Mittwoch, 23.11.2016
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Fast-#NextGen-Star Alexander Bublik wendet Russland Rücken zu

Das große Talent hat sich in diesen Tagen dazu entschlossen, in Zukunft für Kasachstan zu spielen.

Alexander Bublik
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Alexander Bublik

Unter 21 Jahre alt und unter den Top 200 - zwei Kriterien zur Aufnahme in die Reihe der von der ATP als #NextGen bezeichneten Nachwuchshoffnungen, die Alexander Bublik durch eine ganz starke Saison beinahe beide schon erfüllt. Der 19-Jährige gewann 2016 vier ITF-Futures, erreichte seine ersten drei Viertelfinals bei ATP-Challengern und sorgte besonders mit seinem Viertelfinale bei seinem ATP-Hauptfeld-Debüt in Moskau im Oktober gewaltig für Aufsehen. Der junge Mann aus Gatchina verbesserte sich damit von Platz 960 in der Weltrangliste (Ende 2015) bis auf momentan Position 214. Ein mächtiger Sprung vorwärts, den man im russischen Tennisverband sicherlich erfreut registriert hat, weniger allerdings wohl die jüngste Eröffnung Bubliks, diesem künftig den Rücken zuwenden zu wollen. Denn der Teenager hat am Montag, zeitgemäß über die sozialen Medien, seine Absicht verlautbart, in den kommenden Jahren nun für Kasachstan aufschlagen zu wollen.

Bublik ist keineswegs der erste russische Tennisprofi, der diesen Schritt wagen will. So haben in den letzten Jahren etwa Yulia Putintseva, Yaroslava Shvedova und Mikhail Kukushkin ihre Karrieren unter kasachischer Flagge fortgesetzt, Daria Gavrilova spielt indes ja für Australien. Boris Sobkin, Langzeit-Trainer von Russlands Routinier Mikhail Youzhny, meinte gegenüber "Tass News", dass er denke, dass Bubliks Entscheidung keine politischen, sondern finanzielle Gründe habe. "Bublik ist sicher ein vielversprechender Spieler und könnte in Zukunft auf dem höchsten Level einiges zu sagen haben. Ob er auch dorthin kommt, hängt von vielen Faktoren ab" - einer von diesen ist freilich das nötige Kleingeld. "Er hat keine Familie im Finanzwesen und ist gerade in einer Übergangsphase, in der Geld gebraucht wird: Man muss die Spesen für alles aufbringen und den Trainer zahlen." Sobkin machte zudem klar: "Ein jeder sollte wissen, dass ein Nationenwechsel im Sport niemals umsonst geschieht, was bedeutet, dass Kasachstan ein finanziell attraktives Angebot gemacht haben wird, das in Russland in naher Zukunft wohl nicht angeboten worden wäre."

Bublik hat die Tricks schon raus

Das Legen eines solchen Angebots dürfte übrigens auf Bestreben der Familie Bublik zustande gekommen sein. Der kasachische Davis-Cup-Kapitän Dias Doskarayev soll, laut kasachischen Medienberichten, gesagt haben, dass diese zuerst angefragt habe. Fest steht: Russlands Tennis entgeht ein riesiges Talent. Dies beweist Bublik auch gerade beim ATP-Challenger in Astana, wo er nach zwei Siegen in einem weiteren Viertelfinale steht, seinem nunmehr vierten auf der Ebene in dieser Saison. Bei seinem Auftakterfolg gegen den Weißrussen Sergey Betov wusste der Jungstar dabei gleich mit zwei Tricks binnen weniger Sekunden zu begeistern. Seht selbst, im hier nachfolgenden Video.

Manuel Wachta

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