Montag, 30.01.2017

Der "Maestro" wird weltweit gefeiert

Roger Federer - Das Gesicht des guten Sports

Größer als in den letzten Januar-Tagen des Jahres 2017 ist die Begeisterung für Roger Federer nach dessen Final-Triumph gegen Rafael Nadal bei den Australian Open wohl noch nie gewesen.

Roger Federer am Tag danach
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Roger Federer am Tag danach

Die Nacht war kurz, es gab sie eigentlich gar nicht. Die Beine waren schwer, der Rücken schmerzte. Aber all jene, die Roger Federer am Montag in Melbourne begegneten, bei dem üblichen offiziellen Pokalfoto des Turnierchampions, sahen dem relaxten Maestro die schönen, erfolgreichen Strapazen nicht wirklich an. "Eine Stunde habe ich geschlafen. Und als ich wieder munter war, habe ich noch mal gedacht: Ja, es stimmt. Es war kein Traum", sagte Federer mit einem zufriedenen Lächeln, der Mann, der in den Stunden nach dem Sensationscoup "am liebsten die ganze Welt umarmt hätte." Und der seinerseits schon von der ganzen Welt umarmt wurde, er, der universellste, beliebteste und prägendste Sportler dieser Zeit. Er habe sie selbst auch "schon ein wenig mitbekommen", die große Freude und Euphorie über seinen Sieg, so Federer, "aber mich hat natürlich am meisten glücklich gemacht, wie meine Familie und meine engsten Freunde gefeiert haben."

ATP-Weltrangliste: Die meisten Wochen auf Platz 1
Andy Murray ist durch seinen Einzug ins Finale von Paris ab Montag erstmals die Nummer 1 der Welt. Doch wer war die meisten Wochen am Stück ganz oben? SPOX gibt einen Überblick
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Andy Murray ist durch seinen Einzug ins Finale von Paris ab Montag erstmals die Nummer 1 der Welt. Doch wer war die meisten Wochen am Stück ganz oben? SPOX gibt einen Überblick
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Zur Einordnung vorneweg: Boris Becker war 1991 zwei Mal die Nummer eins - einmal für neun Wochen, einmal für drei Wochen
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Zur Einordnung vorneweg: Boris Becker war 1991 zwei Mal die Nummer eins - einmal für neun Wochen, einmal für drei Wochen
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Platz 14 - Andre Agassi (USA): 52 Wochen vom 13. September 1999 bis zum 10. September 2000
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Platz 14 - Andre Agassi (USA): 52 Wochen vom 13. September 1999 bis zum 10. September 2000
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Platz 12 - Novak Djokovic (SRB): 53 Wochen vom 4. Juli 2011 bis zum 8. Juli 2012
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Platz 12 - Novak Djokovic (SRB): 53 Wochen vom 4. Juli 2011 bis zum 8. Juli 2012
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Platz 12 - John McEnroe (USA): 53 Wochen vom 13. August 1984 bis zum 18. August 1985
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Platz 12 - John McEnroe (USA): 53 Wochen vom 13. August 1984 bis zum 18. August 1985
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Platz 11 - Rafael Nadal (ESP): 56 Wochen vom 7. Juni 2010 bis zum 3. Juli 2011
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Platz 11 - Rafael Nadal (ESP): 56 Wochen vom 7. Juni 2010 bis zum 3. Juli 2011
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Platz 10 - John McEnroe (USA): 58 Wochen vom 3. August 1981 bis zum 12. September 1982
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Platz 10 - John McEnroe (USA): 58 Wochen vom 3. August 1981 bis zum 12. September 1982
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Platz 9 - Lleyton Hewitt (AUS): 75 Wochen vom 19. November 2001 bis zum 27. April 2003
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Platz 9 - Lleyton Hewitt (AUS): 75 Wochen vom 19. November 2001 bis zum 27. April 2003
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Platz 8 - Ivan Lendl (Tschechoslowakei): 80 Wochen vom 30. Januar 1989 bis zum 12. August 1990
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Platz 8 - Ivan Lendl (Tschechoslowakei): 80 Wochen vom 30. Januar 1989 bis zum 12. August 1990
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Platz 7 - Pete Sampras (USA): 82 Wochen vom 13. September 1993 bis zum 9. April 1995
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Platz 7 - Pete Sampras (USA): 82 Wochen vom 13. September 1993 bis zum 9. April 1995
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Platz 6 - Jimmy Connors (USA): 84 Wochen vom 30. August 1977 bis zum 8. April 1979
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Platz 6 - Jimmy Connors (USA): 84 Wochen vom 30. August 1977 bis zum 8. April 1979
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Platz 5 - Pete Sampras (USA): 102 Wochen vom 14. April 1996 bis zum 29. März 1998
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Platz 5 - Pete Sampras (USA): 102 Wochen vom 14. April 1996 bis zum 29. März 1998
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Platz 4 - Novak Djokovic (SRB): 122 Wochen vom 7. Juli 2014 bis zum 7. November 2016
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Platz 4 - Novak Djokovic (SRB): 122 Wochen vom 7. Juli 2014 bis zum 7. November 2016
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Platz 3 - Ivan Lendl (Tschechoslowakei): 157 Wochen vom 9. September 1985 bis zum 11. September 1988
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Platz 3 - Ivan Lendl (Tschechoslowakei): 157 Wochen vom 9. September 1985 bis zum 11. September 1988
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Platz 2 - Jimmy Connors (USA): 160 Wochen vom 29. Juli 1974 bis zum 22. August 1977
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Platz 2 - Jimmy Connors (USA): 160 Wochen vom 29. Juli 1974 bis zum 22. August 1977
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Platz 1 - Roger Federer (SUI): 237 Wochen vom 2. Februar 2004 bis zum 17. August 2008
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Platz 1 - Roger Federer (SUI): 237 Wochen vom 2. Februar 2004 bis zum 17. August 2008
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Erst daheim in der Schweiz wird Federer noch einmal in aller Ruhe nachlesen und studieren können, was er mit seinem 18. Grand-Slam-Sieg - diesem Triumphzug aus dem Nichts, dem Traum-Comeback nach Verletzungsärger - ausgelöst und angerichtet hat. Größer als in diesen letzten Januar-Tagen des Jahres 2017 ist die Federer-Mania nie gewesen, und wahrscheinlich auch nie verdienter für einen Athleten, der sich mit der Erfolgsmission auch gegen alle verfrühten sportlichen Beerdigungsredner und Untergangsszenarien gestemmt hat. "Wenn du konsequent an dich selbst glaubst, wenn du nicht schwankst mit deinen Entscheidungen, dann kann dich so leicht nichts erschüttern", sagt Federer, und es klingt ganz automatisch, ohne pädagogischen Zeigefinger, wie ein Lehrsatz für junge Tennisspieler, eigentlich für jeden Sportler in der Welt da draußen.

