Flashback - Heute vor... 15 Jahren: Als Thomas Johansson seine große Chance nutzte

Thomas Johanssons Traumlauf

Freitag, 27.01.2017 | 21:32 Uhr
Thomas Johansson feiert seinen ersten und einzigen Major-Titel
© getty

Gelegenheiten muss man beim Schopfe packen: Das dachte sich auch der Schwede Thomas Johansson, als er 2002 die Australian Open gewann - und hierbei ein offenes Feld ausnutzte.

Gelegenheit macht Diebe... nun, ob man Thomas Johansson aber wirklich so bezeichnen kann? Eines hat er im Januar 2002 allerdings gezeigt: Wie man Chancen, die sich einem bieten, eiskalt nutzt.

Johansson gewann am 27. Januar 2002 seinen ersten und einzigen Grand-Slam-Titel und profitierte hierbei von einem beinahe vergleichslosen Favoritensterben. Die Nummern eins und zwei des Turniers, Lleyton Hewitt und Gustavo Kuerten - raus in Runde eins. Die Nummer drei, Vorjahressieger Andre Agassi - verletzt zurückgezogen. Die Nummern vier und fünf, Yevgeny Kafelnikov und Sebastien Grosjean - Aus in Runde zwei. So kam es im Finale zum Spiel Johansson gegen Marat Safin, den unberechenbaren Russen, der wohl zu lange in seinen 22. Geburtstag am Finaltag hineingefeiert hatte und zwar eine Spielerbox mit ungewöhnlich hohem Damenanteil präsentierte, dafür aber auf dem Platz enttäuschte. Johansson gewann mit 3:6, 6:4, 6:4 und 7:6 (4) gegen Safin, der an Position neun gesetzt sein höchstnotierter Gegner war.

Die große Chance für Tommy Haas

Johansson, der im Laufe seiner Karriere insgesamt neun Karrieretitel holte und mit Position sieben im Juni 2002 seine höchste Ranglistenposition einnahm, ließ in Wimbledon 2005 noch mal aufhorchen, als er das Halbfinale erreichte. Safin hingegen holte nach den US Open im Jahr 2000 in Australien doch noch seine Revanche - 2005 siegte er nach einem Klassiker im Halbfinale gegen Roger Federer im Endspiel gegen Lleyton Hewitt.

Bitter waren die Australian Open 2002 vor allem für einen: Tommy Haas. Er hatte es ins Halbfinale gegen Safin geschafft und führte mit 7:6(5), 6:7 (4) und 6:3, als ihn eine Regenpause völlig aus dem Konzept brachte und er im Anschluss mit 0:6 und 2:6 unterging. Es war die vielleicht größte Chance des Deutschen, der insgesamt vier Halbfinals auf Grand-Slam-Ebene erreichte, davon drei (1999, 2002, 2007) bei seinem Lieblingsturnier in Melbourne.

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