Tennis

US Open führen Shot Clock im Hauptfeld ein

Die Shot Clock tickt nun auch auf großer Bühne
© getty

Nachdem die Shot Clock in Flushing Meadows im Vorjahr in den Qualifikations- und Juniorenkonkurrenzen getestet wurde, führen die US Open die Zeituhr 2018 auch in den Hauptfeldern ein.

Schwere Zeiten für Rafael Nadal und alle Profis, die gerne mal etwas länger brauchen. Die US Open sind das erste Grand-Slam-Turnier, das die für Fans und Aktive sichtbare 25-Sekunden-Uhr auf großer Bühne einführt.

"Die Geschwindigkeit des Spiels ist heutzutage einer der wichtigsten Faktoren im Sport", begründet Chris Widmaier die Entscheidung des US-Tennisverbands. Der Sprecher der USTA hat keine Bedenken, dass die Shot Clock nach erfolgreicher Testphase 2017 auch auf höchster Ebene funktioniere.

Strafen bei Zeitüberschreitungen

Zwischen dem Ende eines Punktes und dem nächsten Aufschlag bleiben den Spielern demnach 25 Sekunden. Bei Nichteinhaltung drohen folgende Konsequenzen: Die erste Verfehlung wird mit einer Verwarnung geahndet, danach kommt es zum Punkt- beziehungsweise Spielverlust.

Analog zu den French Open, wo die Shot Clock in diesem Jahr ausschließlich in der Quali zum Einsatz kommt, werden in New York die Modalitäten beim sogenannten Warm-up verschärft: Spätestens eine Minute nachdem der zweite Protagonist nach Betreten des Courts auf seiner Bank Platz genommen hat, soll der Münzwurf erfolgen. Nach einer fünfminütigen Einspielphase bleiben den Spielern noch 60 Sekunden, bis das Match beginnt. Zeitüberschreitungen können mit 20.000 US Dollar belegt werden.

Nach besonders langen Ballwechseln oder Störgeräuschen aus dem Publikum hat der Stuhlschiedsrichter indes die Möglichkeit, das Starten der 25-Sekunden-Uhr nach eigenem Ermessen hinauszuzögern.

Nadal kein Fan der Shot Clock

Ob "Zeitspieler" wie Rafael Nadal oder Novak Djokovic die verschärften Regelungen ohne Widerworte hinnehmen, darf bezweifelt werden. Bei den ATP Finals 2017 in London machte der Weltranglisten-Erste jedenfalls unmissverständlich klar, dass er kein Befürworter der Shot Clock sei.

"Ich denke nicht, dass es gut für die Zukunft der Tour ist. Um mich persönlich mache ich mir weniger Sorgen, da ich keine zehn Jahre mehr spielen will. Ich kann mich schnell daran gewöhnen", so der 31-jährige Spanier.

Sollte die Stoppuhr bei den US Open auf positive Resonanz stoßen, ist eine Einführung in den Hauptfeldern von Melbourne, Roland Garros und Wimbledon nicht mehr fern. Rafael Nadal und Co. müssen sich also wohl oder übel schnellstmöglich mit dem neuen Regulativ anfreunden.

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