US Open

Die Shot Clock kommt (zumindest in der Jugendkonkurrenz)

SID
Sonntag, 04.09.2016 | 08:30 Uhr
during day five of the 2012 Australian Open at Melbourne Park on January 20, 2012 in Melbourne, Australia.
© Ryan Pierse
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Unter den Profis ist eine sichtbare Zeitüberwachung allerdings umstritten.

Der Griff zum Handtuch nach jedem Punkt und zeitraubende Rituale sind vielen ein Dorn im Auge. Damit könnte nun bald Schluss sein – dank der Shot Clock. Denn schon lange wird darüber diskutiert, die 20 Sekunden bei Grand Slams und der WTA-Tour (und 25 Sekunden auf der ATP-Tour) besser zu überwachen und die Spieler im Falle einer Überschreitung mit einer Verwarnung und einem Aufschlag- beziehungsweise Punktabzug zu ahnden.

So weit kommt es nun noch nicht, allerdings startet ab dem heutigen Beginn der Jugend-Konkurrenz der US Open ein Modellversuch. Wie die USTA ankündigte, wird nun eine Shot Clock auf der Anzeigetafel aufscheinen, die beginnen wird zu laufen, sobald der aktuelle Spielstand vom Schiedsrichter eingegeben wurde. Die Entscheidung einer Zeitüberschreitung soll jedoch noch beim Schiedsrichter liegen. „Wir ändern die Regeln nicht, aber wir testen die Technik und machen die Schiedsrichter damit vertraut”, so Stacey Allaster von der USTA.

Shot Clock unter Spielern umstritten

Eine Einführung einer Shot Clock ist jedoch, wie so viele mögliche Regeländerungen im Tennis, umstritten. John Isner beispielsweise ist dagegen, wie „usatoday.com” berichtet . „Ich mag es, mir meine Zeit auf dem Platz zu nehmen. Wenn ich eine Shot Clock runterzählen sehe, würde es mich stressen, wenn ich aufschaue und weiß, dass ich nur noch fünf Sekunden habe. Da würde ich meinen Aufschlag versemmeln.”

Darren Cahill , Ex-Profi und aktuell Coach von Simona Halep, sieht es anders. „Ich bin dafür, das war ich schon immer. Das würde funktionieren. Die Spieler würden sich darauf einstellen. Es würde ein oder zwei Wochen dauern, aber dann würden sie sich anpassen. Es ist eine von einer Reihe an Regeln, die wir anpassen müssen”, findet der Australier. Cahill plädiert jedoch dafür, die Uhr erst zu starten, sobald der Schiedsrichter den Spielstand durchgegeben hat, was erst der Fall sein solle, wenn der Publikumslärm es zulasse. Wenn also ein Ballwechsel mit 25 Schlägen beendet sei, solle die Shot Clock nicht starten, bevor der Applaus abgeklungen sei und der Schiedsrichter den Fans und Zuschauern den Spielstand durchgegeben habe. „Tennisspieler sind Gewohnheitstiere. Wir hören den Spielstand, ohne es wirklich mitzubekommen. Und wenn der Schiedsrichter ihn durchgibt, dann werden wir auch wissen, dass er dann auch die Shot Clock startet”, so Cahill.

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