10 denkwürdige Herren-Matches bei den Olympischen Spielen

Montag, 01.08.2016 | 12:34 Uhr
LONDON, ENGLAND - AUGUST 03: (L-R) Roger Federer of Switzerland is congratulated by Juan Martin Del Potro of Argentina after his 4-6, 7-6, 19-17 win in the Semifinal of Men's Singles Tennis on Day 7 of the London 2012 Olympic Games at Wimbledon on A...
© Clive Brunskill

Diese zehn Partien bei den Herren kreierten große Schlagzeilen bei den Olympischen Spielen.

Tennis war eine der neun ursprünglichen olympischen Sportarten in Athen 1896, gemeinsam mit der Leichtathletik, Radfahren, Fechten, Gymnastik, Schießen, Schwimmen, Gewichtheben und Ringen. Nach den Olympischen Spielen 1924 wurde Tennis aus dem Programm gestrichen. Nachdem es im Jahr 1968 sowie 1984 einen Demonstrationswettbewerb gab, ist Tennis seit 1988 wieder olympisch und aus dem Programm nicht mehr wegzudenken. Seitdem gab es zahlreiche denkwürdige Matches und Momente bei Olympia. Vor Turnierbeginn in Rio de Janeiro blicken wir zurück auf zehn Partien bei den Herren, die Geschichte geschrieben haben.

1992 in Barcelona: Marc Rosset - Jordi Arrese 7:6 (2), 6:4, 3:6, 4:6, 8:6

Das Herreneinzel bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona war eine ganz große Wundertüte. Von den ersten Elf der Setzliste kam nur Goran Ivanisevic über das Achtelfinale hinaus. Die starken Sandplatzspieler Jim Courier, Michael Chang, Thomas Muster und Sergi Bruguera scheiterten allesamt früh. Und so schlug die große Stunde der Spieler aus der zweiten Reihe. Im Finale standen sich der Spanier Jordi Arrese und der Schweizer Marc Rosset gegenüber. Rosset hatte sich seinen Platz im Finale redlich verdient, denn in Barcelona wurde noch jedes Match über drei Gewinnsätze gespielt - und das auf Sand. Er besiegte in der zweiten Runde die Nummer neun der Setzliste, Wayne Ferreira, dann den amtierenden French-Open-Sieger und damaligen Weltranglisten-Ersten, Jim Courier, sowie den Sandplatzwühler Emilio Sanchez und im Halbfinale Goran Ivanisevic. Für Rosset wurde das Finale zu einer ultimativen Belastungsprobe. Im Glutofen von Barcelona spielte der Schweizer nicht nur gegen den Katalanen Arrese, sondern auch gegen das gesamte Publikum. Fünf Stunden und drei Minuten bekämpften sich die beiden, es ist immer noch das längste Match in der Olympia-Historie. Rosset konnte sich auf seinen starken Aufschlag verlassen und servierte insgesamt 33 Asse, vier davon in Folge beim Stand von 6:6 im fünften Satz. Mit einem Vorhand-Winner krönte sich der Schweizer zum Olympiasieger und machte sich damit unsterblich. Rosset ist als Nummer 44 der Welt immer noch der am niedrig platziertesten Goldmedaillengewinner im Tennis. In Barcelona holte er zudem das einzige Edelmetall für die Eidgenossen. Übrigens: Als Rosset sein größter Karrieretriumph gelang, feierte Roger Federer seinen 11. Geburtstag.

1992 in Barcelona: Boris Becker/Michael Stich - Wayne Ferreira/ Piet Norval 7:6 (5), 4:6, 7:6 (5), 6:3

In Barcelona wurde aus den großen Rivalen Boris Becker und Michael Stich für eine Woche eine olympische Zweckgemeinschaft - mit durschlagendem Erfolg. Becker und Stich waren sich ganz und gar nicht grün und sprachen nur das Nötigste miteinander. Niki Pilic hatte die Idee, dass die beiden bei Olympia dennoch gemeinsam Doppel spielen sollten und gab den Vermittler. "Gesprochen haben beide nicht miteinander. Das musste ich erledigen. Ich bin zwischen den Zimmern hin- und hergependelt und musste viel lügen", äußerte sich Pilic später. Die Tatsache, dass das olympische Tennisturnier in Barcelona auf Sand ausgetragen wurde, erschwerte zudem die Goldmission. Als sich die beiden jedoch im Einzel früh verabschiedeten, galt die volle Konzentration dem Doppelwettbewerb. Becker und Stich wurden eine Einheit, rangen im Viertelfinale in einem Fünfsatzkrimi vor fanatischen Fans das spanische Weltklasseduo Sergio Casal und Emilio Sanchez nieder. Wenige Stunden später folgte im Halbfinale der nächste Fünfsatzsieg, gegen die Argentinier Javier Frana und Christian Miniussi. Im Endspiel warteten die an vier gesetzten Südafrikaner Wayne Ferreira/Piet Norval, die durch den Finaleinzug die erste südafrikanische Olympiamedaille seit 1960 sicher hatten. Becker und Stich ließen sich nicht von der Goldmission abhalten und fielen sich nach dem verwandelten Matchball überglücklich in die Arme. Dennoch hatte der Olympiasieg ein trauriges Ende. Becker wollte die Goldmedaille unbedingt ausgelassen feiern, doch Stich reiste ab. "Ich glaube, seine Freundin hat auf ihn gewartet. Ich versuchte noch, ihn umzustimmen, aber er blieb stur: ‚Nee, ich habe keine Lust.' Und das, nachdem wir uns vierzehn Tage lang gemeinsam herumgequält hatten, bei bis zu fünfzig Grad im Schatten!", schilderte Becker später in seiner Autobiografie. Stich bereute seine Aktion später, wie er nun immer wieder im Rückblick auf Olympia betont.

1996: Andre Agassi - Wayne Ferreira 7:5, 4:6, 7:5

Da zahlreiche Topspieler auf die Olympischen Spielen 1996 in Atlanta freiwillig verzichteten, unter anderem Pete Sampras und Yevgeny Kafelnikov, oder verletzt fehlten, unter anderem Boris Becker, erwartete die gesamte USA von Andre Agassi den Olympiasieg. Der US-Amerikaner ging als Topgesetzter ins Turnier und hielt dem Druck stand. Im Finale überrollte er Sergi Bruguera in nur 78 Minuten mit 6:2, 6:3, 6:1. "Für mich ist es das Größte, was ich in diesem Sport erreicht habe. Ich stelle das über allem", sagte Agassi anschließend. Um Gold zu gewinnen, musste der US-Amerikaner aber im Viertelfinale gegen Wayne Ferreira eine brenzlige Situation überstehen. Der Südafrikaner führte im dritten Satz mit 5:3 und verlor noch das Match. Zudem beschwerte er sich über das lose Mundwerk von Agassi, für das der US-Amerikaner zu Beginn des zweiten Satzes einen Strafpunkt erhielt. "Ich glaube ernsthaft, dass er vom Platz hätte gekickt werden sollen für das, was er gesagt hat. Es war ziemlich grob und das Schlimmste, was ich jemanden sagen hörte. Ich bin überrascht, dass es die Schiedsrichter als so leicht empfunden haben. Wenn ich im Stuhl gesessen hätte, hätte ich wohl anders reagiert", kommentierte Ferreira. Übrigens: Elf Tage nach seinem Olympiasieg wurde Agassi beim Turnier in Indianapolis das erste und einzige Mal in seiner Karriere disqualifiziert. Der Grund: Schiedsrichterbeleidigung.

