Rafael Nadal hat aus seiner Brisbane-Niederlage gegen Milos Raonic gelernt

Rafas taktische Revanche

Mittwoch, 25.01.2017 | 20:40 Uhr
Rafael Nadal: Kleine Änderung, große Wirkung
© getty
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Vor drei Wochen noch ist Rafael Nadal in Brisbane an Milos Raonic gescheitert - in Melbourne gelang ihm die Revanche. Auch dank einer taktischen Veränderung.

Von Florian Goosmann aus Melbourne

Endlich wieder im Halbfinale eine Grand Slams: Rafael Nadal hat seine Durststrecke bei den großen Turnieren beendet und steht erstmals seit den French Open 2014 wieder in der Vorschlussrunde eines Majors (in Paris gewann er letztlich das Turnier). Keine Selbstverständlichkeit: Gegen Milos Raonic hatte Nadal zwei der letzten drei Partien verloren, zuletzt vor drei Wochen in Brisbane.

In Melbourne fiel auf, dass Nadal eine wesentliche taktische Veränderung im Vergleich zu Brisbane vorgenommen hatte - beim Return, dem so wichtigen Schlag gegen Aufschlaggigant Raonic: Nadal stand weiter vorne, nahm die Aufschläge des Kanadiers früher an. "Ich habe diesmal innerhalb des Feldes returniert, in Brisbane stand ich sechs, sieben Meter hinter der Grundlinie", bestätigte er auch im Anschluss. Ein taktischer Schachzug, den er sich mit seinen Coaches überlegt hatte. "Ich habe mir das Match vorher angeschaut und entschieden, nach vorne zu gehen. Ich habe mich mit Toni und Carlos besprochen, da wussten wir, dass wir etwas ändern müssen. Vor dem Match dachten wir erst daran, zu mischen, mal sehr nah an der Grundlinie zu returnieren, mal weiter hinten."

"Heute habe ich etwas dagegengesetzt"

Nadal aber entschied sich zum kompletten Angriff. "Ich habe mich innerhalb des Platzes wohlgefühlt, habe gemerkt, dass ich ihn dadurch unter Druck setze. Da habe ich mich entschieden, fast die ganze Zeit vorne zu stehen." In Brisbane, so Nadal, habe er nach einem entscheidenden Ball zu seinen Ungunsten seine Court-Präsenz verloren, zu defensiv gespielt. "Heute hingegen war ich da. Sogar in Momenten, in denen er stark von der Grundlinie gespielt hat, habe ich versucht, seinen harten Schlägen etwas entgegenzusetzen, mich nicht zurückdrängen zu lassen, nicht zu viele Meter hinter die Grundlinie. Das war eine wichtige Umstellung für mich."

Dennoch, so Nadal, entscheide ein Spiel wie dieses nur ein paar Punkte. "Mir sind heute ein paar großartige Passierschläge gelungen, das tut mir gut. Wenn mir das gelingt, ist es, weil ich sehr gut spiele", so der Spanier.

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