Unerschütterlicher Glaube

Und es stimmt ja: Keiner war mehr als Federer selbst davon überzeugt, dass noch einmal ein Titellauf wie der von Melbourne möglich sei - selbst dann noch, als in den letzten Jahren immer mal wieder körperliche Wehwehchen auftraten und zuletzt gar eine halbjährige Auszeit erforderlich war. "Roger hat immer die Vorstellung gehabt: Ich kann noch einen Grand Slam gewinnen", sagt der langjährige Weggefährte, Trainer Severin Lüthi. "Sonst würde er diese Arbeit nicht mehr machen. Diese langen Trainingstage, dieses Comeback zuletzt."

Federer wurde in den frühen Jahren seiner Laufbahn gern auch als Glückskind beschrieben, dem kraft seiner Talente vieles ganz automatisch zufalle, es war eine Zeit, in der viele, auch in seiner Schweizer Heimat, Titel und Trophäen mit einer gleichmütigen Selbstverständlichkeit registrierten. Diese Wahrnehmung veränderte sich jenseits seines 30. Geburtstages, als Federer zwar noch einmal auf dem geliebten Grün von Wimbledon triumphierte, danach aber wie der unermüdliche Sisyphos der Tenniswelt den früheren Triumphen, den Pokalschätzen nachjagte. Und ein ums andere Mal scheiterte.

Noch nie so sehr Mensch

Die hymnische Verehrung, die nun die Begleitmusik seines Melbourne-Coups ist, hat ursächlich damit zu tun: Federer war noch nie so wenig Tennis-Gott wie jetzt. Und noch nie so sehr Mensch, Kämpfer, Arbeiter, Identifikationsfigur wie jetzt. So erlebte er, was auch schon andere ganz Große des Sports erlebten: Im Moment der Verletzlichkeit, abseits der scheinbar abonnierten Erfolgsmomente, wurde die Liebe und Zuneigung am intensivsten. "Es kommt mir alles wie ein Märchen vor", sagte Federer auch noch am Tag nach dem Sieg über Nadal. Dass er ihn, den alten Freund und Weggefährten, besiegte, war im übrigen die perfekte Addition - denn Federer weiß nur zu gut, wie sehr sie beide sich gegenseitig anstachelten zu bedeutenden Siegen, jeder der Bessermacher des anderen.

Grand-Slam-Upsets: Murray tut es Nole gleich
Mischa Zverev wirft Andy Murray raus - die Nummer eins der Welt. Was für eine Überraschung. Aber das gab es doch schon öfter, oder? SPOX zeigt die größten Grand-Slam-Upsets
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AUSTRALIAN OPEN 2017, NOVAK DJOKOVIC - DENIS ISTOMIN 6:7, 7:5, 6:2, 6:7, 4:6: Seriensieger Novak scheiterte nur Tage vor Murray in Runde zwei am Usbeken Istomin. Zuvor hatte er fünf der letzten sechs Aussie Open gewonnen
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WIMBLEDON 1987, BORIS BECKER - PETER DOOHAN 6:7, 6:4, 2:6, 2:6: Als großer Favorit reiste Becker nach London, um dort zum dritten Mal zu gewinnen. Doch die Nummer eins der Setzliste scheiterte bereits in Runde zwei gegen den ungesetzten Aussie Doohan
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WIMBLEDON 1987, BORIS BECKER - PETER DOOHAN 6:7, 6:4, 2:6, 2:6: Als großer Favorit reiste Becker nach London, um dort zum dritten Mal zu gewinnen. Doch die Nummer eins der Setzliste scheiterte bereits in Runde zwei gegen den ungesetzten Aussie Doohan
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FRENCH OPEN 1989, IVAN LENDL - MICHAEL CHANG 6:4, 6:4, 3:6, 3:6, 3:6: Lendl, damals Weltranglistenerster, führte im Achtelfinale bereits sicher mit 2:0 nach Sätzen. Plötzlich drehte Außenseiter Chang auf und holte sich trotz Wadenkrämpfen noch das Match
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FRENCH OPEN 1989, IVAN LENDL - MICHAEL CHANG 6:4, 6:4, 3:6, 3:6, 3:6: Lendl, damals Weltranglistenerster, führte im Achtelfinale bereits sicher mit 2:0 nach Sätzen. Plötzlich drehte Außenseiter Chang auf und holte sich trotz Wadenkrämpfen noch das Match
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WIMBLEDON 1994, STEFFI GRAF - LORI MCNEIL 5:7, 6:7: Zum ersten Mal in der Wimbledon-Geschichte verlor die Titelverteidigerin in Runde eins. Graf hatte fünf der letzten sechs Titel gewonnen. Ihre Gegnerin kämpfte sich danach bis ins Halbfinale vor
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WIMBLEDON 1994, STEFFI GRAF - LORI MCNEIL 5:7, 6:7: Zum ersten Mal in der Wimbledon-Geschichte verlor die Titelverteidigerin in Runde eins. Graf hatte fünf der letzten sechs Titel gewonnen. Ihre Gegnerin kämpfte sich danach bis ins Halbfinale vor
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WIMBLEDON 1999, MARTINA HINGIS - JELENA DOKIC 2:6, 0:6: Gegen eine Qualifikantin war für die Nummer eins der Setzliste schon in Runde eins Schluss: Hingis schied sang- und klanglos aus. Nach nur 54 Minuten war die Partie gegen die 16-jährige Dokic vorbei
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WIMBLEDON 1999, MARTINA HINGIS - JELENA DOKIC 2:6, 0:6: Gegen eine Qualifikantin war für die Nummer eins der Setzliste schon in Runde eins Schluss: Hingis schied sang- und klanglos aus. Nach nur 54 Minuten war die Partie gegen die 16-jährige Dokic vorbei
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AUSTRALIAN OPEN 2002, MARAT SAFIN - THOMAS JOHANSSON 6:3, 4:6, 4:6, 6:7: Völlig überraschend setzte sich Johansson im Finale gegen den höher eingestuften Safin durch. Der Schwede sicherte sich den einzigen Grand-Slam-Titel seiner Karriere
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WIMBLEDON 2002, PETE SAMPRAS - GEORGE BASTL 3:6, 2:6, 6:4, 6:3, 4:6: Die Sensation war perfekt! In fünf Sätzen besiegte die Nummer 145 der Welt den siebenfachen Titelträger Sampras in Runde zwei
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WIMBLEDON 2003, LLEYTON HEWITT - IVO KARLOVIC 6:1, 6:7, 3:6, 4:6: Aufschlagwunder Karlovic sorgte für die große Überraschung - der Qualifikant besiegte in seinem ersten Grand-Slam-Einzelmatch gleich in der ersten Runde den an Nummer eins gesetzten Hewitt
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FRENCH OPEN 2009, RAFAEL NADAL - ROBIN SÖDERLING 2:6, 7:6, 4:6, 6:7: Für Sandplatzkönig Nadal die erste Niederlage in Roland Garros überhaupt! Der Spanier unterlag Söderling im Achtelfinale und verlor danach erst wieder 2015 ein Match in Paris
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FRENCH OPEN 2009, RAFAEL NADAL - ROBIN SÖDERLING 2:6, 7:6, 4:6, 6:7: Für Sandplatzkönig Nadal die erste Niederlage in Roland Garros überhaupt! Der Spanier unterlag Söderling im Achtelfinale und verlor danach erst wieder 2015 ein Match in Paris
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FRENCH OPEN 2012, SERENA WILLIAMS - VIRGINIE RAZZANO 6:4, 6:7, 3:6: Als Nummer 111 der Welt besiegte Außenseiterin Razzano die große Dame der Tenniswelt in Runde eins. Eine Runde später war dennoch Schluss
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FRENCH OPEN 2012, SERENA WILLIAMS - VIRGINIE RAZZANO 6:4, 6:7, 3:6: Als Nummer 111 der Welt besiegte Außenseiterin Razzano die große Dame der Tenniswelt in Runde eins. Eine Runde später war dennoch Schluss