2004 in Athen: Tomas Berdych - Roger Federer 4:6, 7:5, 7:5

Roger Federer ging als amtierende Nummer eins, Wimbledonsieger und klarer Favorit auf die Goldmedaille in die Olympischen Spiele in Athen. Doch die Mission Olympiasieg nahm ein frühes Ende, als Federer in der zweiten Runde am 18-jährigen Tschechen Tomas Berdych scheiterte. Das Match wurde, aus welchen Gründen auch immer, nicht im Hauptstadion gespielt. Ein Vorteil für Berdych, wie er später zugab. "Es ist schwer, gegen diese Typen auf dem Center Court zu spielen, weil sie da mehr Erfahrung haben. Es ist einfacher auf den Außenplätzen, wo sie nicht gespielt oder trainiert haben." Vier Jahre später in Peking trafen die beiden erneut bei Olympia aufeinander. Der Schweizer setzte sich im Achtelfinale durch, eine Einzelmedaille blieb ihm in Peking aber dennoch vergönnt.

2004 in Athen: Fernando Gonzalez/Nicolas Massu - Nicolas Kiefer/Rainer Schüttler 6:2, 4:6, 3:6, 7:6 (7), 6:4

Olympia schreibt immer wieder die schönsten Geschichten, aber auch die traurigsten. Das hängt immer ganz vom Blickwinkel ab, aus dem man es betrachtet. Für Fernando Gonzalez und Nicolas Massu waren die Olympischen Spiele 2004 in Athen ein riesengroßes Märchen mit Happy End. Dass die beiden im Nationaltrikot zur Höchstform aufliefen, konnte man bereits wenige Monate zuvor sehen, als die beiden zum zweiten Mal in Folge für Chile den World Team Cup in Düsseldorf gewannen. In Athen schalteten die Chilenen im Viertelfinale die topgesetzten US-Amerikaner Bob Bryan und Mike Bryan aus. Gonzalez/Massu waren auf ihrer Mission, die erste Goldmedaille in der Geschichte ihres Heimatlandes zu gewinnen, kaum zu bremsen. Und das mit einer ungewöhnlichen Taktik. Denn beide rückten nur selten gemeinsam ans Netz vor und prügelten von der Grundlinie mit Brachialgewalt auf die Bälle ein. Das Doppelfinale konnte erst um 22:55 Uhr Ortszeit beginnen, da Gonzalez einige Stunden zuvor schon auf dem Platz stand und sich im Match um die Bronzemedaille gegen Taylor Dent nach 3:30 Stunden Spielzeit mit 16:14 im dritten Satz durchsetzte. Wer nun dachte, dass Gonzalez platt war, sah sich getäuscht. Die Bronzemedaille trieb den Chilenen umso mehr an. Die Deutschen Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler lagen schnell mit 2:6, 2:4 zurück, wurden dann aber mehr und mehr ihrer kleinen Favoritenrolle gerecht. Das Drama begann dann im Tiebreak des vierten Satzes, als Kiefer und Schüttler bei 6:2-Führung vier Matchbälle in Folge nicht nutzen konnten. Und auch im fünften Satz führten die Deutschen zunächst mit 3:1. Die spielerische Überlegenheit von Kiefer/Schüttler machten Gonzalez/Massu mit unbändigem Willen und dem Traum vor Augen, als erste Sportler eine Goldmedaille für Chile zu holen, wieder wett. Und tatsächlich: Um 2:39 Uhr Ortszeit krönten sich Gonzalez und Massu zu Olympiasiegern und schrieben chilenische Sportgeschichte. Es blieb übrigens der einzige gemeinsame Turniersieg für Gonzalez und Massu.

