Roger Federer über einen möglichen Rücktritt und Doping

Federer: "Tennis schaffst du locker ohne Doping"

Dienstag, 10.01.2017 | 20:14 Uhr
Roger Federer trainiert bereits in Melbourne
© getty

Gewohnt spielfreudig kehrte Roger Federer beim Hopman Cup auf den Tennisplatz zurück. Vor den Australian Open (ab 16. Januar) sprach der "Maestro" Klartext zum Thema Doping und stellte sich den "mühsamen" Fragen zum Zeitpunkt seines möglichen Rücktritts.

Sein Auftritt in Perth fand weltweit große Beachtung. Federer zeigte sich bei der inoffiziellen Mixed-WM in guter Verfassung und trainiert bereits in Melbourne für die in einer Woche beginnenden Australian Open. Vollmundige Prognosen seien nach der langen Zwangspause jedoch nicht angebracht. "Ich bin schon vorsichtiger, was ich herausposaune", sagte der 35-jährige Basler der Schweizer Nachrichtenagentur SDA in einem Interview.

"Ich kenne mein Alter und kann sicher nicht bis Tokio 2020 vorausschauen." Federer plant vorläufig bis zum ATP-Masters-1000-Turnier in Miami im April. Danach wisse er zwar, welche Turniere er spielen will, was aber nur gelte, "wenn jetzt in den nächsten Wochen und Monaten alles gut geht."

Erlebe ausgewählte Tennis-Highlights Live und auf Abruf auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Die Fragen nach seinem Rücktritt perlen indes an ihm ab. "Mühsam war vielmehr, dass es schon 2009 angefangen hat", betonte Federer. Diese Frage sei so kompliziert, "da ich die Antwort selber nicht weiß." Wenn er wüsste, wann er aufhören würde, wäre das einfacher: "Ich lasse es auf mich zukommen, und irgendwann werde ich es wahrscheinlich spüren."

Beim Thema Doping sprach der 17-fache Grand-Slam-Sieger hingegen Klartext: "Wenn einer beschissen hat, erwarte ich, dass der sofort genagelt wird, dann ist fertig." Große Sorgen um seinen Sport habe er aber nicht: "Tennis ist ja am Ende immer noch ein Spiel, intuitiv, das schaffst du locker ohne Doping." Zudem sei die Sportart "nicht so abhängig von einem Star, dass du den nicht fallen lassen kannst." Dennoch: Das viele Geld, das heutzutage im Umlauf ist, habe den Anreiz zum Betrügen deutlich erhöht, räumte Federer ein.

Roger Federer im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung