Tennis

French Open: Andrea Petkovic erreicht dritte Runde

Von tennisnet/SID
Andrea Petkovic war knapp dran
© getty

Andrea Petkovic hat bei den French Open in Paris nach einem zumindest phasenweise furiosen Auftritt zum ersten Mal seit drei Jahren wieder dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers erreicht.

Die 30-Jährige gewann am Donnerstag gegen die US-Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands nach 1:19 Stunden 6:0, 7:6 (7:5) und steht jetzt vor einer ultimativen Herausforderung: Am Samstag trifft Petkovic (WTA-Nr. 107) nun auf die Weltranglistenerste Simona Halep aus Rumänien, die sich beim 6:3, 6:1 gegen Taylor Townsend (USA) keine Blöße gab.

Im Halbfinale von Paris 2014 hatte Petkovic gegen Halep verloren (2:6, 6:7). Im direkten Duell liegt die Darmstädterin mit 1:6 zurück. Ihren bislang einzigen Sieg über die derzeitige Branchenführerin hatte sie 2009 feiern können. Doch der Erfolg gegen Mattek-Sands dürfte bei Petkovic für neuerliches Selbstvertrauen gesorgt haben.

"Petko" happy: "Es hat so viel Spaß gemacht"

"Ich war von Anfang an konzentriert, zwischendurch aber zu vorsichtig. Da hat Bethanie gut gespielt", sagte Petkovic bei Eurosport, die die Partie vor vielen deutschen Fans sichtlich genossen hatte: "Das war ja wie bei einem Heimspiel in meinem Garten. Es hat so viel Spaß gemacht. Ich hatte am Ende auch ein bisschen Glück, aber ich habe in meiner Karriere auch schon so viel Pech gehabt."

Petkovic hatte gegen die vorwiegend als Doppel-Spezialistin bekannte Mattek-Sands zumindest zu Beginn klar das Geschehen kontrolliert. Im ersten Satz gelangen Mattek-Sands nur 13 Punkte. Nach 25 Minuten holte sich die Hessin den Auftaktdurchgang mit einem cross geschlagenen Vorhandwinner.

Petkovic behält im Tiebreak kühlen Kopf

In der Folge kassierte die immer wieder von vielen Zuschauern angefeuerte "Petko" auf dem überfüllten Court 8 ihr erstes Break, nahm ihrer Gegnerin dann aber das Aufschlagspiel zum 4:4-Ausgleich ab. Im Tiebreak behielt Petkovic, Roland-Garros-Halbfinalistin von 2014, die Nerven. Sie agierte offensiv - und ließ sich auch von zwei Doppelfehlern in Folge nicht schocken. Ein Rückhandfehler von "BMS" beim ersten Matchball der Deutschen beendete das Duell.

Die auf Platz 107 der Weltrangliste abgestürzte Darmstädterin knüpfte damit nahtlos an ihre gute Leistung aus dem Erstrundenmatch gegen die gesetzte Französin Kristina Mladenovic (7:6, 6:2) an. Zuletzt war Petkovic bei den US Open 2015 in die dritte Runde eines Majors vorgestoßen.

Kerber und Görges können noch am Donnerstag nachziehen

In Paris ist Petkovic dort die erste von insgesamt sieben gestarteten deutschen Spielerinnen. Am Donnerstagnachmittag könnten die deutsche Nummer eins Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 11) und die zweimalige Grand-Slam-Gewinnerin Angelique Kerber (Kiel/Nr. 12) es ihr gleichtun.

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