2004 in Athen: Nicolas Massu - Mardy Fish 6:3, 3:6, 2:6, 6:3, 6:4

15 Stunden nachdem Nicolas Massu die Goldmedaille im Doppel gewonnen hatte, trat der Chilene zu seinem zweiten Match um Gold an. Massu ging nach der turbulenten Nacht in Athen erst um 6:30 Uhr zu Bett. Mardy Fish musste nach der Nachtschicht als der klare Favorit im Finale gelten. Doch der Wille versetzt bekanntlich Berge. Wieder ging es über fünf Sätze, wieder stand Massu am Ende mit der Goldmedaille da. "Ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe. Das sind die beiden besten Tage meines Lebens. Ich kann es nicht glauben. Nachdem ich den dritten Satz verloren hatte, glaubte ich, dass ich das Match verlieren würde, weil ich mich nicht bewegen konnte. Aber ich habe ein zweites Leben bekommen. Das ist einfach zu viel, zwei Goldmedaillen in zwei Tagen. Das ist unglaublich für mein Land", sagte Massu, der in dieser olympischen Woche elf Matches spielte und dabei insgesamt 24 Stunden und 43 Minuten auf dem Platz stand. Diese beiden Goldmedaillen sind bis heute die einzigen in der chilenischen Olympiageschichte. Die Ereignisse in Athen haben das Leben von Massu verändert. Das Erstaunliche dabei: Bei den Grand Slams erreichte er im Einzel nur einmal das Achtelfinale. Wäre Olympia in Athen nicht gewesen, dann wäre der Name Nicolas Massu den meisten Sportfans und auch einigen Tennisfans sicherlich kein Begriff mehr.

2008 in Peking: Fernando Gonzalez - James Blake 4:6, 7:5, 11:9

Das Halbfinale in Peking zwischen Fernando Gonzalez und James Blake war ein episches Match mit einem kontroversen Ende. Blake hatte im Viertelfinale sensationell gegen Roger Federer gewonnen und seinen Arm in Tuchfühlung zu einer Medaille. Die Chance auf den Finaleinzug war riesengroße. In einem hochklassigen Match hatte der US-Amerikaner bei 6:5-Führung im dritten Satz drei Matchbälle in Folge. Gonzalez wehrte alle drei ab, sodass es letztendlich zu der Szene kam, die Blake mehr aufregte als der verpasste Einzug ins Finale und die sichere Silbermedaille. Beim Stand von 9:8 für Blake schlug der US-Amerikaner einen Rückhand-Passierball ins Aus, doch wie die TV-Aufnahmen zeigten, berührte der Ball dabei den Schläger von Gonzalez. Blake hatte das auch bemerkt, fragte beim Schiedsrichter nach, doch Carlos Bernardes sprach dem Chilenen den Punkt zu. Wenige Minuten später war das Match zugunsten von Gonzalez entschieden. "Das ist eine enttäuschende Weise für ein Turnieraus, wenn du nicht nur das Match, sondern auch ein bisschen Glauben in deine Wettbewerber verlierst. Fernando schaute mir in die Augen und hat nichts gesagt", echauffierte sich Blake. "Ich habe nichts gespürt. Es ist nur ein Punkt. Es gibt einen Schiedsrichter. Wenn ich mir hundert Prozent sicher gewesen wäre, denn hätte ich ihm den Punkt gegeben. Aber ich war mir nicht sicher", sagte Gonzalez. Blake verlor schließlich auch das Match um die Bronzemedaille gegen Novak Djokovic.

2008 in Peking: Roger Federer /Stan Wawrinka - Bob Bryan/Mike Bryan 7:6 (6), 6:4

Das olympische Tennisturnier in Peking verlief für Roger Federer zunächst genauso traurig wie in Sydney und Athen. Der Schweizer verlor im Einzel im Viertelfinale überraschend gegen James Blake. Im Doppel holte sich Federer an der Seite von Stan Wawrinka dann doch die so ersehnte Goldmedaille. Vor dem Halbfinale gegen die Bryan-Zwillinge, Bob und Mike, mussten die beiden Schweizer am gleichen Tag noch das wegen Regens abgebrochene Viertelfinale gegen die Inder Mahesh Bhupathi und Leander Paes zu Ende spielen. Bei Federer und Wawrinka spürte man gegen die favorisierten Bryans die Energie und den unbedingten Willen. In einem hochklassigen Match agierten die Schweizer wie eine Wand am Netz und feierten ihren Finaleinzug mit einem ganz speziellen Jubel. "Das ist das größte Sportereignis der Welt, und es fühlt sich besonders an, dabei zu sein", sagte Federer nach dem Sieg. Es folgte schließlich die Goldmedaille mit dem Sieg im Endspiel gegen die Schwedin Simon Aspelin und Thomas Johansson.

