Tennis

Mats Wilander trainiert jetzt Madison Keys

SID
INDIAN WELLS, CA - MARCH 11: Madison Keys of USA plays a forehand to Nicole Gibbs of USA during day five of the BNP Paribas Open at Indian Wells Tennis Garden on March 11, 2016 in Indian Wells, California. (Photo by Julian Finney/Getty Images)
© Julian Finney

Die US-Amerikanerin arbeitet ab sofort mit dem siebenfachen Grand-Slam-Sieger zusammen, der Keys' Spiel variabler machen will.

Sie ist eine der größten Zukunftshoffnungen des US-amerikanischen Tennis und erreichte 2015 bereits ein Grand-Slam-Halbfinale bei den Australian Open. Madison Keys , aktuelle Nummer 24 im WTA-Ranking, hat sich nun die Dienste einer Tennisikone gesichert. Der frühere Weltranglisten-Erste Mats Wilander übernimmt nun die Trainergeschicke bei der 21-jährigen Hardhitterin. Viele Tennisfans verbinden Wilander mit seiner Tätigkeit für den TV-Sender Eurosport - als Experte und Analyst bei den Grand Slams.

Wilander: "Ich habe sie schon immer gemocht"

Doch der Schwede hat auch eine Vergangenheit als Coach. Nachdem er 1996 seine erfolgreiche Karriere als Aktiver beendete, trainierte Wilander unter anderem das schwedische Davis-Cup-Team, Marat Safin, Tatiana Golovin und Paul-Henri Mathieu . Nun will der 51-Jährige Madison Keys dabei helfen, ihr volles Potential auszuschöpfen. "Madison hat tolle Anlagen, ich habe sie schon immer gemocht", schwärmt Wilander gegenüber dem schwedischen "Arnesen-Tennisblog" und will vor allem drei Dinge in ihrem Spiel verbessern: "Sie soll variabler spielen und mehr Topspin in die Vorhand bringen. Zudem muss sie ihren Aufschlag besser nutzen." Dabei geht es Wilander nicht darum, dass Keys viele Asse schlägt, sondern den Platz mehr öffnet. Vorbild ist Boris Beckers Arbeit mit Novak Djokovic , der seinen Schützling dazu brachte, in wichtigen Momenten geschickt mit dem Aufschlag zu variieren.

Auch die mentale Seite in Keys' Spiel will der dreifache French-Open-Champion verbessern und ist sich bewusst, welcher Druck auf der Nachwuchshoffnung lastet: "Eine große Tennisnation wie die USA, die momentan nur die Williams-Schwestern an der Spitze hat, erzeugt eine große Erwartungshaltung. Noch kenne ich Madison nicht sehr gut, aber ich weiß, dass sie gerne auf der großen Bühne spielt, und das ist eine gute Vorraussetzung." Die jüngste Nordamerikanerin in den Top 100 arbeitete zuletzt mit dem früheren Tennisprofi Jesse Levine zusammen. Zuvor machte Keys bereits Erfahrungen mit einer ehemaligen Weltklassespielerin auf der Trainerposition. Die dreifache Grand-Slam-Siegerin Lindsay Davenport coachte Keys bis zum Ende der Vorsaison, konnte ihre aufstrebende Landsfrau aber nicht mehr bei allen Turniereinsätzen unterstützen.

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