray mit zwei knappen Sätzen zum 2:0 vor, musste den Ausgleich des Serben hinnehmen. Der fünfte Satz aber war ganz in der Hand des Außenseiters, der Titelverteidiger Djokovic vom Thron stieß.

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