2012 in London: Roger Federer - Juan Martin del Potro 3:6, 7:6 (5), 19:17

Die Chance, dass solch ein Match bei Olympia noch einmal geben wird, ist ziemlich gering. Denn die ITF hat beschlossen, dass es im Entscheidungssatz den Tiebreak geben wird. Solch ein Halbfinale, wie es Roger Federer und Juan Martin del Potro, auf dem "Heiligen Rasen" in Wimbledon gespielt haben, bleibt also bei Olympia unerreicht, sofern sich nichts ändert. Im Turnierverlauf hatten Jo-Wilfried Tsonga und Milos Raonic bereits 3:56 Stunden gespielt, Tsonga setzte sich im dritten Satz mit 25:23 durch. Doch das Duell zwischen Federer und del Potro setzte noch mal einen drauf, bezüglich der Zeit, der Qualität und im Hinblick darauf, dass der Sieger eine Medaille sicher hatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass Federer und del Potro das längste Match über zwei Gewinnsätze spielen, war eigentlich sehr gering - schon gar nicht auf Rasen in Wimbledon. Dennoch brachen die beiden mit 4:26 Stunden Spielzeit den Rekord im längsten Match über zwei Gewinnsätze. Es entwickelte sich ein Drama mit vielen Akten. Im dritten Satz konnte del Potro mit seinem Aufschlag immer vorlegen. Federer hielt dem Druck stand und glich immer aus. Nach dem Break zum 10:9 durch Federer schien das Match entschieden. Doch der Schweizer gab zu null seinen Aufschlag ab. Der muntere Schlagabtausch ging weiter. Del Potro war bei 12:11 und 15:14 mehrmals nur zwei Punkte vom Sieg entfernt. Der Argentinier rannte und sprang um sein Leben. Federer behielt die Nerven, breakte ein weiteres Mal zum 18:17 und zitterte sich dann nach knapp viereinhalb Stunden ins Finale. "Wir haben beide gespürt, dass hier heute etwas Besonderes passiert ist", sagte Federer hinterher. Der Kraftakt kostete ihm womöglich den Olympiasieg. Del Potro war dagegen untröstlich. "Es ist furchtbar, so zu verlieren. Es tut so weh." Immerhin gewann der Argentinier noch die Bronzemedaille mit dem Sieg gegen Novak Djokovic.

2012 in London: Andy Murray - Roger Federer 6:2, 6:1, 6:4

Wenn man sich das Ergebnis des Herrenfinals anguckt, reibt man sich verwundert die Augen. Hat hier wirklich der siebenfache Wimbledonsieger Roger Federer gegen den sonst so nervenschwachen Andy Murray gespielt? Murray spielte bei Olympia in London das vielleicht beste Tennis seines Lebens und zeigte eine eindrucksvolle Finalleistung. Der Schotte hätte wohl auch mit verbundenen Augen spielen können und hätte die Bälle trotzdem getroffen. Der Centre Court in Wimbledon, wo es traditionell ruhig und gesittet zugeht, glich bei Olympia einem Tollhaus, als Murray sich mit drei Assen in Folge zum Goldmedaille servierte. Es mag komisch klingen, aber vielleicht wäre das Finale in die komplett andere Richtung gekippt, wenn Federer im ersten Spiel des Matches einen seiner zwei Breakbälle genutzt hätte. Nachdem Murray bei 2:0-Führung im zweiten Satz insgesamt sechs Breakbälle abwehren konnte, war Federer mental geschlagen. Im dritten Satz, der vom Ergebnis eigentlich der knappste war, gab Murray bei seinem Aufschlag nur einen Punkt ab. Mit dem Olympiasieg legte der Schotte sein Verlierer-Image ab und stieg zum Nationalhelden auf.

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