Julia Wachaczyk sorgt für Sensation bei Reinert Open

SID
Dienstag, 05.07.2016 | 00:00 Uhr
© (c) REINERT Open

Die 22-Jährige schlägt am ersten Hauptfeldtag in Versmold mit Richel Hogenkamp die Nummer vier des Turniers.

Erster Hauptfeldtag, erster Paukenschlag - bei den REINERT OPEN mit den Internationalen Westfälischen Tennis-Meisterschaften der Damen hat Julia Wachaczyk (TC Union Münster / WTA 443) für die erste Sensation gesorgt. Mit 6:1,3:6, 6:4 setzte sich die gebürtige Bielefelderin gegen die an Position vier gesetzte Richel Hogenkamp (Niederlande / WTA 135) durch. "Ich mag es, wenn es windig ist. Ich komme damit meistens gut zurecht", analysierte Julia Wachaczyk nach dem Match treffend, zumal ihre Kontrahentin mit den böigen Wind sehr zu kämpfen hatte. Und selbst als es beim Stand von 2:4 im dritten Satz aus Sicht der 22-Jährigen nicht unbedingt nach einem Erstrundensieg aussah, sie blieb dran. Es folgten vier Spielgewinne in Folge.

Nächste Gegnerin von Julia Wachaczyk ist Antonia Lottner (TEC Waldau Stuttgart / WTA 291), die als erste Spielerin in das Achtelfinale der REINERT OPEN eingezogen war. Gegen Ana Vrljic (Kroatien / WTA 282) war aufgrund der Weltranglistenplatzierungen beider Spielerinnen ein enges Match erwartet worden. Doch weit gefehlt. Die 19-jährige Stuttgarterin setzte sich souverän mit 6:2, 6:0 durch.

Ähnlich souverän gewann die an Position drei gesetzte Irina Khromacheva (Russland / WTA 122) gegen Marina Melnikova (Russland / WTA 196). Auch die auf den Positionen sechs und sieben der Setzliste platzierten Ipek Soylu (Türkei / WTA 161) und Isabella Shinikova (Bulgarien / WTA 173) siegten sicher in zwei Sätzen. Dagegen zog mit Alize Lim (Frankreich / WTA 156) eine weitere gesetzte Spielerin den Kürzeren. Sie unterlag mit 5:7, 4:6 gegen Karolina Muchova (Tschechien / WTA 229).

Start für Anna Karolina Schmiedlova am zweiten Hauptfeldtag

Am zweiten Hauptfeldtag wird die topgesetzte Anna Karolina Schmiedlova(Slowakei / WTA 40) im Blickpunkt des öffentlichen Interesses stehen. Sie ist in Versmold eingetroffen und hat die erste Trainingseinheit hinter sich gebracht. Die Slowakin fühlt sich auf Anhieb sehr wohl bei den REINERT OPEN. "Es ist eine angenehme Atmosphäre hier. Ich freue mich auf mein Match", erklärt die 21-Jährige, die hofft, dass sie ihrer Favoritenrolle gerecht wird und das Turnier gewinnt. Zumindest möchte die Slowakin mehrere Matches bestreiten, denn das blieb ihr zuletzt immer wieder versagt.

Ende des vergangenen Jahres stand Anna Karolina Schmiedlova bereits auf Rang 26 der Weltrangliste und wurde als mögliche Top Ten-Spielerin gehandelt. Sie schlug Spielerinnen wie Agniezka Radwanska (Polen / WTA 3) sowie die ehemalige Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark / WTA 45) und war auf dem Weg nach ganz oben. Dann allerdings kam etwas, was viele Spielerinnen in ihrer Karriere schon einmal erlebt haben: ein Tief. Anna Karolina Schmiedlova wartet seit Januar auf einen Sieg bei einem WTA-Turnier. "Ich weiß nicht, woran es liegt. Es wird aber sicherlich auch mal wieder klappen", ist sie sich sicher.

Negativlauf soll beendet werden

Diesen negativen Lauf möchte die 21-Jährige beenden und startet deshalb bei den REINERT OPEN. "Ich brauche dringend wieder einen Sieg, auch wenn ich weiß, dass hier viele gute Tennisspielerinnen am Start sind", so die Nummer zwei der Slowakei und Fed Cup-Spielerin ihres Landes. Zwei weitere Gründe für ihren Start in Versmold: Ihr Lieblingsbelag ist der Sandplatz und soweit ist Bratislava, ihr Wohnort, nicht entfernt. Selbstbewusstsein durch Siege aufbauen, damit sie bei den in Kürze beginnenden Olympischen Spielen bestens mitmischen kann. Denn da spielt sie neben ihrer Landsfrau Dominica Cibulkova sowohl im Einzel als auch im Doppel.

Obwohl in Rio auf Hartplatz gespielt wird, ist Anna Karolina Schmiedlova voller Vorfreude auf das Turnier. "Bei Olympia dabei zu sein, ist etwas Besonderes. Ich habe aber keine großen Erwartungen und werde von Spiel zu Spiel schauen", möchte sie so entspannt wie möglich die nächsten Tennismatches angehen und sich nicht unter Druck setzen. Denn das, so die sympathische Slowakin, war in der ersten Jahreshälfte sicherlich einer der ganz großen Hemmnisse in ihrem Spiel.

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