Die Spitzenspieler suchen noch nach der Feinjustierung

Schrumpfen, um zu wachsen

Sonntag, 28.05.2017 | 09:45 Uhr
Pablo Cuevas und Novak Djokovic haben das Licht am Chatrier ausgemacht
© GEPA
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Ob auf den Plätzen weit draußen oder auf dem Chatrier: Die Profis machen sich bereit für den Beginn der French Open 2017.

Von Jens Huiber aus Paris

Es soll ausgebaut werden im Stade Roland Garros, an der Außenwand des legendären Court 1 (der schon vor ein paar Jahren das Zeitliche hätte segnen sollen) gibt es eine eindrucksvolle Animation zu bewundern, die die Baufortschritte im Zeitraffer darstellt. Um aber wachsen zu können, scheint die Strategie erst einmal jene der künstlichen Verknappung zu sein, hinter dem Suzanne Lenglen gibt es nun weniger Trainingsplätze - und zumindest am Sonntag nur noch zwei Courts, die tatsächlich dem Wettkampfbetrieb dienen: die Plätze 14 und 17.

Am Kids' Day war an ein Durchkommen eben dorthin nicht zu denken, Florian Mayer wird, davon ist auszugehen, Begleitschutz bekommen, wenn er auf Court 14 den Nachfolger von Julia Görges gibt. Die Aufgabe ist keine ausgewählt aussichtsreiche, auch wenn Mayers Gegner, Pablo Carreno Busta, auf Asche noch nicht jenen Rhythmus gefunden hat, der den Spanier in Indian Wells bis ins Halbfinale gebracht hat. Carreno Busta konnte zwar den Titel in Estoril holen, bei den großen Veranstaltungen zuletzt in Madrid und Rom war indes jeweils nach zwei Matches Schluss. Was im Übrigen genau den Verlauf der jüngsten Masters-Turniere für Florian Mayer widerspiegelt.

Verdacht auf Lustlosigkeit

Mayer hat wieder ein wenig in Tritt gefunden nach einem völlig verpatzten Saisonauftakt mit knappen Niederlagen und der unfreundlichen Aufgabe, in der ersten Runde der Australian Open Rafael Nadal bespielen zu müssen. In der Weltrangliste rangiert Mayer immerhin auf Position 44, Pablo Carreno Busta wäre da durchaus in Blickweite. Der Spanier geht dennoch als Favorit in dieses Match, nicht zuletzt den äußeren Umständen geschuldet: Es herrscht Sommer in Paris, die Aussichten auf eine Wiederholung des Regen-Debakels vom vergangenen Jahr sind zum Glück schlecht.

Später am Sonntag hat sich die Anlage geleert, Philipp Kohlschreibers Trainingseinheit mit Roberto Bautista-Agut dennoch einige Zuschauer gefunden. Wie bei seinem alten Spezl Mayer hat es die Auslosung auch mit Kohlschreiber nicht gut gemeint, der langjährige Landesbeste muss in der ersten Runde gegen Nick Kyrgios bestehen. Immerhin: Im Gegensatz zu Carreno Busta besteht bei Kyrgios immer mal wieder der Verdacht auf latente Lustlosigkeit. Die Erfolge auf Asche sind beim Australier 2017 jedenfalls bis dato ausgeblieben.

Der Coach als Star

Die Lust zurück, so hört man, ist jedenfalls bei Novak Djokovic. Und warum auch nicht? Der Court Philippe Chatrier ist zu später Stunde noch zu mindestens einem Drittel gefüllt, die Hauptattraktion sind zwar nicht Djokovic und sein Trainingspartner Pablo Cuevas, sondern ein Herr mit Sonnenbrille und sehr kurzen Socken, der Weltranglisten-Zweite scheint sich indes nicht an der Popularität seines neuen Übungsleiters Andre Agassi zu stören. Die US-Legende bringt routiniert die Bälle ins Spiel, pariert ebenso gekonnt die verbalen Avancen der Fans. Der erste Test für Djokovic wartet erst am Montag, wie bei Florian Mayer in Gestalt eines Spaniers: Marcel Granollers.

Hier die Auslosung für die French Open der Herren

Hier der Spielplan

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