Tennis

Andy Murray glaubt nicht an US-Open-Coup: "Ich erwarte nichts"

Von Maximilian Kisanyik
Samstag, 25.08.2018 | 19:56 Uhr
Andy Murray sieht sich nicht als Favorit
© getty

Andy Murray kehrt nach einem Jahr Abstinenz zu den US Open zurück und gehört diesmal nicht zu den Anwärtern auf den Titel. Auch der Schotte selbst glaubt nicht an den ganz großen Coup.

Der große Showdown in New York steht an und es wird das erste Grand-Slam-Turnier für Andy Murray seit Wimbledon 2017 sein. Und der Schotte geht mit einem komischen Gefühl in das letzte Major des Jahres.

"Es ist ein komisches Gefühl, so in ein Turnier zu gehen", erklärte Murray vor dem Start des Turniers. Mit dem Gefühl meint der dreimalige Major-Sieger, dass er dieses Mal nicht zum Favoritenkreis gehört. Er selbst "rechnet sich überhaupt keine Chancen" aus.

"Das sind die Turniere, auf die mich seit zwölf, 13 Jahren vorbereite, trainiere und dann kämpfe, um vielleicht eines zu gewinnen. In diesem Jahr ist es anders und ich habe überhaupt keine Erwartungen", führte der 31-Jährige weiter aus.

Mit sieben Matches im laufenden Kalenderjahr tritt Murray an und wird derzeit auf Rang 378 der Weltrangliste geführt. Er kehrt als Underdog an den Ort zurück, an dem er 2012 den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere gewinnen konnte. Sechs Jahre später gehört die Ex-Nummer-eins nach einer einjährigen Verletzungspause (Hüfte) nicht einmal zum erweiterten Favoritenkreis.

Keine Matchpraxis bereitet Murray Sorgen

Die Gründe für seine geringe Erwartungshaltung sind eindeutig, so der Schotte: "Ich trete bei diesem Event ohne wirkliche Matchepraxis und nur sehr wenig Training an. Sollte ich weiterhin Fortschritte machen und körperlich zulegen, dann kann ich wieder auf ein hohes Level kommen."

Den Auftakt in New York wird "Sir Andy" gegen den Australier James Duckworth bestreiten. Eine machbare Aufgabe für Murray. Dennoch könnten lange Fünfsatz-Matches als Stolperstein gesehen werden. Bei den vergangenen Turnieren in Eastbourne und im Queen's Club zeigte sich Murray zwar kämpferisch aber körperlich nicht auf der Höhe.

In der zweiten Runde warten mit Feliziano Lopez oder Fernando Verdasco gleich zwei Top-Akteure, die Murray das Leben schwer machen könnten.

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