Federer, Williams, Lucic-Baroni: Australische Oldie-Party geht weiter

Altersrekord für Open Era

Von SID/fg
Mittwoch, 25.01.2017 | 16:38 Uhr
Mirjana Lucic-Baroni feiert ihren späten Erfolg
© getty
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Bei den Australian Open in Melbourne wurde ein Altersrekord für Halbfinals bei Grand-Slam-Turnieren im Tennis der Neuzeit aufgestellt. Erstmals seit Beginn der Open Era 1968 sind drei Halbfinalisten in den beiden Einzelkonkurrenzen älter als 30 Jahre.

In Down Under stehen sich in einem Schweizer Duell der 35 Jahre alte Roger Federer und Stan Wawrinka (31) gegenüber, im zweiten Spiel treffen der Spanier Rafael Nadal (30) und der Bulgare Grigor Dimitrow (25) aufeinander.

Bei den Damen sind sogar drei der vier Spielerinnen älter als 34 Jahre: Vorjahresfinalistin Serena Williams (USA/35), deren Schwester Venus Williams(36) und Mirjana Lucic-Baroni(Kroatien/34). Aus dem Rahmen fällt lediglich Coco Vandeweghe (USA/25).

Einen solchen "Senioren-Ball" im Herreneinzel hatte es zuletzt vor 49 Jahren bei den French Open gegeben. Damals triumphierte der 33 Jahre alte Australier Ken Rosewall zum zweiten Mal nach 1953, weitere Halbfinalisten waren der 40 Jahre alte Ricardo Gonzalez (USA), der Spanier Andres Gimeno (30) und der Australier Rod Laver (29).

"30 ist das neue 20"

Serena Williams war sichtlich stolz auf sich und die Protagonisten der Oldie-Party von Melbourne. "30 ist das neue 10. Und ich könnte nicht glücklicher darüber sein", sagte die 22-malige Grand-Slam-Siegerin nach ihrem deutlichen 6:2, 6:3 im Viertelfinale der Australian Open gegen die formstarke Britin Johanna Konta (Nr. 9). Tatsächlich scheinen Williams und Co. am anderen Ende der Welt in einen Jungbrunnen gefallen zu sein.

"Für uns geht es einfach weiter und weiter. Auch ich spüre, dass ich in den letzten Jahren super konstant war", meinte die 35-jährige Williams, die am Donnerstag auf die Weltranglisten-79. Mirjana Lucic-Baroni (34) trifft. Dieses Duell hat es zuletzt im Sommer 1998 in Wimbledon gegeben, als Williams und Lucic zarte 16 Jahre alt waren.

Lucic-Baroni: "Professionellere Regeneration"

Die Kroatin Lucic-Baroni mit der tragischen Lebensgeschichte setzte ihre Siegesserie beim 6:4, 3:6, 6:4 gegen US-Open-Finalistin Karolina Pliskova (Tschechien/Nr. 5) fort und steht bei einem Major erstmals seit 18 Jahren wieder unter den letzten vier. Im anderen Halbfinale spielt Venus Williams (36) gegen ihre amerikanische Landsfrau und Kerber-Bezwingerin Coco Vandeweghe, die mit ihren 25 Jahren etwas aus dem Rahmen fällt.

Lucic-Baroni glaubt, dass die Erfahrung auf der Tour noch wichtiger für den Erfolg geworden ist. "Außerdem arbeitet jede noch härter, und die Regeneration wird professioneller angegangen. Es ist heutzutage schwer für die ganz jungen Spielerinnen, die Routiniers zu bezwingen", sagte die in Dortmund geborene Lucic-Baroni, die lange Zeit das Opfer ihres gewalttätigen Vaters Marinko war.

Die Australian Open im Überblick

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