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WIMBLEDON 2012, RAFAEL NADAL - LUKAS ROSOL 7:6, 4:6, 4:6, 6:2, 4:6: Ein echter Krimi! In fünf Sätzen musste sich Nadal dem ungesetzten Rosol geschlagen geben. Der hatte zuvor fünf Mal in der Quali verloren
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WIMBLEDON 2012, RAFAEL NADAL - LUKAS ROSOL 7:6, 4:6, 4:6, 6:2, 4:6: Ein echter Krimi! In fünf Sätzen musste sich Nadal dem ungesetzten Rosol geschlagen geben. Der hatte zuvor fünf Mal in der Quali verloren
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WIMBLEDON 2013, ROGER FEDERER - SERGIY STAKHOVSKY 7:6, 6:7, 5:7, 6:7: In Runde zwei war Schluss für den siebenmaligen Wimbledonsieger. Er verlor gegen den ungesetzten Ukrainer, der damit für einen seiner größten Erfolge sorgte
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WIMBLEDON 2013, ROGER FEDERER - SERGIY STAKHOVSKY 7:6, 6:7, 5:7, 6:7: In Runde zwei war Schluss für den siebenmaligen Wimbledonsieger. Er verlor gegen den ungesetzten Ukrainer, der damit für einen seiner größten Erfolge sorgte
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WIMBLEDON 2015, RAFAEL NADAL - DUSTIN BROWN 5:7, 6:3, 4:6, 4:6: Die Sensation in Runde zwei! Dreddy bezwang Nadal in vier Sätzen, nachdem er den damaligen Weltranglistenersten bereits in einem Vorbereitungsturnier schlagen konnte
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WIMBLEDON 2015, RAFAEL NADAL - DUSTIN BROWN 5:7, 6:3, 4:6, 4:6: Die Sensation in Runde zwei! Dreddy bezwang Nadal in vier Sätzen, nachdem er den damaligen Weltranglistenersten bereits in einem Vorbereitungsturnier schlagen konnte
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WIMBLEDON 2014, NICK KYRGIOS - RAFAEL NADAL 7:6, 5:7, 7:6, 6:3: Und nochmal Nadal. Nummer eins gegen Nummer 144 der Welt - klang nach einer eindeutigen Sache, aber wie der furchtlose Teenager dieses Achtelfinale gewann, verzauberte die Zuschauer
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WIMBLEDON 2014, NICK KYRGIOS - RAFAEL NADAL 7:6, 5:7, 7:6, 6:3: Und nochmal Nadal. Nummer eins gegen Nummer 144 der Welt - klang nach einer eindeutigen Sache, aber wie der furchtlose Teenager dieses Achtelfinale gewann, verzauberte die Zuschauer
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US OPEN 2015, SERENA WILLIAMS - ROBERTA VINCI 6:2, 4:6, 4:6: Vor heimischem Publikum der Schock im Halbfinale! Die 32-jährige Vinci gab keinen Ball verloren, war stark am Netz - und rang die haushohe Favoritin nieder. Nix war's mit Grand Slam!
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US OPEN 2015, SERENA WILLIAMS - ROBERTA VINCI 6:2, 4:6, 4:6: Vor heimischem Publikum der Schock im Halbfinale! Die 32-jährige Vinci gab keinen Ball verloren, war stark am Netz - und rang die haushohe Favoritin nieder. Nix war's mit Grand Slam!
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WIMBLEDON 2016, NOVAK DJOKOVIC - SAM QUERREY 6:7, 1:6, 6:3, 6:7: Trotz Unterbrechung nach zwei Sätzen rang Sam Querrey den unbesiegbaren Joker am zweiten Tag nieder - und machte eine der größten Wimbledon-Sensationen aller Zeiten perfekt
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BONUS: Im "Battle of the Sexes" gewann die 29 Jahre alte Billie Jean King gegen den 55 Jahre alten ehemaligen Wimbledon-Sieger Bobby Riggs mit 6:4, 6:3 und 6:3. Für viele der Beweis: Frauen können Männer schlagen
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BONUS: Im "Battle of the Sexes" gewann die 29 Jahre alte Billie Jean King gegen den 55 Jahre alten ehemaligen Wimbledon-Sieger Bobby Riggs mit 6:4, 6:3 und 6:3. Für viele der Beweis: Frauen können Männer schlagen
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Und wie geht es nun weiter mit diesem überlebensgroßen Regisseur und Hauptdarsteller des Melbourne-Wunderfilms? Es hätte, auf den ersten Blick, kaum einen idealeren Moment zum sofortigen Rücktritt gegeben als diesen 28. Januar in Melbourne. Der späte Doch-Noch-Sieg, der Sieg gegen Nadal, diese dramatische Comeback-Geschichte. Aber Federer hätte auch vor viereinhalb Jahren schon gehen können, nach dem Wimbledonsieg gegen Murray, auch damals war es schon ein Erfolg wider die Erwartung der Fachwelt. Was er danach sagte, in den nicht mehr so glorreichen Jahren, war bemerkenswert und zugleich selbstverständlich für Federer: "Ich verliere jetzt öfter. Aber das stört mich nicht. Denn ich liebe diesen Sport immer noch, mit jeder Faser meines Körpers". Es störte ihn schlichtweg nicht, dass andere Sätze wie eine Monstranz vor sich her trugen, Sätze wie den, dass der oft titellose Federer sein Image als Champion der Champions beschädige.

