Dienstag, 22.11.2016

ATP Challenger/Futures

Wimbledon-Wundermann Marcus Willis setzt nun wieder sportliche Glanzlichter

Der Engländer feiert in Kuwait zum nunmehr neunten Mal einen Future-Sieg und dabei zum fünften Mal ein Double.

LONDON, ENGLAND - JUNE 29: Marcus Willis of Great Britain reacts during the Men's Singles second round match against Roger Federer of Switzerland on day three of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and Croquet Club...
© Julian Finney
LONDON, ENGLAND - JUNE 29: Marcus Willis of Great Britain reacts during the Men's Singles second round match against Roger Federer of Switzerland on day three of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and Croquet Club...

"Das ist nicht mein normaler Mittwoch", hatte Marcus Willisnach seinem Zweitrunden-Duell mit Roger Federer in Wimbledon bekannt. Und dafür viele Lacher im Pressezentrum geerntet. Ebenfalls nicht der Normalfall ist es für den 26-Jährigen, internationale Turniere zu gewinnen - doch genau das ist ihm in der vergangenen Woche gelungen. Der Brite hat am Wochenende beim 10.000-US-Dollar-Hartplatzturnier in Meshref seinen neunten ITF-Future-Titel in seiner Laufbahn und zugleich zum fünften Mal das Double geholt. Willis (ATP 501) blieb in Kuwait im gesamten Turnierverlauf ohne einen Satzverlust und schlug im Finale dabei den Deutschen Daniel Altmaier mit 6:3, 7:6 (8), nach Abwehr von fünf Satzbällen im zweiten Durchgang. Im Doppel triumphierte er gemeinsam mit dem 18-Jährigen gleichfalls ohne Satzverlust.

Umso bemerkenswerter scheint Willis' Durchmarsch, da dieser seit der Wimbledon-Märchen-Story lediglich ein einziges Turnier bestritten hat, vor einem Monat war er bei den Erste Bank 500 in der Wiener Stadthalle mit einer Wildcard an den Start gegangen und ganz knapp in der ersten Qualifikationsrunde gescheitert. Beim Rasen-Klassiker von London war er als Nummer 772 und nebenberuflicher Tennistrainer mit inklusive Vorqualifikation sieben Siegen in Folge sensationell in die zweite Hauptrunde gekommen und hatte sich, auch durch seine bewegende Hintergrund-Geschichte, seinen ungewöhnlichen Spielstil sowie seinen Humor, in die Herzen der Zuseher gespielt. Seither hatte er mehr abseits der Tennisplätze für Schlagzeilen gesorgt - Anfang September war bekanntgeworden, dass er um den 12. März 2017 herum das erste Mal Vater werden soll. Am 13. November hatte er zudem seine Freundin Jennifer Bates geheiratet. Jetzt sollen weitere sportliche Glanzlichter nachfolgen. Ein erster Schritt dazu wäre in Kuwait schon mal gemacht, eine Verbesserung unter die Top 450 der Welt dürfte ihm sicher sein.

Manuel Wachta

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