Tennis

Als Bill Clinton den Unglücksbringer für Andre Agassi spielte

© (c) Getty Images

Ob der kuriose Spielverlauf von Andre Agassis Niederlage am 7. Juni 2001 tatsächlich mit Bill Clintons Besuch zusammenhing?

Die French Open waren für Andre Agassi jahrelang der große Berg, den er nicht überwinden konnte. 1990, 1991 und 1999 stand er im Finale - und verlor erst gegen Andres Gomez, dann gegen Jim Courier, bevor er 1999 gegen Andrei Medvedev einen 0:2-Satzrückstand wettmachte und seinen Karriere-Grand-Slam in Roland Garros vervollständigte.

Agassis Unglücksbringer

Ob sein Glück zwei Jahre später, am 7. Juni 2001, einfach aufgebraucht ist? Oder der ehemalige amerikanische Präsident Bill Clinton an Agassis Niederlage gegen Sébastien Grosjean schuld ist? Australian-Open-Sieger Agassi startet stark ins Viertelfinale und gewinnt Satz eins mit 6:1. Dann kommt Bill Clinton ins Stadion, unter großem Applaus und in Begleitung von 27 Bodyguards. Die Folge: Agassi verliert zwölf der nächsten 14 Spiele und die Sätze zwei und drei mit 1:6.

Als Clinton kurze Zeit verschwindet, kommt der US-Boy wieder ins Rollen, breakt Grosjean und führt 2:1 im vierten Satz. Agassis Pech: Der Ex-Präsident kommt wieder zum Zuschauen, Agassi verliert sein Aufschlagspiel und Satz vier mit 3:6. Zwar behauptet Agassi im Anschluss, Clintons Besuch gar nicht bemerkt zu haben - das jedoch nimmt ihm keiner ab.

Clinton: "Ich habe ihm Pech gebracht"

"Ich war nicht gut für ihn", sagte Clinton im Anschluss. "Ich habe ihm Pech gebracht. Ich bin rausgegangen und er hat drei Spiele gewonnen. Ich wollte eigentlich nicht zurück." Gegner Grosjean hingegen war aus verständlichen Gründen äußerst erfreut über den hohen Besuch. "Wir sollten ihn noch mal zum Halbfinale einladen", so der Franzose.

Unglücklicherweise für Grosjean war Clinton dann jedoch nicht mehr zugegen. Grosjean verlor das Halbfinale gegen Alex Corretja, der sich im Finale wiederum Gustavo Kuerten geschlagen geben musste.

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