Auf dem Boden geblieben

Federer ist endgültig zum Phänomen geworden. Aber es handelt sich bei ihm um jemanden, der nie die irdische Schwerkraft verlassen hat, der über den Dingen geschwebt wäre. Auch deshalb gehören seine eigenen Kollegen zu den größten Laudatoren. Keinem haben sie den Sieg so gegönnt wie ihm, einem Mann, der nicht als eiskalter Egoist das Gesicht des Tennis war, kein unnahbarer Star. Sondern einer aus Fleisch und Blut, der ihnen Tipps und Ratschläge für die Karriere gab, sie zu Trainingsstunden einlud, der junge Spieler förderte und forderte. Seine Sympathiewerte sind keine Magie, kein Zufall, sondern die Folge, wofür der Mensch und Sportler Federer stand - und steht.

Tennis Warehouse bietet euch die aktuelle Kollektion von Roger Federer.

Federer wird sich erst einmal ausruhen nach dem Parforceritt von Melbourne, dem Grand Slam-Titel Nummer 18 in seiner Laufbahn. 13 ganze und ein halbes Jahr nach seinem ersten Major-Triumph hat er diese verblüffende Nummer hingelegt, diesen emotional hoch aufgeladenen, den bedeutendsten Sieg überhaupt. "Es wird eine Zeit dauern, bis ich das alles richtig begriffen habe", sagte Federer. Auch damit ist er nicht allein.

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Jörg Allmeroth

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Jörg Allmeroth

Jörg Allmeroth(Redaktion)

Seit 1990 auf der Tennistour unterwegs. Reporter bei über 90 Grand Slam-Turnieren. Pionier bei tennisnet. Motto: Expect the unexpected.

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