Alexander Zverev rutscht aus den Top 20, Mischa Zverev kratzt an den Top 50

Von Manuel Wachta
Montag, 31.10.2016 | 00:00 Uhr
MELBOURNE, AUSTRALIA - JANUARY 18: Alexander Zverev of Russia poses with his brother Mischa Zverev during day one of the 2016 Australian Open at Melbourne Park on January 18, 2016 in Melbourne, Australia. (Photo by Vince Caligiuri/Getty Images)
© Vince Caligiuri

Der Jüngere scheint knapp nicht mehr in den ersten 20 auf, wohingegen der Ältere alten Gefilden immer näherkommt.

Freud und Leid für die Zverev-Brüder: Während Mischa dank seines überraschenden, starken Halbfinal-Einzugs beim ATP-World-Tour-500-Turnier in Basel als jetzt Nummer 53 der Welt wieder an den Top 50 und seinem Career High von 45 vom 8. Juni 2009 kratzt, hat Alexander am heutigen Tag die Top 20 räumen müssen. Der erst 19-jährige Hamburger fällt in der frisch erschienenen Weltrangliste vom Montag diesmal um einen Platz an die 21. Position zurück. In einer Woche werden ihn, der das Jahr 2016 bereits abgeschlossen hat, dann bloß noch ein paar Ränge sowie 385 ATP-Punkte davon trennen, erstmals vor Roger Federer zu liegen. Dies liegt freilich primär daran, dass der Schweizer "Maestro" die Saison, nach seinem Halbfinal-Aus in Wimbledon, verletzungsbedingt vorzeitig beendet hatte und somit seinen Vorjahrestriumph in seiner Geburtsstadt Basel nicht verteidigen konnte.

Federer nach über 14 Jahren nicht mehr Top 10

Für den 35-Jährigen kommt es demnächst gar noch viel dicker: Dem 17-maligen Grand-Slam-Turniersieger fällt in einer Woche auch noch sein Achtelfinale vom ATP-Masters-1000-Event in Paris-Bercy bzw. seine Endspiel-Teilnahme bei den ATP World Tour Finals in London aus der Wertung. Dann, am 7. November, wird Federer mindestens auf Platz 15 zurückfliegen und ergo kein Mitglied der Top Ten mehr sein, in die er am 14. Oktober 2002 erstmals eingezogen war. Eine über 14 Jahre lange, nahezu unglaubliche Serie der eidgenössischen Legende nimmt damit also durch seine physischen Probleme tatsächlich ein Ende.

Murray in einer Woche Nummer 1 der Welt?

Da, so wie erwähnt, die Zähler aus Paris-Bercy und auch dem Masters in London am nächsten Montag rausfallen und Novak Djokovic beide Veranstaltungen 2015 damals für sich verbucht hatte, wackelt der Weltranglisten-Thron des Serben allmählich beträchtlich - zumal Verfolger Andy Murray am Sonntag bei den Erste Bank Open 500 bereits ein zweites Mal in der Wiener Stadthalle triumphierte. Sollte Djokovic jetzt in Frankreich nicht das Finale erreichen und sich Murray den Titel schnappen, so winkt diesem erstmals die Position als Nummer eins der Welt - und nach seinen Leistungen der letzten Monate gewiss verdient.

Kerber überwintert erstmals an der Spitze

Bei den Damen wird nur noch die Elite Trophy in Zhuhai gespielt, ganz an der Spitze sind die Positionen für 2016 in Stein gemeißelt: Australian-Open- und US-Open-Champion Angelique Kerber (Deutschland) überwintert vor Serena Williams (USA), Agnieszka Radwanska (Polen) und Simona Halep (Rumänien) sowie Dominika Cibulkova (Slowakei), die mit dem Finalsieg über Kerber bei den WTA Finals in Singapur auf Rang fünf springt und so Karolina Pliskova (Tschechien), Garbine Muguruza (Spanien) und Madison Keys (USA) hinter sich lässt. Nebst Kerber gibt's auch für Deutschlands derzeitige Nummern zwei bis fünf keine Veränderungen: Laura Siegemund bleibt 31., Annika Beck 54., Julia Görges 55. und Andrea Petkovic57.

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