US Open: Alexander Zverev eröffnet auf dem Centre Court

Auftakt unter Flutlicht

Dienstag, 29.08.2017 | 04:26 Uhr
Alexander Zverev muss mit hohen Erwartungen umgehen
© getty
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Alexander Zverev wird bei den US Open zum engeren Favoritenkreis gezählt. Sein Auftaktmatch gegen Darian King (Barbados) bestreitet die deutsche Nummer eins im größten Tennisstadion der Welt (2. Match der Night Session nach 1 Uhr MESZ im LIVE-TICKER).

Seinen gestiegenen Marktwert im Unterhaltungsbetrieb des Profitennis kann man gleich am ersten Tag der US Open bestaunen: Da darf Alexander Zverev gleich in der Abendsession im Arthur-Ashe-Stadion sein Erstrundenglück versuchen - und nicht auf irgendeinem der anderen Hauptplätze oder gar in der berüchtigten New Yorker Grand-Slam-Pampa. Zverev steht seit diesem Sommer endgültig im Blickpunkt der Szene, mittendrin und nicht mehr bloß dabei, ganz weit vorne ist er angekommen.

Im unteren Abschnitt des Lostableaus ist er fast schon die einzig verbliebene Attraktion, kein Wunder, dass er gleich auf dem Centre Court vorspielen darf und muss. Zverev wird als Gesicht, als Star, als Nummer 1 der Zukunft gehandelt, eine Währungseinheit, die hoch im Kurs steht bei den US Open. Also dann: Erst Sharapova, dann Zverev unter den Flutlichtern.

Erwartungsdruck

Auf der anderen Seite muss man fast erschrecken, welche Erwartungen sich inzwischen schon mit dem Namen Zverev verbinden. Und wie selbstverständlich von einem Mitfavoriten auf einen Grand-Slam-Titel geredet wird. Dabei steht in Zverevs Arbeitszeugnis für die Majors bisher eine Achtelfinal-Teilnahme als bestes Resultat vermerkt, das liegt runde acht Wochen zurück, Wimbledon 2017. Es gibt genug mahnende Stimmen, zu denen gehört auch die von Boris Becker, neuerdings der Chef im deutschen Herrentennis.

Becker hat gesagt, es werde schwer genug für Zverev, sich bei den Grand Slams als Siegertyp zu beweisen, schließlich gelte ein Sieg gegen den jungen Hamburger schon als wertvolle Trophäe. Hinzu kommt, dass das Spektakel in New York nicht mit anderen Slams und schon gar nicht mit anderen Turnieren auf der Tour zu vergleichen ist, also auch nicht mit den Schauplätzen, an denen Zverev zuletzt siegte. Die US Open sind chaotisch, laut, schrill. Unvorhersehbar auch. Zverev kann noch einmal ein dickes Ausrufezeichen setzen. Aber die Fallhöhe ist schon enorm geworden für ihn.

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